Nachrichten

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ODS-Chef wurde hospitalisiert

Wegen Schwindel und Gleichgewichtsverlust ist der Chef der Demokratischen Bürgerpartei(ODS) Vaclav Klaus im Prager Krankenhaus Na Homolce hospitalisiert worden. Als Ursache der Beschwerden bezeichneten die behandelnden Ärzte ein Innenohrödem. Der 61-jährige Spitzenpolitiker soll einer Meldung zufolge einige Tage im Krankenhaus bleiben.

Umfrage zu Benes-Dekreten

Drei Viertel der Tschechen vertreten die Ansicht, dass die aus den sogenannten Benes-Dekreten herrührenden Verordnungen weiterhin gelten sollten. Dies geht aus einer im Mai vom Prager Zentrum für Meinungsforschung durchgeführten Umfrage hervor. Ein Viertel der Befragten hatte keine Meinung dazu, ob die Benes-Dekrete, auf deren Grundlage die ca. 3 Millionen zählende sudentendeutsche Minderheit nach dem 2.Weltkrieg aus der Tschechoslowakei ausgesiedelt worden war, rechtsgültig bleiben oder abgeschafft werden sollten. Vier Prozent setzten sich für die Aufhebung dieser Rechtsnormen ein. Aus der Umfrage geht ebenfalls hervor, dass etwa zwei Drittel der Tschechen die Vertreibung der Sudetendeutschen für gerechtfertigt halten, 22 Prozent wiederum befürworten die entgegengesetzte Position.

Sondierungsgespräche in Prag sind wieder in Gang gekommen

Am heutigen Abend treffen sich die Vorsitzenden der sozialdemokratischen Partei(CSSD) und der beiden Parteien der liberalen Koalition zu den ersten Gesprächen zur Bildung einer neuen tschechischen Regierung. Der CSSD-Vorstand übergab am Sonntagabend der Führung der Christdemokraten (KDU-CSL) und der Freiheitsunion-DEU den Entwurf eines Regierungsprogramms, das bei den Gesprächen die wichtigste Verhandlungsgrundlage sein soll. Beide Parteien der Koalition berieten am Nachmittag über das zehnseitige Papier wie auch über Mechanismen, die im Rahmen einer Regierungskoalition garantieren sollten, dass die CSSD ihre Prioritäten nicht mit Hilfe anderer Parteien, namentlich der Kommunisten, durchsetzen würde.

Internationale Geologenkonferenz hat in Prag begonnen

160 Geologen aus 23 Ländern der Welt diskutieren seit diesem Montag in Prag über Erdrutschprobleme und vorbeugende Maßnahmen dagegen. Die erste Konferenz dieser Art in Europa, die in der technischen Universität Prag stattfindet, wurde vom tschechischen Umweltminister Milos Kuzvart eröffnet. Die Konferenzteilnehmer werden u.a. die Stadt Hrensko an der tschechisch-deutschen Grenze besichtigen, wo dieser Tage die Sanierung abrutschender Felsenwände beendet wird.

Tschechische Krone bleibt stark

Heute Mittag hat die Tschechische Krone ihre Position gegenüber dem US-Dollar erneut verstärkt. Mit dem Kurswert 30,90 Kronen für einen Dollar wurde sogar die historische Grenze kurzfristig durchbrochen. Bald danach lag die tschechische Währung wieder dicht unter dem Wert von 31 Kronen für einen Dollar.

Beratungen zum NATO-Gipfel in Prag

Am Dienstag tritt in Prag der Sicherheitsrat des Staates zusammen. Auf dem Programm steht die Auswertung der bisherigen Vorbereitungen für den NATO-Gipfel, der im Herbst dieses Jahres in der tschechischen Hauptstadt stattfinden wird. Die Ratsmitglieder werden ebenfalls über die aktuelle Lage im Hinblick auf die Antiterrormaßnahmen beraten. Dem Pressesprecher der Regierungsbehörde zufolge wird Innenminister Stanislav Gross einen Bericht über die innenpolitische Sicherheit des Staates vortragen.

