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Havel und Lahud fordern schnelle Einberufung einer Nah-Ost-Konferenz

Der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern " das war das vordergründige Thema, das der libanesische Präsident Emil Lahúd während seines Besuchs in Tschechien am Donnerstag mit führenden Politikern des Landes erörtert hat. Sowohl mit Staatspräsident Václav Havel als auch mit Vizepremier Vladimír Spidla sprach Lahúd zudem über die bilateralen Beziehungen zwischen beiden Ländern. Wie Havel nach dem Treffen mit seinem libanesischen Gast vor Journalisten erklärte, waren er und Emil Lahúd sich einig darüber, dass es wichtig sei, so schnell als möglich die geplante Nah-Ost-Konferenz mit einer klar abgestimmten Geschäfts- und Arbeitsfolge einzuberufen und dass bei dieser Konferenz die Repräsentanten oder Vertreter der verschiedenen Interessengruppen anwesend sein müssen. Außerdem haben beide Präsidenten, so die Nachrichtenagentur CTK, während ihres Treffens auch über die vor kurzem von US-Präsident George Bush gemachten Äußerungen zur Situation im Nahen Osten gesprochen. Bush hatte hierbei die Bildung eines vorübergehenden palästinensischen Staates unterstützt, die Palästinenser aber gleichzeitig zu demokratischen Reformen ihrer Selbstverwaltung ausgefordert.

Deutsch-tschechische Gespräche über Wahlen und Projekte

Deutsche und Tschechen wollen an diesem Freitag über die Ergebnisse der Wahlen in Tschechien Mitte Juni sowie den aktuellen Stand der Beziehungen zwischen beiden Ländern sprechen. Dies teilte heute die Deutsche Presseagentur unter Berufung auf das deutsche Außenministerium in Berlin mit. Ferner sollen auf der Sitzung des Koordinierungsrates des deutsch-tschechischen Gesprächsforums das weitere Arbeitsprogramm festgelegt sowie Projekte des Gremiums für dieses und nächstes Jahr verabschiedet werden. Die Projekte des Forums werden vom deutsch-tschechischen Zukunftsfonds finanziert.

Studie: Ängste wegen Zustroms auf deutschen Arbeitsmarkt unbegründet

Die Befürchtungen Deutschlands hinsichtlich eines massenhaften Zustroms von Tschechen auf den deutschen Arbeitsmarkt sind nach Ansicht des Prager Ministeriums für Arbeit und Soziales unbegründet. Letzten Endes habe auch die eindeutige Mehrheit der in unmittelbarer Nähe zur deutschen Grenze lebenden Bevölkerung nicht die Absicht, ins Nachbarland zu gehen, sondern sie wolle sich ausschließlich auf dem tschechischen Arbeitsmarkt durchsetzen. Das gehe aus einer im Januar durchgeführten Studie hervor, die von einem Expertenteam für das Ministerium ausgearbeitet wurde, gab die Nachrichtenagentur CTK am Donnerstag bekannt.

Banker sehen eine Intervention gegen Tschechische Krone als verfrüht an

Eine erneute Intervention gegen die Tschechische Krone auf dem Devisenmarkt sieht das Mitglied des Bankenrates der Tschechischen Nationalbank Jan Frait zum jetzigen Zeitpunkt als verfrüht an. Diese Meinung teilte auch der Vizegouverneur der Zentralbank, Oldrich Dedek, auf einer Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag in Prag, auf der beide über die zuvor beendete Tagung des Bankenrates berichteten. Dieser hatte sich zum wiederholten Male mit den Auswirkungen des zugunsten der Tschechischen Krone rapid gestiegenen Wechselkurses zu Dollar und Euro befasst. Die tschechische Währung hatte in den letzten Tagen erneut angezogen und dabei am Donnerstag mit 29,37 Kronen für einen Euro sowie 29,85 Kronen für einen US-Dollar neue Rekordwerte gegenüber den Währungen der EU- und der Vereinigten Staaten erzielt.

Fränkischer Bürgermeister fiel Gewalttat zum Opfer - Leiche entdeckt

Die bayrische und die tschechische Justiz haben offiziell bestätigt, dass der vermisste Bürgermeister der fränkischen Gemeinde Röckingen, Erich Kunder, vermutlich schon unmittelbar nach seinem Verschwinden Anfang März in Westböhmen einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Die tschechische Polizei hatte am Mittwochabend in einem Wald bei Plesna eine Leiche gefunden, die höchstwahrscheinlich die von Kunder ist. Drei tschechische Staatsbürger " zwei Männer und eine Frau " seien unter dringendem Tatverdacht festgenommen worden, teilte der Leitende Oberstaatsanwalt von Ansbach, Ernst Metzger, am Donnerstag in Prag mit. Einer der Männer befände sich in bayerischer Untersuchungshaft, meldete die Deutsche Presseagentur.

ODS-Chef Klaus wurde aus dem Krankenhaus entlassen

Der Vorsitzende der Demokratischen Bürgerpartei (ODS), Václav Klaus, ist am Donnerstag aus dem Prager Krankenhaus "Na Homolce" entlassen worden. In dieses war er am Montag nach einem Schwindelanfall und mit Gleichgewichtsstörungen eingeliefert worden. Nach seiner weiteren Genesung wird Klaus voraussichtlich am 9. Juli die konstituierende Sitzung des neuen Abgeordnetenhauses einberufen und dabei die Funktion des Vorsitzenden an seinen Nachfolger abgeben.

Bei Rogallo-Unfall in Mittelböhmen wurden beide Piloten getötet

Nahe der Gemeinde Zbozicko im mittelböhmischen Bezirk Nymburk ist am Donnerstag ein zweisitziges Rogallo abgestürzt. Beide Piloten wurden bei dem Absturz getötet. Über die Unfallursache konnte die örtliche Polizei bisher keine konkreten Angaben machen. Innerhalb kurzer Zeit ereignete sich damit der bereits zweite Flugunfall mit tödlichem Ausgang in dieser Gegend. Am 1. Juni war bei der Gemeinde Hronetice ein Ultraleichtflugzeug abgestürzt. Der 64- jährige Pilot, der zum Treffen der Ultraleichtflugzeuge nach Nymburk unterwegs war, kam dabei ums Leben.

Versteckte Kameras im öffentlich-rechtlichen Fernsehsender CT entdeckt

In den technischen Abteilungen des öffentlich-rechtlichen Tschechischen Fernsehens sind versteckte Kameras und Mikrophone entdeckt worden. Darüber informierte die Hauptnachrichtensendung des Fernsehsenders Ceska televize (CT) mit dem Hinweis, dass die Kabel von den Anlagen in die Büros des CT- Generaldirektors Jiri Balvin führen. Die Polizei untersucht derzeit, ob die Installierung der versteckten Anlagen einer Straftat gleichkomme. Die Ergebnisse der Untersuchung werden bis Ende nächster Woche erwartet.