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Premier Nečas dankt kroatischem Amtskollegen für professionelle Hilfe der Rettungskräfte nach schwerem Busunglück

Der tschechische Ministerpräsident Petr Nečas hat seinem kroatischen Amtskollegen Zoran Milanovic für die professionelle Hilfe seiner Landsleute bei der Bergung der Unfallopfer des Busunglücks gedankt, das sich am Samstag auf einer kroatischen Autobahn ereignet hat. Die Insassen des Autobusses waren tschechische Touristen, die auf dem Weg zu ihrem kroatischen Urlaubsziel waren. In einem Telefonat am Montagmorgen dankte Nečas dem kroatischen Premier im Namen der tschechischen Regierung und in seinem persönlichen Namen für die schnelle und umfangreiche Tätigkeit der kroatischen Rettungskräfte, Polizisten, Feuerwehrleute und Mediziner nach dem schweren Unglück. Sie hätten diese Tätigkeit sehr professionell und mit hohem Einsatz durchgeführt, sagte Nečas.

Busunglück: Sondermaschine bringt 24 verletzte Touristen nach Tschechien zurück

Die tschechischen Touristen, die bei einem schweren Busunglück am Samstagmorgen in Kroatien nur leicht verletzt wurden, sind am Sonntag nach Tschechien zurückgekehrt. Eine Sondermaschine der tschechischen Armee brachte 24 leichtverletzte Passagiere des Reisebusses am Sonntagabend nach Prag zurück. Vier weitere tschechische Touristen sind derzeit noch im Krankenhaus der kroatischen Stadt Gospič. Zwei schwer verletzte Mädchen aus dem Reisebus werden in einer Spezialklinik in Zagreb behandelt. Sie seien aber bereits auf dem Wege der Besserung, hieß es am Montagnachmittag aus Zagreb.

Der Reisebus mit 51 Bürgern aus Tschechien an Bord ist am Samstagmorgen bei Sveti Rok aus noch ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abgekommen. Nach dem Durchbrechen der Leitplanken hat sich der Bus überschlagen und wurde schwer zerstört. Bei dem Unglück im Hinterland der Adriastadt Zadar kamen acht Menschen ums Leben. Mehr als 40 Reisende wurden verletzt. Mit dem Bus waren Klienten des Brünner Reisebüros Atlas Adria nach Baška Voda unterwegs.

Busunglück: Kroatische Spezialisten suchen weiter nach Unfallursache

Zur Ermittlung der Unfallursache werden kroatische Spezialisten das Wrack des tschechischen Unglücksbusses erneut untersuchen. Die kroatische Polizei hat bisher noch keine Aufnahmen veröffentlicht von den Verkehrskameras, die bei dem Tunnel in der Nähe des Unfallortes postiert sind. Am Sonntag haben Polizisten jedoch im Krankenhaus in Gospič mit Reisenden gesprochen, die im Moment des Unfalls nicht geschlafen haben. Deren Aussagen könnten bei der Aufklärung der Unfallursache wesentlich helfen, schrieb dazu der kroatische Internetserver novilist.hr.

Opposition fordert: Premier Nečas soll sich zu Kalouseks Vorwürfen in Casa-Causa äußern

In der aktuellen Verschwendungsaffäre, der Causa um die Casa-Flugzeuge für die tschechische Armee, hat die Opposition jetzt mehrere hochrangige Regierungspolitiker zu einer Stellungnahme aufgefordert. Ihrer Meinung nach sollten sich Premier Petr Nečas, Innenminister Jan Kubice und Justizminister Jiří Pospíšil sehr schnell und klar zu den jüngsten Aussagen von Finanzminister Miroslav Kalousek in dieser Causa äußern. Top-09-Vizechef Kalousek hat am Sonntag in einer Fernsehsendung die Arbeit der Kriminalpolizei scharf kritisiert. Nach Meinung von Kalousek seien die Beschuldigungen, die die Polizei gegen seine Parteikollegin, Ex-Verteidigungsministerin Vlasta Parkanová, vorgebracht habe, ein Angriff der Polizei auf das demokratische System. Sollte Nečas zu den Vorwürfen von Kalousek weiter schweigen, dann stehe er in dem Verdacht, mit den Äußerungen des Finanzministers zu sympathisieren und die Aktivitäten der Polizei nicht für gut zu heißen, schrieb Sozialdemokratenchef Bohuslav Sobotka am Montag in einer Erklärung an die Medien.

