• 19.06.2026

    Die Debatte am ersten Tag des EU-Gipfels in Brüssel am Donnerstag hat laut Tschechiens Premier Andrej Babiš (Partei Ano) von Uneinigkeit gezeugt bezüglich möglicher Friedensverhandlungen für die Ukraine. Europa sei nicht in der Lage, sich darauf zu einigen, ob es mit Russland verhandeln wolle und wer verhandeln solle, sagte Babiš am Freitag vor Journalisten.

    Zugleich äußerte der tschechische Regierungschef aber Optimismus, dass der US-amerikanische Präsident Donald Trump im gleichen Boot sei wie Europa. Babiš bezeichnete Trump als einen sehr angenehmen Menschen. Er würde sich nicht vor dem US-Amerikaner fürchten, so der Premier.

  • 19.06.2026

    Die tschechische Polizei hat eine Suchmeldung für den Oberbürgermeister von Karviná, Jan Wolf (parteilos), herausgegeben. Dies berichtete am Freitag das öffentlich-rechtliche Tschechische Fernsehen (ČT). Wolf wird als ehemaliger Vorstandsvertreter des Fußballklubs in der schlesischen Stadt beschuldigt, in einen umfassenden Korruptionsskandal verwickelt u sein.

    Am Montag hatte die Ethikkommission des tschechischen Fußballverbandes (FAČR) den Klub MFK Karviná aus der ersten Liga ausgeschlossen. Wolf bekam ein 12-jähriges Funktionsverbot sowie eine Geldstrafe von drei Millionen Kronen (120.000 Euro). Nach Recherchen der Presseagentur ČTK soll sich der Oberbürgermeister derzeit in einem geplanten Urlaub befinden.

  • 19.06.2026

    Das Prager Stadtparlament hat am Donnerstag dafür gestimmt, dass das Denkmal für den Feldmarschall Radetzky wieder auf den Kleinseitner Ring zurückkehrt. Darum wird nun ein Antrag beim Kulturministerium gestellt auf Übernahme der Originalskulptur, die derzeit im Lapidarium des Nationalmuseums lagert.

    Josef Wenzel Graf Radetzky (1766–1858) war ein böhmischer Adeliger und gilt als einer der besten Heerführer des 19. Jahrhunderts. Sein Denkmal stand 1858 bis 1919 auf dem Kleinseitner Ring. Dort soll es im Rahmen einer umfassenden Sanierung wieder errichtet werden, deren Beginn allerdings noch nicht feststeht.

  • 19.06.2026

    Am Samstag ist es in Tschechien heiß und schwül. Im Tagesverlauf zieht dichtere Bewölkung auf, und vor allem im böhmischen Landesteil gibt es Schauer und teils starke Gewitter. Das Thermometer klettert auf 31 bis 36 Grad.

  • 19.06.2026

    Tschechien wird den Ratifizierungsprozess der Istanbul-Konvention nicht weiterführen. Das Regierungskabinett hat bei seiner Sitzung am Montag dieser Woche die entsprechende Zustimmung der Vorgängerregierung zurückgezogen. Darüber hatte bereits das Online-Portal iRozhlas.cz berichtet, und bestätigt wird dies durch die veröffentliche Regierungsentscheidung.

    Tschechien hat die EU- Konvention zur Bekämpfung von Gewalt an Frauen und von häuslicher Gewalt 2016 unterschrieben. Von den bisher 39 Unterzeichnerstaaten haben sechs das Dokument noch nicht ratifiziert, darunter Ungarn und die Slowakei.

  • 19.06.2026

    Grenzüberschreitende Jugendtreffen, Ausstellungen oder auch Festivals finanziert der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds in diesem Sommer und Herbst. Die neue Reihe des Förderprogramms beinhalte 234 bilaterale Projekte, hieß es am Donnerstag in einer Presseerklärung, die mit dem Titel „Frischer Wind für die deutsch-tschechischen Beziehungen“ überschrieben ist. Unterstützt werden demnach auch Veranstaltungen auf der kommenden Frankfurter Buchmesse, die die Zusammenarbeit der beiden Nachbarländer zum Thema haben.

    In der besagten Förderperiode kommen 1,47 Millionen Euro zum Einsatz. Die Liste aller bewilligten Projekte ist auf der Website des Zukunftsfonds einsehbar.

  • 19.06.2026

    Ein Gericht im kroatischen Split hat am Donnerstag den 33-jährigen Kapitän des Passagierschiffs in U-Haft geschickt, das am Sonntag ein Segelschiff gerammt und zum Sinken gebracht hatte. Dabei waren vier tschechische Segler gestorben und vier weitere ins Krankenhaus gebracht worden. Einem Bericht der Tageszeitung Jutarnji list zufolge streitet der Kapitän die Schuld an der Kollision ab.

    Weiter heißt es, die Ermittler gingen davon aus, dass in dem Katamaran zum Unfallzeitpunkt weder der Radar noch das Warnsystem eingeschaltet gewesen seien. Dem Kapitän wird laut Artikel außerdem vorgeworfen, nicht kontinuierlich auf die Verkehrslage auf See geachtet und sein Tempo nicht angepasst zu haben.

  • 19.06.2026

    Tschechien wird mit seinem Verteidigungshaushalt in diesem Jahr nicht die Vorgabe der Nato erfüllen, mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) zu investieren. Das gab Premier Andrej Babiš (Partei Ano) am Freitag auf Facebook bekannt.

    Zuerst müssten die öffentlichen Finanzen in Tschechien in Ordnung gebracht werden, begründete Babiš die Etatpläne. Er sei aber überzeugt, dass im kommenden Jahr die zwei Prozent des BIP für die Verteidigung erreicht würden, so der Premier.

  • 19.06.2026

    Am Donnerstag sind die Urnen des Schriftstellers Milan Kundera und seiner Ehefrau Věra in dem letzten freien Grab im Ehrenrondell auf dem Zentralfriedhof in Brno / Brünn beigesetzt worden. Wie der Magistrat der Stadt in einer Pressemitteilung schrieb, waren dabei Familienangehörige und Freunde des Ehepaars anwesend sowie auch Vertreter der französischen Botschaft und der Stadtführung.

    Der tschechischstämmige Milan Kundera hatte seit 1975 in Frankreich gelebt und auch die dortige Staatsbürgerschaft angenommen. Er starb am 11. Juli 2023, seine Frau Věra am 13. September 2024. Den Grabstein für das Ehepaar hat der österreichische Architekt Johannes Paar entworfen.

  • 19.06.2026

    Die Regierungschefs der vier Visegrád-Staaten Tschechien, Polen, Slowakei und Ungarn (V4) sind am Donnerstag in Brüssel zu einem kurzen Treffen vor dem EU-Gipfel zusammengekommen. Darüber informierte der ungarische Ministerpräsident Peter Magyar auf X. Ein gemeinsames Foto postete auch der tschechische Premier Andrej Babiš (Partei Ano) mit dem Kommentar „V4 wieder zusammen“.

    Bei dem zweitägigen EU-Gipfel geht es am Donnerstag und Freitag vor allem um den künftigen gemeinsamen Haushalt und die Sicherheitslage. Die V4 würden für ein „stärkeres Zentraleuropa“ zusammenarbeiten, schrieb Magyar nach dem Vierertreffen.

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