Nachrichten

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CT-Generaldirektor erneut verhört

Der Generaldirektor des öffentlichen rechtlichen Tschechischen Fernsehens "Ceska Televize" CT Jiri Balvin wurde am Donnerstag erneut bei der Polizei verhört. Die Polizei interessierte sich vor allem für die organisatorischen Angelegenheiten im Tschechischen Fernsehen, sagte Balvin´s Anwalt Tomas Sokol. Balvin wird wegen zwei Straftaten verfolgt, die mit dem Kauf eines Digital-Übertragungswagens zusammenhängen. Die Gewerkschaften des Tschechischen Fernsehens haben Balvin vorgeschlagen, mit der Leitung des Fernsehens eine andere Person zu beauftragen, bis sein Fall gelöst wird. Diesen Vorschlag hat Balvin abgelehnt.

Kritik an mährischem Bischof wegen Teilnahme an Vertriebenentreffen

Der Erzbischof der nordmährischen Stadt Olomouc /Olmütz, Jan Graubner, ist wegen der geplanten Teilnahme am "Sudetendeutscher Tag"am Sonntag in Nürnberg in die Kritik geraten. Führende Politiker der Sozialdemokraten sowie der Konservativen in Prag warfen dem Geistlichen vor, "anti-tschechische Interesse zu unterstützen und sich vor den Wagen von Revanchisten spannen zu lassen". Graubner wies die Kritik zurück. Die Teilnahme an der Pontifikalmesse solle die Versöhnung vorantreiben, sagte er am Donnerstag. Er wäre der erste hohe tschechische Geistliche, der während eines "Sudetendeutschen Tags" eine Messe zelebriert.

"Haus der deutsch-tschechischen Verständigung" in Krnov

In der nordmährischen Stadt Krnov (Jägerndorf) haben am Donnerstag frühere deutsche Bewohner des Ortes mit tschechischen Einwohnern ein "Haus der deutsch-tschechischen Verständigung"eröffnet. Die Einrichtung solle Symbol dafür sein, dass beide Völker bald gemeinsam in der EU sein würden, hieß es bei dem Festakt. Viele aus Krnov Vertriebene leben heute in der bayerischen Stadt Memmingen.

Auseinandersetzung wegen Tschechischem Zentrum in Wien beendet

Die Auseinandersetzung wegen eines angeblichen politischen Missbrauchs des Tschechischen Zentrums in Wien durch die Sozialdemokraten für eine Wahlkampagne wurde am Mittwoch friedlich beendet. Des Missbrauchs wurden die Sozialdemokraten von den südmährischen Bürgerdemokraten beschuldigt. Eine Abenddebatte der Vertreter der Sozialdemokraten, der Bürgerdemokraten und der Koalition mit ca. 25 in Österreich lebenden Tschechen wäre keinesfalls eine Wahlkampagne, hieß es als Reaktion. Und auch der Vertreter der Bürgerdemokraten, Petr Pleva, hat zugegeben, dass die Beschuldigung wahrscheinlich ein Missverständnis war.

Temelin: Inbetriebnahme des zweiten Reaktors erst nächste Woche

Die Leitung des südböhmischen AKW Temelin wird, wie die Nachrichtenagentur CTK meldet, die Staatliche Atomsicherheitsbehörde aller Voraussicht nach erst in der nächsten Woche um die Genehmigung zur Inbetriebnahme des zweiten Reaktors bitten. Der Block habe weitere Tests durchlaufen und das AKW-Personal habe der Behörde die notwendigen Unterlagen übergeben, heißt es weiter.

Umfrage: Großteil der Tschechen für EU-Beitritt

Den EU-Beitritt der Tschechischen Republik würden derzeit 56 Prozent der Tschechen unterstützen, 28 Prozent der Bürger wäre dagegen. Dies erfolgt aus einer Meinungsumfrage des Meinungsforschungsinstituts CVVM, die Ende April durchgeführt wurde. Bei einem Referendum würden allerdings nur 2/5 aller Befragten für den EU-Beitritt Tschechiens stimmen, dagegen würden sich 19 Prozent äußern.

Britischer Außenminister hat Tschechienbesuch erneut verschoben

Der britische Außenminister Jack Straw hat seinen für den 27. Mai geplanten Tschechienbesuch erneut verschoben. Der Grund für den Aufschub sei laut dem tschechischen Außenministerium das gleichzeitig stattfindende NATO-Summit in Rom. Ein Ersatztermin wurde bisher noch nicht genannt und es ist unklar ob Straw überhaupt noch vor den tschechischen Abgeordnetenhauswahlen nach Prag reisen wird. Ursprünglich sollte der britische Außenminister bereits im April kommen.

Tschechische Frauen immer noch nicht gleichberechtigt

Die Frauen haben in der tschechischen Gesellschaft immer noch nicht die gleiche Stellung wie die Herren der Schöpfung und dies obwohl die Bemühungen um eine rechtliche Gleichstellung der Geschlechter verstärkt wurden. Dies geht aus einem Bericht über die Umsetzung des Regierungsprogramms zur Gleichstellung der Geschlechter hervor, die das Kabinett laut Vizepremier Vladimir Spidla am Mittwoch zur Kenntnis genommen hat. Das Haupthindernis für die Durchsetzung der Gleichberechtigung ist laut dem Bericht das fehlende Interesse in der Bevölkerung.