Die ehemalige Verteidigungsministerin Vlasta Parkanová wird beschuldigt, sie habe kein Gutachten ausarbeiten lassen, auf dessen Grundlage man im Verteidigungsministerium imstande gewesen wäre, einen besseren Preis für den Kauf der Casa-Flugzeuge auszuhandeln. Der Kauf der Maschinen sei daher viel zu teuer gewesen, heißt es. Kalousek stimmt dem Ergebnis der polizeilichen Recherchen indes nicht zu. Der Finanzminister sieht hinter der Beschuldigung seiner Parteikollegin Parkanová nur „bösen Willen“.

Erneut Holzschlag wegen Borkenkäferbefall im Nationalpark Böhmerwald

Holzfäller haben am Montagmorgen im Nationalpark Böhmerwald unweit der Ortschaft Modrava / Mader begonnen, erneut mehrere vom Borkenkäfer befallene Bäume zu fällen. Voriges Jahr haben Umweltschützer den Holzschlag an diesem Ort Tage lang blockiert. In diesem Jahr hatte die Verwaltung des Nationalparks versprochen, die Mehrzahl der vom Borkenkäfer befallenen Bäume ohne Holzschlag vom Schädling zu entsorgen. Stattdessen sollen diese Bäume nur durch das Entrinden vom Borkenkäfer befreit werden. Die Umweltschützer sind vor Ort und beobachten die Situation. Wenn es zu keinem massiven Holzschlag kommt, werden sie das Abholzen nicht blockieren, hieß es. Die Ökoaktivisten haben jedoch vor, die Tschechische Umweltinspektion um eine Überprüfung des Holzschlags zu ersuchen.

EU-Kommission will wegen Holzschlag im Böhmerwald gerichtlich vorgehen

Die EU-Kommission zieht es in Erwägung, sich wegen des Holzschlags im Nationalpark Böhmerwald an ein Gericht zu wenden. EU-Umweltkommissar Janez Potočnik hat Mitte Juni einen Brief nach Prag geschickt, in dem er Fragen zum Holzschlag im Nationalpark stellte. Bislang hat er keine Antwort auf den Brief erhalten. Tschechien habe für die Antwort jedoch keine verbindliche Frist bekommen, da die EU-Kommission bislang noch kein Prozedere wegen der Verletzung von EU-Recht gegen Tschechien eingeleitet hat, sagte Potočniks Sprecher, Joe Hennon, am Montag gegenüber der Presseagentur ČTK. Die EU-Kommission verlange, dass der Holzschlag gestoppt wird, da der Böhmerwald ein bedeutendes Ökosystem in Europa darstelle, so Hennon. Im Böhmerwald gibt es spezifische Tier- und Pflanzenarten. Von daher sei es notwendig, das EU-Recht im Bereich Umweltschutz zu respektieren.

Stadt Cheb will mit Hilfe von Stiftung an Nutzung seines „deutschen“ Waldes partizipieren

Die westböhmische Stadt Cheb / Eger will eine Stiftung gründen, in die die erzielten Erträge aus der Forstwirtschaft des Waldes fließen sollen, der Eigentum der Stadt ist, aber auf deutschem Boden liegt. Der 647 Hektar große Wald wird auch deshalb seit 47 Jahren vom deutschen Staat treuhändisch verwaltet. In den laufenden Verhandlungen mit den deutschen Partnern eröffne sich nun die Möglichkeit, die strikte staatliche Verwaltung des Waldes aufzubrechen. Die Stadt könnte somit erstmals seit Jahrzehnten wieder an den Einnahmen aus der forstwirtschaftlichen Nutzung des Waldes partizipieren, sagte der Bürgermeister von Cheb, Pavel Vanoušek, am Montag vor Journalisten.

