• 16.06.2026

    Beim Musikfestival Rock for People, das vergangene Woche von Mittwoch bis Sonntag bei Hradec Králové stattgefunden hat, waren rund 80.000 Menschen. Dies ist ein Anstieg von knapp sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr und der bisherige Besucherrekord in der 31-jährigen Geschichte des Festivals. Darüber informierte eine Sprecherin am Montag.

    An jedem einzelnen Festivaltag waren trotz teilweise heftigen Regens jeweils fast 50.000 Zuschauer anwesend. Programmhöhepunkte waren Auftritte der Bands Gorillaz, Limp Bizkit oder Bring Me the Horizon, zum Konzert von Iron Maiden am Sonntag war auch Staatspräsident Petr Pavel gekommen.

  • 16.06.2026

    Die Ethikkommission des tschechischen Fußballverbandes (FAČR) hat den schlesischen Klub MFK Karviná aus der ersten Liga ausgeschlossen. Die Entscheidung vom Montag wird mit drei Fällen begründet, bei denen in der Vergangenheit Spiele manipuliert worden sind. Der Klub muss außerdem eine Strafe von zehn Millionen Kronen (410.000 Euro) zahlen. Darüber informierte die Ethikkommission auf ihrer Website mit dem Hinweis, dass das Urteil noch nicht rechtskräftig ist.

    Das Verdikt fiel im Rahmen des landesweiten Korruptionsskandals, wegen dem Ende März dieses Jahres 32 Personen beschuldigt wurden. Im Falle von Karviná darf nun der Oberbürgermeister der Stadt und frühere Vorstandsvertreter des Klubs, Jan Wolf, zwölf Jahre lang keine Funktion im Fußball mehr übernehmen und muss drei Millionen Kronen (120.000 Euro) Strafe zahlen.

    (Aktualisierung 13:30:) MFK Karviná gab am Dienstagmittag bekannt, dass er gegen das Urteil der Ethikkommission in Berufung geht.

  • 15.06.2026

    Im Falle der Finanzreform drohen dem Tschechischen Fernsehen (ČT) und dem Tschechischen Rundfunk (ČRo) insgesamt 450 bis 700 Entlassungen. Durch die geplante Überführung der Medienfinanzierung in den Staatshaushalt und die damit verbundenen Budgetkürzungen um etwa 15 Prozent sehen sich beide Intendanten, Hynek Chudárek (ČT) und René Zavoral (ČRo), zu massiven Einsparungen gezwungen.

    Schätzungsweise 300 bis 500 der aktuell 2900 Mitarbeiter des Tschechischen Fernsehens müssten entlassen werden. Voraussichtlich 150 bis 200 der 1350 Mitarbeiter des Tschechischen Rundfunks würden ihren Arbeitsplatz verlieren.

    Die Regierung hat eine entsprechende Gesetzesnovelle zur Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Medien am Montag verabschiedet.

    Als Reaktion auf die drohenden Kürzungen und Entlassungen planen Beschäftigte und Gewerkschaften beider Sender einen Warnstreik am 22. Juni.

  • 15.06.2026

    Tschechien missbilligt das Verhalten und die Handlungen des israelischen Ministers für Nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir. Ihn auf die Sanktionsliste der EU zu setzen, gehe der Tschechischen Republik jedoch zu weit, sagte Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě) beim Treffen der EU-Außenminister am Montag in Luxemburg. Er habe den EU-Partnern bei dem Treffen die tschechische Position erläutert, sagte der Minister.

    Die Tschechische Republik lehnt weitere Sanktionen gegen Israel ab.

  • 15.06.2026

    Die Regierungschefs der Visegrád-Gruppe (Tschechien, Slowakei, Polen, Ungarn) werden sich am Donnerstag, vor Beginn des EU-Gipfels, auf Initiative des neuen ungarischen Ministerpräsidenten Péter Magyar voraussichtlich kurz treffen. Dies gab der tschechische Premier Andrej Babiš (Partei Ano) am Montag bekannt.

    Nach Babišs Aussage werden die Politiker der V4-Gruppe  am Donnerstag gemeinsame Themen wie Energie, den mehrjährigen Finanzrahmen der EU und das Emissionshandelssystem ETS1 erörtern.

    Die Zusammenarbeit zwischen den Visegrád-Ländern hat sich in den letzten Jahren abgeschwächt, vor allem aufgrund unterschiedlicher Ansichten über den Krieg, den Russland seit Februar 2022 gegen die Ukraine führt.

