• 24.06.2026

    Tschechien erfüllt drei der vier Kriterien, die nötig sind, um der Eurozone beizutreten und die Gemeinschaftswährung einzuführen. Dies führt die Europäische Kommission in ihrem Konvergenzbericht für 2026 an. Den einzigen Maßstab, den Tschechien demnach nicht einhält, ist die Stabilität des Wechselkurses.

    Positiv schneidet das Land hingegen bei der Konvergenz der langfristigen Zinssätze ab, hinsichtlich der Preisstabilität sowie gesunder öffentlicher Finanzen. In ihrem aktuellen Bericht hat die EU-Kommission insgesamt fünf Mitgliedsländer bewertet, die sich zur Euro-Einführung verpflichtet, sie aber noch nicht umgesetzt haben. Das sind neben Tschechien Ungarn, Polen, Rumänien und Schweden.

  • 24.06.2026

    Der Abschnitt der Autobahn D1 zwischen Říkovice und Přerov ist eines der acht Projekte, die am Dienstag in Tschechien als beste Verkehrsbauten des Jahres ausgezeichnet wurden. Ebenso gehören die neue Fußgängerbrücke in Hluboká nad Vltavou oder das sanierte Wasserwehr in Sudoměřice dazu. Einen Preis bekamen zudem die modernisierten Bahnstrecken Bubny und Výstaviště in Prag.

    Die besten Verkehrsbauten werden in Tschechien schon zum 23. Mal gekürt. Seit 2024 organisiert der Verband der Bauunternehmer (SPS) den Wettbewerb, und die Schirmherrschaft haben das tschechische Abgeordnetenhaus, das Verkehrsministerium sowie die Prager Stadtverwaltung.

  • 24.06.2026

    Die tschechische Umweltorganisation Hnutí Duha (Bewegung Regenbogen) hat Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě) und den Regierungsbeauftragten für Green Deal und Klimapolitik, Filip Turek (parteilos), verklagt. Anlass sind Äußerungen der beiden Politiker, die den guten Ruf der NGO schädigen und die Gesellschaft spalten würden, so die Begründung. Darüber informierte Hnutí Duha am Mittwoch in einer Presseerklärung.

    Die NGO führt an, Macinka habe sich bisher nicht für seine Äußerungen entschuldigt, die Hnutí Duha in die Nähe des Terrorismus rücken würden. Turek wiederum habe die Tätigkeit der NGO mit den Todesopfern der vergangenen Hochwasserkatastrophe in Verbindung gebracht. Der Regierungsbeauftragte reagierte gegenüber der Presseagentur mit der Vermutung, Hnutí Duha wehre sich mit der Klage gegen eine Kürzung der öffentlichen Projektförderung. Macinka sagte am Mittwoch, die NGO wisse schon nicht mehr, wie sie noch auf sich aufmerksam machen könne.

  • 24.06.2026

    Die polnischstämmige Regisseurin Agnieszka Holland bereitet einen Film über das Leben von Marlene Dietrich vor. Dies hat die deutsche Produktionsfirma X Filme Creative Pool laut DPA am Dienstag angekündigt. Demnach soll der Streifen in tschechischer Co-Produktion entstehen.

    Holland ist Absolventin der Filmakademie in Prag. In den vergangenen Jahren hat sie Erfolge mit ihren Arbeiten über den tschechischen Heilkundler Jan Mikolášek sowie über den deutsch-tschechischen Schriftsteller Franz Kafka gefeiert. Der Film über die deutsche Sängerin und Schauspielerin Marlene Dietrich, die zu NS-Zeiten in die USA emigrierte, wird Hollands drittes Biopic.

  • 24.06.2026

    Auch am Donnerstag ist es in Tschechien hochsommerlich warm. Die Sonne scheint, und örtlich zieht leichte Bewölkung auf. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 29 bis 34 Grad.

  • 24.06.2026

    Die Angehörigen von Menschen, die in Tschechien infolge einer Corona-Impfung gestorben sind, können vom Staat eine Entschädigungszahlung für das erlittene Leid einfordern. Dies hat der Oberste Gerichtshof (NSS) in Brno / Brünn durch seine Auslegung des entsprechenden Gesetzes festgestellt. Das Urteil ist seit Mittwoch vorübergehend im Online-Amtsblatt einsehbar, es wird aber erneut vom Bezirksbericht in Prag 2 verhandelt werden.