Prognose: Obstbauern müssen Einnahmeverluste von 14 Mil. Euro hinnehmen

Die Obsternte in Tschechien wird im Vergleich zum Durchschnitt der letzten fünf Jahre um 22 Prozent geringer ausfallen. Der Grund für diese niedrige Ernte seien die wiederholten Fröste im Frühjahr, sagte der Vorsitzende des tschechischen Obstbauer-Verbandes, Martin Ludvík, am Montag der Presseagentur ČTK. Die Ernte wird in diesem Jahr bei knapp 113.000 Tonnen liegen, wovon rund 92.000 Tonnen Äpfel sind, heißt es in der Ernteprognose vom 15. Juni. Demnach würden die Obstbauern in diesem Jahr umgerechnet 14 Millionen Euro weniger an ihrer Ware verdienen als im Zeitraum der letzten fünf Jahre, ergänzte Ludvík.

Ausstellung über Nachkommen von Božena Němcová in Česká Skalice eröffnet

In der ostböhmischen Stadt Česká Skalice wurde am Sonntag eine Ausstellung über das Schicksal der Nachkommen der Schriftstellerin Božena Němcová eröffnet. Sie dokumentiert das Leben der Familie der Schriftstellerin, ihrer drei Söhne, ihrer Tochter und einiger Enkelkinder. Die Ausstellung ist Bestandteil des Veranstaltungskalenders im laufenden Božena Němcová-Gedenkjahr, erklärte der Leiter des Museums in Česká Skalice, Milan Horký. In diesem Jahr sind 150 Jahre seit dem Tod der Schriftstellerin vergangen, die ihre Kindheit in Ratibořice bei Česká Skalice verbrachte. Die Ausstellung im Stadtmuseum ist bis 12. August zu sehen.

Historische Holzkirche in Třinec-Guty nach Instandsetzung wieder geöffnet

Nach gründlicher Instandsetzung und Sanierung wurde am Sonntag im schlesischen Třinec-Guty die hölzerne Fronleichnamskirche wieder geöffnet. Die Holzkirche aus dem Jahr 1563 hat ein herrliches Interieur und zählt zu den ältesten Sakralbauten im Vorland der Beskiden. Ab nächster Saison soll die Kirche Bestandteil eines Tourismus-Projektes sein, in dessen Rahmen einige der wertvollen Holzkirchen aus der Region vorgestellt werden.

Fußball-Auslosung: Tschechiens Clubs vor lösbaren Aufgaben in CL- und EL-Qualifikation

Im schweizerischen Nyon wurden am Montag die ersten beiden Qualifikationsrunden der neuen Saison zur Champions League (CL) und Europa League (EL) ausgelost. Danach bekommen es die tschechischen Mannschaften durchweg mit Vertretern von Ländern zu tun, die im europäischen Fußball zu den eher krassen Außenseitern gehören. Tschechiens Meister Slovan Liberec trifft in der zweiten Qualifikationsrunde zur Champions League auf den kasachischen Club von Schachtjor Karaganda. In der Qualifikation zur Europa League haben es Viktoria Pilsen und der FK Mladá Boleslav mit Kontrahenten aus Albanien oder Georgien beziehungsweise Irland oder Island zu tun. Teams dieser Länder stehen sich in der ersten Runde gegenüber, die Sieger der beiden Duelle spielen danach gegen die böhmischen Bier- beziehungsweise Autostädter. Die zweite Qualifikationsrunde mit tschechischer Beteiligung wird in der Zeitspanne vom 17. bis 26. Juli ausgetragen.

Das Wetter am Dienstag: wolkenlos bis heiter, 24 Grad

Am Dienstag ist es in Tschechien überwiegend wolkenlos bis heiter, nur vereinzelt treten Schauer auf. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 20 bis 24 Grad Celsius, in Lagen um 1000 Meter erreichen sie nur bis zu 14 Grad Celsius.