Tschechische Ärzte helfen in Afghanistan

Tschechische Mediziner des Feldlazaretts, das sich seit dem 24.April in Afghanistan befindet, haben mittlerweile 1 500 Patienten vor Ort behandelt. Davon waren 1 300 Einheimische und 202 Angehörige der in Afghanistan stationierten internationalen ISAF-Einheiten. Unter den Patienten, die sich mit einer Bitte um Hilfe an tschechische Ärzte gewandt haben, befand sich nach Informationen des tschechischen Generalstabs u.a. auch der afghanische Außenminister Abdullah Abdullah. Im tschechischen Feldlazarett sind insgesamt 120 Personen tätig, 36 von ihnen bilden das medizinische Personal.

Treffen der Ministerpräsidenten der Visegrad-Länder

Das bereits früher geplante Gipfeltreffen der Visegrad-Länder auf Ministerpräsidentenebene soll am 29.Juni in der ungarischen Grenzstadt Osztergom zustande kommen. Darauf einigten sich die Regierungsvorsitzenden Tschechiens, Ungarns, Polens und der Slowakei am Rande des EU-Gipfeltreffens in Sevilla. Ihre Verhandlungen werden faktisch nur zum Teil in Ungarn ausgetragen. In der zweiten Hälfte des Treffens werden die Visegrad-Spitzenpolitiker auf das slowakische Donau-Ufer übersetzen, um die Präsidentschaft für das folgende Halbjahr symbolisch an die Slowakei zu übergeben.

Gute Chancen für Jan Kavan als Vorsitzenden der 57.UNO-Vollversammlung

Einer CTK-Meldung zufolge hat der tschechische Außenminister Jan Kavan nach wie vor gute Chancen zum Vorsitzenden der 57.UNO-Vollversammlung , die am 10.September in New York beginnt, gewählt zu werden. Der einzige Rivale bei der Bewerbung um diesen Posten ist Weißrussland, das bisher seinen Kandidaten noch nicht vorgestellt hat. Die tschechische Nachrichtenagentur CTK beruft sich in dieser Meldung auf ungenannte diplomatische Quellen, die unter Einhaltung von Anonymität über große Chancen des tschechischen Politikers gesprochen haben sollen.

Tschechisches Spitzenorchester reist nach Deutschland

Am Mittwoch und Freitag dieser Woche wird die Tschechische Philharmonie auf dem Musikfestival im deutschen Bad Kissingen auftreten. Im ersten Konzert wird das renommierte Orchester, geleitet von Ondrej Kukal, u.a die 5. Symphonie von Petr Tschajkowski und Antonin Dvoraks Violoncello-Konzert mit dem Solisten Alban Gerhardt spielen. Bei dem zweiten Konzert sollen unter der Leitung von Philippe Auguin Werke von Ludwig van Beethoven, Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart erklingen.

Euroregion Elbe/Labe kann auf 10 Jahre erfolgreiche Arbeit zurückblicken

Mit Unterstützung der Europäischen Union ist es der Euroregion Elbe/Labe in den zurückliegenden zehn Jahren ihrer Existenz gelungen, auf der böhmischen Seite nutzbringende Anlagen im Wert von 600 Millionen Kronen zu errichten. Wie der Direktor der tschechischen Abteilung der Euroregion, Vladimír Lipský, heute der Nachrichtenagentur CTK berichtete, gehören zu diesen Anlagen zum Beispiel die modernen Kläranlagen in Decín/Tetschen, Ústí nad Labem/Aussig und Litomerice/Leitmeritz sowie das integrierte Rettungssystem in Teplice/Teplitz. Darüber hinaus sind mehrere neue Radfahrwege und Lehrpfade in der Region entstanden, sagte Lipský.