  • 15.06.2026

    Dutzende Menschen haben am Montag vor dem Regierungssitz in Prag gegen die geplante Änderung der Finanzierung des Tschechischen Fernsehens (ČT) und des Tschechischen Rundfunks (ČRo) protestiert. Sie lehnen den Beschluss der Regierung ab, das Rundfunkgebührensystem abzuschaffen und die Finanzierung auf den Staatshaushalt umzustellen. Der entsprechende Vorschlag wurde am Montag vom Kabinett erörtert und gebilligt.

    Laut den Protestierenden ermöglicht diese Änderung den Politikern, Druck auf die öffentlich-rechtlichen Medien auszuüben und deren Arbeit zu beeinflussen. Die Protestkundgebung wurde von den Studentenvereinigungen „Média nedáme“ („Wir geben die Medien nicht her!“) und „Stojíme za kulturou“ („Wir stehen hinter der Kultur“) organisiert.

  • 15.06.2026

    Die tschechische Regierung hat am Montag die Abschaffung der Rundfunkgebühren beschlossen. Künftig sollen die öffentlich-rechtlichen Medien – das Tschechische Fernsehen (ČT) und der Tschechische Rundfunk (ČRo) – direkt aus dem Staatshaushalt finanziert werden. Dies gab Kulturminister Oto Klempíř (parteilos) auf einer Pressekonferenz im Anschluss an die Regierungssitzung bekannt.

    Demnach erhält das TV-Medium ČT staatliche Mittel in Höhe von jährlich 5,7 Milliarden Kronen (ca. 236,1 Millionen Euro). Das ist eine Milliarde Kronen (ca. 41,4 Millionen Euro) weniger, als dem Sender im laufenden Haushaltsjahr zur Verfügung steht. Das Budget für den Rundfunk wird auf 2,065 Milliarden Kronen (ca. 85,6 Millionen Euro) festgesetzt – ein Minus von 350 Millionen Kronen (ca. 14,5 Millionen Euro) im Vergleich zum aktuellen Jahr.

    Laut Premier Andrej Babiš (Partei ANO) kehrt das Finanzierungsvolumen damit auf das Niveau von 2024 zurück, also auf den Stand vor der letzten Erhöhung der Rundfunkgebühren. Kulturminister Klempíř betonte, dass dieser Schritt den Druck auf die Wirtschaftlichkeit und Effizienz der öffentlich-rechtlichen Medien erhöhen werde.

  • 15.06.2026

    Am Dienstag ist es in Böhmen leicht bewölkt, später zunehmend stark bewölkt mit Regen oder Schauern. In Mähren und Schlesien ist es heiter, im Laufe des Tages nimmt die Bewölkung zu, am Abend gibt es vereinzelt Schauer. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 19 bis 24 Grad.

  • 15.06.2026

    Der Bau des Nationalen Onkologiezentrums in Prag wurde Ende Mai abgeschlossen und behördlich genehmigt. Der Komplex vereinigt ambulante und stationäre onkologische Versorgung, diagnostische Abteilungen, Operationssäle und Labore. Zudem bietet er Raum für klinische Studien sowie für die Entwicklung innovativer Therapieverfahren. Dies gab das Bauunternehmen Gemo in einer Pressemitteilung am Montag bekannt. Das neue Zentrum entstand durch die Renovierung des bestehenden Gebäudes und den Anbau eines modernen Erweiterungstrakts.

    Premier Andrej Babiš (Partei Ano) hatte Anfang des Jahres angekündigt, dass das Nationale Onkologiezentrum Ende August für Patienten eröffnet werden soll. Die Baukosten betragen voraussichtlich 4,5 Milliarden Kronen (186 Millionen Euro), die größtenteils durch EU-Fördergelder gedeckt werden.

  • 15.06.2026

    Im Veitsdom auf der Prager Burg wird am Montag die neue Orgel feierlich eingeweiht. Im Rahmen des Festgottesdienstes erklingt am Nachmittag Antonín Dvořáks Messe in D-Dur.

    Dem Ereignis gingen laut Vojtěch Mátl, dem Vorsitzenden des Stiftungsfonds für die Veitsorgel, 14 Jahre intensiver Bemühungen voraus. Tausende Spender beteiligten sich an der nationalen Sammelaktion und brachten über 135 Millionen Kronen (rund 5,59 Millionen Euro) für das neue Instrument auf. Gebaut wurde es in Spanien in der Werkstatt des deutschen Orgelbaumeisters Gerhard Grenzing.

    Im Anschluss an die Einweihung finden sechs Konzerte statt – den Höhepunkt bildet ein live im Fernsehen übertragenes Galakonzert aus dem Dom am 21. Juni.

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