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Präsident Havel besucht vom Hochwasser betroffenen Gemeinden

Der tschechische Präsident Vaclav Havel wird am Montag die Stadt Svihov im Landkreis Plzen besuchen. Diese Stadt wurde in diesem Landkreis von der Hochwasserkatastrophe wahrscheinlich am meisten beschädigt. Von dort wird der Präsident dann in die Gemeinde Metly fahren, wo das Hochwasser ungefähr die Hälfte des Dorfes dem Boden gleichgemacht hat. Dies teilte den Journalisten der Landeshauptmann des Landkreises Plzen Petr Zimmermann mit, der den Präsidenten in Svihov begleiten wird. Präsidentensprecher Spacek zufolge wird Vaclav Havel noch weitere zwei Gemeinden besuchen, die ebenfalls bei den Überschwemmungen schwer beschädigt wurden.

Denkmal Terezin ab Montag wieder eröffnet

Das Denkmal Terezin/Theresienstadt im Bezirk Litomerice wird nach dem Hochwasser am Montag wieder geöffnet. Neben des jüdischen Friedhofs werden alle weiteren Pietätsorte des Denkmals für die Öffentlichkeit geöffnet, sagte der Nachrichtenagentur CTK am Sonntag Marie Svobodova vom Denkmal Terezin. Bei dem Hochwasser im August stand in Terezin Wasser bis 1,5 Meter Höhe und verursachte laut ersten Schätzungen Schäden, die 60 Millionen Kronen übersteigen. Hilfe bei der Beseitigung von Schäden versprach auch der US- amerikanische Botschafter in Tschechien Craig Stapelton, der sich in dieser Angelegenheit an die amerikanische jüdische Gemeinde wenden möchte. Am Dienstag soll ein Vertreter der US-amerikanische Botschaft Trockenanlagen, die sowohl für das Denkmal als auch für die Stadt bestimmt sind, in Terezin übergeben.

Schuljahrbeginn am Montag

An die 1,5 Millionen Schüler und Studenten kehren am Montag in Tschechien nach ihren Sommerferien wieder in die Schule. An die fast 100 000 Tausend gehen in die erste Klasse. Dies erfolgt aus den Angaben des Unterrichtsministeriums, die am Sonntag die Nachrichtenagentur CTK erhalten hat. Nicht in allen Schulen beginnt allerdings der Unterricht am Montag. In vielen Gemeinden und Städten, die vom Hochwasser betroffen wurden, wird der Unterricht später beginnen. In der tschechischen Hauptstadt werden dadurch einigen von den 15.000 Schülern, deren Schulen überflutet wurden, ihre Ferien sogar um einige Wochen verlängert.

Außenminister Svoboda fährt am Mittwoch in die Slowakei

Am Mittwoch wird der tschechische Außenminister Cyril Svoboda die Slowakei besuchen. Das Nachbarnland hat Svoboda ursprünglich Mitte August als erstes Land nach seiner Wahl zum Außenminister besuchen, wegen den katastrophalen Überschwemmungen wurde dieser Besuch allerdings verlegt. Mit seinem slowakischen Amtskollegen Eduard Kukan soll Svoboda vor allem über Beziehungen zwischen beiden Ländern der ehemaligen Föderation, über das in Prag stattfindende NATO-Gipfeltreffen sowie über die EU-Erweiterung sprechen.

Spidla: Neue Landespläne sollen helfen

Die tschechische Regierung werde den vom Hochwasser betroffenen Gemeinden bis zu 70 Prozent der Kosten für die Aktualisierung der Landespläne ersetzten. Der tschechische Premier Vladimir Spidla glaubt, dass diese Maßnahme zur Senkung von Schäden bei weiteren möglichen Überschwemmungen beitragen könnte. In den neuen Landesplänen sollten sich die Erfahrungen mit den Überschwemmungen wiederspiegeln, sagte Premier Spidla am Sonntag in einer Diskussionssendung des Privatfernsehens Prima.

Warnung vor Hochwasser in Südböhmen

Zwei Wochen nach den verheerenden Überschwemmungen in Tschechien ist am Sonntag in Südböhmen erneut die höchste Stufe der Hochwasserwarnung ausgerufen worden. Nach heftigen Regenfällen seien im Raum Budweis zahlreiche Bäche über die Ufer getreten, hätten Bahngleise unterspült und Keller überflutet, sagte ein Behördensprecher. Menschen seien jedoch nicht gefährdet. Mit einer Verschärfung der Lage werde nicht gerechnet.