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Tvrdik: NATO-Russland-Deklaration ändert nichts an Gripen-Bedarf

Verteidigungsminister Jaroslav Tvrdik betonte am Mittwoch, man könne wegen der Deklaration zwischen der NATO und Russland keinesfalls auf den geplanten Kauf der Gripen-Düsenjäger für die tschechische Luftwaffe verzichten. Diese Auffassung vertreten zahlreiche tschechische Politiker. Der Verteidigungsausschuss des tschechischen Senats hatte am Mittwoch den Kauf der 24 Düsenjäger abgelehnt. Die Regierung beschloss am Mittwochabend, die Vertragsabschlüsse über den Ankauf der Flugzeuge auf die Legislaturperiode zu verschieben.

Großbritannien möchte mehr junge Arbeiter aus EU-Kandidatenländern

Das britische Innenministerium hat am Mittwoch vorgeschlagen, die gesetzlichen Möglichkeiten für die Arbeitstätigkeit junger Menschen aus den EU-Kandidatenländern zu erweitern. Das Pogramm soll der Einführung der Übergangsfristen für die Freizügigkeit der Arbeitskräfte vorausgehen. Lord Jeff Rocker aus dem Innenministerium erklärte, man wolle damit die freien Stellen auf dem Arbeitsmarkt besetzen und somit die britische Wirtschaft stärken.

Urheber der Terrordrohung gegen Brünner Hochhäuser festgenommen

Die Polizei hat am Mittwoch jenen Mann festgenommen, der am vergangenen Donnerstag mit einem Luftangriff auf einen Hochhauskomplex in der südmährischen Metropole Brno/ Brünn gedroht hatte. Der Mann habe seine Tat zugegeben und sie mit seiner Antipathie gegen die Polizei begründet, verkündete Polizeisprecher Mojmir Popp. Wegen der Terrordrohung waren die Gebäude evakuiert und ergebnislos durchsucht worden, außerdem befand sich die Luftabwehr bis Samstag in erhöhter Bereitschaft.

Studenten müssen sich bei Brünner KP-Chef für Kritik entschuldigen Zwölf Jahre nach der politischen Wende hat ein Gericht in Brno (Brünn) drei frühere Studenten dazu verurteilt, sich bei einem ehemaligen kommunistischen Pädagogen für ihre Kritik zu entschuldigen. Die Jugendlichen hatten dem KP-Chef im November 1989 in einer Petition "Arroganz und Demagogie" vorgeworfen und seine Vorlesungen boykottiert. Nachdem dieser auf Grund der Vorwürfe entlassen worden war, erstattete er Anzeige wegen übler Nachrede. Das Gericht gab nun dem Pädagogen Recht. Man werde das Urteil aber nicht anerkennen, sagte einer der früheren Architektur-Studenten.

EU-Parlament: Tschechien könnte mehr zahlen als bekommen

Gemäß einem Bericht des Haushaltsausschusses des Europaparlaments könnte es passieren, dass einige der jetzigen Kandidatenländer, unter ihnen auch die Tschechische Republik, nach ihrem Beitritt zur Union in die EU-Kassen mehr einzahlen müssten als sie erhalten würden. Ein solches Szenario lehnen die Beitrittskandidaten ab. Deren Außenminister einigten sich vergangene Woche in Warschau auf eine gemeinsame Forderung, nach der die neuen Mitgliedsstaaten finanziell besser gestellt sein sollten als vor ihrem Beitritt. Staaten wie Polen, Ungarn und Tschechien wollen deshalb nicht sofort den vollen Beitrag einzahlen werden, sondern diesen quasi in Raten entrichten.

Ein Drittel der Tschechen gegen Ausländer, drei Viertel mögen keine Roma

Ein Drittel der Tschechen spürt eine Antipathie gegen in Tschechien lebende Ausländer. Rund die Hälfte aller tschechischen Bürger lehnt Menschen mit einer anderen Hautfarbe ab und gar 75% bekennen sich zu ihrer Intoleranz gegenüber den Roma und ebenso gegenüber Alkoholikern und Drogenabhängigen. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes CVVM hervor, deren Ergebnisse am Mittwoch veröffentlicht wurden. Immerhin erklärten sich 80% als tolerant gegenüber Jugendlichen, Behinderten sowie armen Menschen und solchen mit anderen politischen oder religiösen Weltanschauungen.

Temelin erhält Genehmigung zur Auslösung der atomaren Kettenreaktion im zweiten Reaktorblock

Das Staatliche Amt für nukleare Sicherheit erteilt heute dem südböhmischen Kernkraftwerk Temelin die Genehmigung, im zweiten Block des Reaktors die erste atomare Kettenreaktion zu starten. Der Meiler habe alle hierfür nötigen Bedingungen erfüllt, führte das Amt zur Begründung an. Mit der Inbetriebnahme des zweiten Reaktorblocks soll unmittelbar nach der Erteilung der Genehmigung begonnen werden, sagte der Sprecher des Kernkraftwerks, Milan Nebesar.

Amnesty international kritisiert schlechten Schutz der Roma in der Tschechischen Republik

Die Menschenrechtsorganisation amnesty international hebt in ihrem Jahresbericht für das vergangene Jahr hervor, dass die Tschechische Republik Beschuldigungen wegen des schlechten Umgangs mit Gefangenen nur unzureichend nachgehe. Außerdem wird in dem Bericht angeführt, dass Angehörige der Roma-Minderheit, die häufig Zielscheibe von rassistisch motivierter Gewalt seien, von der Polizei häufig nur schlecht geschützt wurden. In dem Jahresbericht, der am Dienstag in London veröffentlicht wurde, kritisiert amnesty allgemein die europäischen Länder für den Umgang mit ethnischen Minderheiten und Ausländern, insbesondere in Österreich, Belgien, Finnland, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und der Schweiz.

Tschechische Rastplätze katastrophal

Schlecht abgeschnitten haben die tschechischen Autobahnraststätten im Rahmen eines vom deutschen Automobilklub ADAC durchgeführten Tests europäischer Rasthöfe. Ergebnis: Sämtliche getestete tschechische Motorrests, wie die Raststätten hier heißen, erhielten die Note mangelhaft bis ungenügend. Positiv beurteilt wurden nur die niedrigen Preise, katastrophal schnitten sie in den Bereichen Hygiene und Freundlichkeit des Personals ab.

Tschechische "U21" Europameister

Europameistertitel für die tschechischen Fußballjunioren. Die tschechische "U21"- Auswahl besiegte im Finale der Europameisterschaft dieser Altersklasse die Auswahl Frankreichs am Dienstagabend in Basel mit 3:1 nach Elfmeterschießen.

Autor: Olaf Barth
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