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Im St. Veits-Dom wird der Opfer der Terrorangriffe gedacht

Ein Jahr nach den Terrorangriffen auf New York und Washington wurde am Mittwoch fast auf der ganzen Welt der Opfer vom 11. September 2001 gedacht. Auch in der Tschechischen Republik haben Gedenkveranstaltungen stattgefunden. Die tschechische Regierung hat bei ihrer Tagung in Prag mit einer Schweigeminute der Opfer der Terroranschläge gedacht. Verteidigungsminister Jaroslav Tvrdik und der amerikanische Botschafter in Prag, Craig Stapleton, haben der Opfer der Terrorangriffe auf dem Prager Vitkov-Berg gedacht. Vertreter der tschechischen Feuerwehr haben das Andenken ihrer Kollegen am St. Wenzelsdenkmal auf dem Prager Wenzelsplatz geehrt. Der Opfer der Terrorangriffe wurde am Abend im St. Veits-Dom auf der Prager Burg gedacht. An der Gedenkveranstaltung in der Prager Kathedrale haben auch der Präsident Vaclav Havel und die Vorsitzenden der beiden Parlamentskammern, Lubomir Zaoralek und Petr Pithart teilgenommen. Ein Konzert und eine Gedenkveranstaltung fanden auch in der Kirche St. Salvator statt.

NATO-Generalstabschefs verhandeln in Prag

Genau ein Jahr nach den terroristischen Anschlägen in den USA sind am Mittwoch in Prag die Generalstabschefs der NATO zu zweitägigen Verhandlungen zusammengekommen. Die Verhandlungen betreffen nicht nur die Vorbereitungen des NATO-Gipfels im November in Prag, sondern auch die aktuelle Sicherheitssituation in der Welt.

Bürgerrechtler aus Nordkorea bei Präsident Havel

Präsident Vaclav Havel hat am Mittwoch auf der Prager Burg Bürgerrechtler aus Nordkorea empfangen. Havel, der vor Jahren selber Dissident war, sagte ihnen, dass auch der Widerstand einer kleinen Gruppe von Menschenrechtsverteidigern in einem richtigen Zeitpunkt seine Früchte bringen kann, wenn sich dazu die richtigen historischen Umstände ergeben und das Regime zu zerfallen beginnt. Die CTK informierte darüber der Präsidentensprecher Ladislav Spacek. Die siebenköpfige Gruppe der Gegner des nordkoreanischen kommunistischen Regimes ist auf Einladung der humanitären Gesellschaft "Mensch in Not" nach Prag gekommen. In der Gruppe waren einerseits Aktivisten aus Südkorea, die auf die Verletzung der Menschenrechte im Nachbarland aufmerksam machen und andererseits auch Menschen, die vor einigen Jahren aus dem kommunistischen Korea flüchteten.

Tschechischer Export gesunken

Der Export der tschechischen Güter in die Länder der Europäischen Union ist in den vergangenen sieben Monaten im Vergleich zum vorigen Jahr um drei Prozent gesunken. Der Import ist sogar um 8,5 Prozent gesunken, sagte am Mittwoch der Nachrichtenagentur CTK der Generaldirektor der Agentur Czechtrade Martin Tlapa. Der Rückgang des Exports wurde durch den starken Kurs der Krone und durch die Senkung der Nachfrage in den EU-Ländern verursacht, fügte Martin Tlapa hinzu.

Alle Telefonzentralen wieder im Betrieb

Cesky Telecom hat bereits alle Telefonzentralen, die bei den Überschwemmungen im August beschädigt wurden, in Betrieb gesetzt. In den vom Hochwasser betroffenen Gebieten funktionieren allerdings an die 11 000 Telefonanschlüsse noch nicht. Der Grund dafür sei das beschädigte Netz, sagte der Nachrichtenagentur CTK der Pressesprecher der Cesky Telecom Vladan Crha. Die meisten davon befänden sich in Prag, fügte Crha hinzu.

Haushaltsausschuss des Abgeordnetenhauses unterstützt vorgeschlagene Steueränderungen

Der Haushaltsausschuss des Abgeordnetenhauses hat am Mittwoch den von der Regierung ausgearbeiteten Vorschlag zu Steueränderungen unterstützt. Für die umfassende Vorlage sprachen sich alle Abgeordnete der Regierungsparteien aus, dagegen waren Abgeordnete der ODS und zwei Kommunisten. Über den Vorschlag wird am Donnerstag das Abgeordnetenhaus verhandeln, das sich aufgrund der Hochwasserkatastrophe gegenwärtig im Legislaturnotstand befindet. In den Steueränderungen schlägt die Regierung unter anderem die Erhöhung der Verbrauchssteuer und der Mehrwertsteuer, höhere Steuern für Besserverdienende sowie Steuersenkungen für Firmeneinkünfte vor.