    Gegen dessen vorheriges Urteil hatte ein Mann Berufung eingelegt, dessen Vater kurz nach der dritten Corona-Impfung an einer Lungenembolie gestorben war. Schon vor zwei Wochen erweiterte der Oberste Gerichtshof Tschechiens den Entschädigungsspielraum für gesundheitliche Spätfolgen einer Corona-Impfung.

  • 24.06.2026

    Dagmar Havlová, die Witwe des früheren tschechischen Staatspräsidenten Václav Havel, hat ihre Zustimmung zur Nutzung seines Namens für die Gedenkbibliothek in Prag zurückgezogen. Dies teilte sie am Dienstag in einer Stellungnahme mit. Darin schreibt Havlová, sie habe das Vertrauen in die Bibliotheksleitung verloren und wolle nicht die Verantwortung tragen für die Art und Weise, wie Havels Name benutzt wird.

    Die Václav-Havel-Bibliothek war 2004 gegründet worden. Sie verwaltet nicht nur den Nachlass, sondern bietet auch Diskussionen und Bildungsangebote an. Seit März 2025 leitet der Ökonom Tomáš Sedláček die Einrichtung und will sie modernisieren. Mitte Mai hat das 17-köpfige Mitarbeiterteam geschlossen gekündigt.

  • 24.06.2026

    Den Wettbewerb als bester tschechischer Eishockeyspieler der Saison hat dieses Jahr Martin Nečas vom US-amerikanischen Klub Colorado Avalanche gewonnen. Damit verwies er David Pastrňák auf den zweiten Platz, der die letzten drei Jahre in Folge gewonnen hatte und insgesamt schon achtmal mit dem „Goldenen Eishockeyschläger“ geehrt worden ist. Die Verkündung der diesjährigen Sieger fand am Dienstag bei einem Galaabend in Prag statt.

    Dabei wurde auch die beste tschechische Eishockeyspielerin ausgezeichnet, nämlich Natálie Mlýnková, die in der nordamerikanischen Universitätsliga im Team aus Minnesota ist. Der „Goldene Eishockeyschläger“ wurde bereits zum 58. Mal vergeben.

  • 24.06.2026

    Der tschechische Autohersteller Škoda hat am Dienstag das Modell seines bisher größten Elektrofahrzeugs vorgestellt. Der SUV Peaq hat sieben Sitze, ist 4,9 Meter lang und soll die ökologische Alternative zum Benziner Kodiaq sein. Die Produktion beginne in diesem Sommer, und die ersten Fahrzeuge sollen um den Jahreswechsel herum an die Kunden ausgeliefert werden, hieß es bei der Präsentation.

    Laut der zugehörigen Pressemitteilung wird der Verkaufspreis des Peaq auf dem tschechischen Markt bei 1,15 Millionen Kronen (47.000 Euro) beginnen. Dies ist der bisher teuerste Pkw im Sortiment von Škoda.

  • 24.06.2026

    Im Rahmen seiner Kompetenzklage hat der tschechische Staatspräsident Petr Pavel beim Verfassungsgericht zusätzlich eine einstweilige Verfügung beantragt, die seine Teilnahme am Nato-Gipfel in Ankara als Mitglied der offiziellen tschechischen Delegation erwirken soll. Dies ergab die Recherche der Presseagentur ČTK. Die Verfügung könnte noch vor dem eigentlichen Urteil des Gerichts erlassen werden, das womöglich nicht mehr vor Beginn des Nato-Gipfels am 7. Juli gefällt werden könnte.

    Am Dienstag reagierte der tschechische Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě) auf die Kompetenzklage mit den Worten, Präsident Pavel habe sich damit für den konfrontativen Weg entschieden. Das Staatsoberhaupt wolle die Regierung ideologisch, programmatisch und politisch austarieren und nehme somit die Rolle des Oppositionsführers ein, sagte Macinka gegenüber Pressevertretern in Prag.

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