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Rekordhoch für tschechische Krone - Eingriff der Zentralbank

Die tschechische Krone hat am Mittwochvormittag erneut zugelegt und hat im Vergleich zum Euro ein Rekordhoch von 30,04 Kronen erreicht. Die Zentralbank hat daraufhin sofort reagiert und mit einer Intervention den Kurs auf den Stand von 30,35 Kronen pro Euro stabilisiert, erklärte eine Sprecherin der Tschechischen Nationalbank. Das Tempo der Währungsstärkung in den letzten Tagen sei nach einer Aussage des Finanzministers Jiri Rusnok zu schnell und entspreche nicht der Wirtschaftsentwicklung. Er unterstütze daher die Intervention der Zentralbank.

Keine Entscheidung über die Privatisierung der Telecom

Die Privatisierung der tschechischen Telecom verzögert sich. Die tschechische Regierung hat während ihrer Sitzung am Mittwoch über den Verkauf des Mehrheitsanteils darin nicht entschieden und wird über dessen Bedingungen mit zwei Interessenten weiter verhandeln. Auf einer Pressekonferenz sagte dies Finanzminister Jiri Rusnok. Um den Mehrheitsanteil bewerben sich einerseits das Konsortium von der Deutschen Bank, TDC und Blackstone Group und andererseits das Konsortium der Swisscom mit CVS Capital Partners und Spectrum Equity Partners.

Rückzahlung der russischen Schuld durch Lieferungen der Militärtechnik

Russland wird wahrscheinlich Militärtechnik in die Tschechische Republik liefern, und zwar als eine der Rückzahlungsformen der Schuld der ehemaligen Sowjetunion und der Russischen Föderation. Das tschechische Kabinett hat am Mittwoch den Entwurf zu einer entsprechenden Vertragsschließung mit Russland gebilligt. Dem zufolge soll die tschechische Armee zwei bis drei Transportflugzeuge An-70, sieben Hubschrauber Mi-24 und Ersatzteile für die russische Militärtechnik bekommen. Der Vertrag soll noch im April während des Russland-Besuchs von Premier Milos Zeman unterzeichnet werden.

Skoda Audo unterstützte den Appell gegen die Währungsstärkung

Der Wagenhersteller Skoda Auto hat sich am Mittwoch dem sog. Appell von Trutnov gegen die starke Krone angeschlossen, der von bereits mehr als 40 Unternehmen unterstützt wurde. Die Regierung und die Tschechische Nationalbank werden darin aufgefordert, Maßnahmen gegen die Stärkung der Währung zu treffen. Wie der Sprecher der Firma Milan Smutny am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur CTK sagte, verweist Skoda Auto als der größte Exporteur hierzulande bereits seit einem Drei-Viertel-Jahr auf dieses Problem. Es sei daher logisch, dass die Firma den Appell unterstützte.

Unfall eines Jägers - Fehler des schwedischen Soldaten

Der Unfall, zu dem es am Dienstag bei einem der vier schwedischen Düsenjäger Gripen beim Tanken auf dem Flughaufen in Caslav in Mittelböhmen kam, wurde durch den Fehler eines schwedischen Soldaten verursacht. Dies erklärte am Mittwoch der Oberbefehlshaber der tschechischen Luftwaffe, Frantisek Padelek. Seiner Äußerung nach konnte der Soldat mit der tschechischen Tankeinrichtung nicht umgehen. Aus der Maschine sind etwa 100 Liter Brennstoff entwichen.

Ankauf von Düsenjägern Gripen weiterhin unsicher

Der Sicherheits- und Verteidigungsausschuss des tschechischen Abgeordnetenhauses hat am Mittwoch keinen konkreten Standpunkt zum Regierungsentwurf des Gesetzes eingenommen, das eine Kreditnahme für den Ankauf der neuen Jagdflugzeuge für die Tschechische Armee ermöglichen soll. Die Regierung hat immer noch keine Sicherheit, dass das Gesetz vom Abgeordnetenhaus verabschiedet wird. Gegen den Ankauf stellten sich im Ausschuss Abgeordnete der Demokratischen Bürgerpartei ODS, dafür sind die Sozial- und die Christdemokraten.

Peugeot Citroen und Toyota bauen gemeinsames Werk in Tschechien

Die Autokonzerne PSA Peugeot Citroen und Toyota haben am Mittwoch mit dem Bau eines gemeinsamen Werks in Tschechien mit einer Jahreskapazität von 300 000 Kleinwagen begonnen. In der Stadt Kolin 60 Kilometer östlich von Prag sollen von 2005 an Autos der Marken Toyota, Peugeot und Citroen vom Band rollen. Insgesamt wollen die französische Peugeot Citroen und der japanische Toyota-Konzern etwa 1,5 Milliarden Euro in das Werk mit 3000 Stellen investieren. Es ist die größte Einzelinvestition in der tschechischen Geschichte.

Sanierung der Felsen wird trotz den Schulden fortgesetzt

Die Sanierung der mit Einsturz gefährdeten Felsen in Hrensko (Herrnskretschen) bei Decin (Tetschen) wird nicht gestoppt, trotzdem der Staat den dort tätigen Firmen bis zum heutigen Tag etwa 20 Millionen Kronen schuldet. Der Krisenstab beschloss am Mittwoch, dass die Arbeiten in Folge des Gefahrenzustands, der in drei Orten der Gemeinde ausgerufen worden war, nicht unterbrochen werden können. Darüber informierte der Vorsitzende des Kreisamtes in Decin Jiri Benedikt.

Ski-Weltmeisterschaft 2007 im Isergebirge?

Die Tschechische Republik wird sich um die Organisation der Weltmeisterschaft im klassischen Schilaufen im Jahre 2007 bewerben. Diese soll im Isergebirge (Jizerske hory) stattfinden. Die Kandidatur wurde am Mittwoch vom Kabinett unterstützt. Der einzige Gegenkandidat ist das japanische Sapporo.

Wetter

Abschließend der Wetterbericht. Die Tschechische Republik wird sich am Donnerstag am Rande eines Tiefdruckgebiets befinden. Es soll bewölkt bis bedeckt sein, mit örtlichen Regenschauern muss gerechnet werden. In den Bergen können auch gemischte Schauer oder Schneeschauer vorkommen. Die Nachttemperaturen liegen zwischen plus 4 Grad und 0, die Tageshöchstwerte steigen auf 9 bis 13 Grad Celsius.