Nachrichten

r_2100x1400_radio_praha.png

Prag beginnt mit Zahlung an Nachkommen ehemaliger NS-Zwangsarbeiter

Bei der Entschädigung ehemaliger NS-Zwangsarbeiter wird der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds in Prag als erste Partnerorganisation der Bundesstiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" mit der Zahlung an so genannte Sonderrechtsnachfolger beginnen. Auf Grund der hohen Zahl der Antragsteller habe die Summe für diesen Kreis aber auf bis zu 60 Prozent der üblichen Entschädigung gekürzt werden müssen, sagte Regierungsbeauftragter Jan Sechter.

"Der Zukunftsfonds ist überzeugt, dass diese Lösung mit Verständnis aufgenommen wird, und vertraut auf die gegenseitige Solidarität der einzelnen Opfergruppen und Hinterbliebenen", sagte Geschäftsführer Tomas Kafka am Dienstag. Tschechien erhält von der Bundesstiftung etwa 216 Millionen Euro zur Entschädigung ehemaliger NS-Zwangsarbeiter.

Laura Bush trat im Radioprogramm Freies Afghanistan auf

Die Frau des US-amerikanischen Präsidenten, Laura Bush, hat am Dienstag den Sender Freies Europa/ Radio Freiheit besucht und hat auch an einer Rundtischdiskussion über die internationale Unterstützung für Afghanistan teilgenommen. Dabei sagte sie, dass sie die Arbeit der Non-Profit Organisationen schätze, die sich am Wiederaufbau von Afghanistan beteiligen. In den Sender kam Frau Bush vor allem deshalb, um im Programm von Radio Freies Afghanistan zu den Afghanen zu sprechen. Obwohl Laura Bush keine gewählte Politikerin ist, war sie der erste Vertreter des Weißen Hauses überhaupt, der nach der Offensive gegen die Taliban direkt zu den Afghanen gesprochen hat.

Präsident Havel besucht Denkmal der Opfer des Kommunismus

Der tschechische Präsident Vaclav Havel hat am Dienstag das Denkmal der Opfer des Kommunismus besichtigt. Dabei wurde er von einem der Autoren des Kunstwerkes, dem Bildhauer Olbram Zoubek, begleitet. Das Denkmal, dass sich auf dem Petrin - Hügel befindet, wird am Mittwoch feierlich enthüllt.

Tage der österreichischen Kultur

Der österreichische Botschafter Klas Daublebsky und der Bürgermeister vom südmährischen Kromeriz Petr Sedlacek haben am Dienstag in Kromeriz die "Tage der österreichischen Kultur" eröffnet. Der Botschafter schätzt die Tatsache, dass neben den offiziellen Beziehungen auf staatlicher Ebene auch Menschen aus verschiedenen Städten und Regionen freundschaftliche Beziehungen pflegen. Das Programm der Tage schließt unter anderem Ausstellungen, Theatervorführungen und Konzerte ein und dauert bis zum 7. Juni.

Direkte Wahl des Präsidenten unterstützen 3/4 der Tschechen

Die direkte Wahl des Präsidenten findet in der tschechischen Öffentlichkeit einen breiten Zuspruch und zwar bei ca. drei Vierteln aller Bürger. Ungefähr ein Drittel aller Befragten weißt allerdings acht Monate vor den Präsidentenwahlen nicht, wer den derzeitigen Präsidenten Vaclav Havel ablösen sollte. Die meisten sehen den Senatschef Petr Pithart als den besten Kandidaten, nach Pithart kommt Abgeordnetenhauschef Vaclav Klaus in Frage. Diese Angaben gehen aus einer Untersuchung der Agentur TNS Factum vom Mai hervor. In der Tschechischen Republik wird der Präsident vom Parlament gewählt.

Festival der Kirchenmusik in Sumava

An die 200 Komponisten aus 8 Ensembles aus Tschechien und Deutschland werden sich auf dem 6. Internationalen Festival der Kirchenmusik Sumava/Bayerischer Wald vorstellen. Das Festival findet vom Freitag den 24. bis zum Sonntag den 26. Mai an 5 Orten in Sumava statt. Das Festival sei vor allem ein tschechisch - deutsches Treffen von jungen Amateursängern und Komponisten, die sich dem Studium der Kirchenmusik widmen, sagte heute der Nachrichtenagentur CTK Vladimir Horpeniak vom Museum Sumava/Böhmerwald in Kasperske Hory.

Ehrenbürgerschaft für einen Sudetendeutschen

Die westböhmische Stadt Cheb/Eger wird dem Sudetendeutschen Anton Hart, der nach dem Krieg nach Bayern ausgesiedelt wurde, den Ehrenbürgertitel verleihen. Hart machte sich um die Rettung des Pilgerortes in Stary Hroznatov bei Cheb und der dort befindlichen Maria-Loreto-Kapelle verdient. Die Preisverleihung ist nach einer Mitteilung des Vize-Bürgermeisters der Stadt für Anfang Juni vorgesehen.