Nachrichten Montag, 20. März, 2000

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SENATSPRÄSIDENTIN BENESOVA IN BERLIN

Die Senatsvorsitzende Libuse Benesova reiste am Sonntag nach Berlin, wo sie mit der stellvertrenden Vorsitzenden des Bundestages Antje Vollmer und dem Parlamentsvorsitzenden des Bundeslandes Berlin Reinhard Führer zusammenkommen wird. Sie wird zudem in Berlin eine Konferenz beenden die Arnost Figulus-Jablonsky gewidmet war, der ein Enkel einer der wichtigsten Schulreformatoren Jan Amos Komensky gewesen ist.

TSCHECHISCHE KFOR SOLDATEN AN GRENZE FESTGENOMMEN

Tschechische Soldaten einer KFOR-Untersuchungstruppe, wurden am Samstag abend von Serben freigelassen, nachdem Sie die Demarkationslinie zwischen dem Kosovo und Serbien in der Nähe des Dorfes Merdare überschritten hatten. Laut dem Sprecher der KFOR, Oberstleutnant Henning Philipps, habe die Einheit an der serbischen Grenze im nordöstlichen Teil des Kosovo Dienst gehabt. Im gebirgigen Terrain habe sich die Truppe verirrt und unabsichtlich die Grenze überschritten. Laut Aussage von Oberstleutnant Vladimir Palan vom Generalstab der Tschechischen Armee, seien sie sieben tschechischen Soldaten nach mehreren Stunden am Samstag abend freigelassen worden und seien in guter Verfassung.

HAVEL KANN KRANKENHAUS VERLASSEN

Nach rund einwöchigem Aufenthalt wird Staatspräsident Vaclav Havel an diesem Montag das Prager Militärkarnakenhaus verlassen können. Das Staatsoberhaupt hatte sich am vergangenen Dienstag mit einer fiebrigen Bronchitis und Atembeschwerden in ärztliche Behandlung begeben. Der Sprecher der Präsidentenkanzlei Martin Krafl gab am Sonntag bekannt, dass sich der Präsident gut fühle und das Ergebnis der Abschlussuntersuchung ausgezeichnet sei. Nach der Entlassung müsse der chronisch Lungenkranke jedoch noch einige Tage zu Hause gepflegt werden.

SCHLECHTES WETTER IN TSCHECHIEN

Schneeschmelze und Regen haben in den Regionen Nord-und Westböhmen erneut für Hochwasser geführt. In Nordböhmen stieg der Pegel der Elbe am Sonntag weiter, in Usti nad Labem ist die Verbindungstrasse Prag -Decin wegen Überschwemmung gesperrt worden. In Westböhmen wurde am Fluss Ohre die höchste Stufe der Hochwasserwarnung ausgerufen. Menschen waren aber nicht gefährdet. Im Riesengebirge und im Erzgebirge behinderten Schneeverwehungen den Verkehr, hier waren zahlreiche Strassen nur mit Winterausrüstung befahrbar.