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Kandidatenländer zum ersten Mal beim Arbeitstisch des Europäischen Rates dabei

Die Staats- und Regierungschefs der 15 EU Staaten kamen am Freitag mit ihren Amtskollegen aus den 13 Kandidatenländern beim EU-Gipfel in Barcelona zusammen, um gemeinsam über die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der EU in diesem Jahrzehnt zu diskutieren. Zum ersten mal überhaupt beteiligten sich am Freitag die Vertreter der Kandidatenländer, darunter auch Tschechien, an den Arbeitsverhandlungen. Bei den bisherigen EU-Gipfeltreffen kamen die Vertreter aus den Kandidatenländern lediglich zu einem Mittagessen und informellen Gesprächen. "Zum ersten mal in der Geschichte des Europäischen Rates beteiligten sich die Kandidaten an der Arbeit des Rates," sagte der spanische Außenminister Josep Pique. "Wir sprachen darüber, was sie machen sollen, um die Lisaboner Strategie vollkommen zu übernehmen, ihren ökonomischen, sozialen und ökologischen Aussmass. Ich bin zur Gänze zufrieden," sagte Pique weiter.

Befehlshaber tschechischer und österreichischer Luftstreitkräfte diskutierten über Überschallflugzeuge

Der Befehlshaber der tschechischen Luftstreitkräfte Frantisek Padelek hat am Freitag mit seinem österreichischen Kollegen Paul Kritsch in Stara Boleslav über die Einführung von Flugzeugen der neuen Generation gesprochen. Vor allem sprachen die beiden Befehlshaber über die Überschallflugzeuge Jas 39- Gripen, deren Einkauf beide Länder ernsthaft erwägen. Vertreter der tschechischen und österreichischen Luftstreitkräfte haben auch einen bilateralen Vertrag über die gegenseitige Zusammenarbeit in diesem Jahr unterzeichnet.

Analysen der Benes-Dekrete werden 2 Jahre dauern

Mindestens zwei Jahre sollte die Ausarbeitung von vergleichenden Analysen zu den Nachkriegsdekreten des ehemaligen tschechoslowakischen Präsidenten Edvard Benes und zu ähnlichen in dieser Zeit beschlossenen Gesetzen über die Regresspflicht der Deutschen in anderen europäischen Ländern dauern. Darüber informierte der Leiter des tschechischen Projektteils, Jiri Pesek vom Prager Institut für internationale Studien, am Freitag die Nachrichtenagentur CTK in Berlin. Ziel des vom Tschechisch-deutschen Zukunftsfonds beantragten Projektes sei es, die damaligen tschechoslowakischen Gesetze im europäischen Kontext einzuordnen und zu vergleichen.

Umfragen: ODS Favorit für Parlamentswahlen

Die Wahlen zum Abgeordnetenhaus würden jetzt laut Umfragen die Bürgerdemokraten mit ca. 21 Prozent gewinnen. Die regierenden Sozialdemokraten würden derzeit 19,5 Prozent Tschechen wählen, um den dritten Platz würde die Koalition mit den Kommunisten kämpfen. Dies geht aus den Meinungsumfragen hervor, die im März das Meinungsforschungszentrum STEM durchgeführt hat. Diese Ergebnisse stimmen auch mit einer weiteren Umfrage der Gesellschaft TNS Factum überein, laut der zu den Favoriten für die Wahlen lediglich die Bürgerdemokraten und die Sozialdemokraten gehören. Die Parlamentswahlen finden Mitte Juni statt.

Schmidt-Dengler: Tschechisch-österreichische Krise spiegelt sich in der Literatur nicht wider

Die wegen dem AKW Temelin und den Benes-Dekreten angespannten österreichisch-tschechischen Beziehungen spiegeln sich nicht in der zeitgenössischen österreichischen Literatur wider, sagte am Freitag bei der Tschechisch-österreichischen Germanistenkonferenz in Ceské Budejovice/Budweis der Professor der Wiener Universität Wendelin Schmidt- Dengler. Eine Reihe von Schriftstellern stelle sich eher gegen die Politiker, die zu harten Worten greifen, führte Schmidt-Dengler weiter aus. Er erwarte aber auch nicht, dass die Literatur die gegenseitigen Beziehungen verbessern könnte.

Städte Pisek und Tabor zu Euroregio Silva Nortica

Die Vertreter der Stadt Pisek haben am Donnerstag über ihren Beitritt der Stadt zur Euroregio Silva Nortica abgestimmt. Eureregio Silva Nortica vereint vor allem Gemeinden im Grenzgebiet, die mit ihren österreichischen Nachbarn zusammenarbeiten. Von der Mitgliedschaft verspricht sich Pisek vor allem Zugang zu den Fonds der Europäischen Union Phare, die sonst nur für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bestimmt sind. Es sei etwas merkwürdig, dass wir als ein Bezirk, der nicht im Grenzgebiet liegt, zu diesen Geldern keinen Zugang haben, sagte der Bürgermeister von Pisek Lubos Prusa. Gemeinsam mit Pisek wird auch die Stadt Tabor beitreten.