• 15.06.2026

    Die Mendel-Universität in Brno / Brünn (MENDELU) erweitert ihr Bildungsangebot für ältere Menschen im ländlichen Raum. Mit dem Konzept einer „mobilen Seniorenuniversität“ richtet sich die Hochschule an Senioren in kleinen Gemeinden, denen der regelmäßige Weg zum Campus zu beschwerlich ist. Während lokale Partner vor Ort die nötigen Räumlichkeiten bereitstellen, übernimmt die Universität die Organisation sowie die Durchführung der Vorlesungen.

    Ein entsprechendes Pilotprojekt war bereits im März in zwei Gemeinden Südmährens gestartet worden. Bei Interesse soll das Programm im Herbst fortgesetzt und ausgeweitet werden. Angeboten werden Kurse aus dem Pflanzenbau sowie zu modernen Technologien und künstlicher Intelligenz.

  • 15.06.2026

    Die nächtlichen Angriffe auf ukrainische Kulturstätten – darunter das orthodoxe Kiewer Höhlenkloster – offenbaren nach Ansicht des tschechischen Staatspräsidenten Petr Pavel die „pure Verzweiflung und Barbarei“ Russlands. Dies erklärte das Staatsoberhaupt am Montag auf der Plattform X.

    Russland zerstöre gezielt, was es selbst niemals besitzen könne, so Pavel. Der Präsident sprach den Familien der Opfer sein tiefes Beileid aus. Zugleich rief er zu einer entschlossenen Unterstützung der Ukraine auf, insbesondere durch die Verhängung weiterer Sanktionen gegen Moskau.

  • 15.06.2026

    Der tschechische Premier Andrej Babiš (Partei Ano) begrüßt das Abkommen zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Krieges mit Vorsicht. In seiner Stellungnahme für die Presseagentur ČTK schrieb er, bis zur Unterzeichnung liege noch ein Weg vor ihnen. Er hoffe, dass die Bedingungen erfüllt werden, der Konflikt endlich ein Ende finde und die Lage im Nahen Osten sich wieder normalisiere, so der tschechische Regierungschef.

    Die USA und der Iran hatten die Einigung zu dem Abkommen am Sonntagabend bekanntgegeben. Es soll am Freitag unterzeichnet werden.

  • 15.06.2026

    Beim Zusammenstoß eines Segelboots und eines Passagierschiffs in Kroatien sind am Sonntag drei Tschechen ums Leben gekommen. Dies teilte Štěpán Šantrůček von der tschechischen Botschaft in Zagreb dem Tschechischen Rundfunk kurz darauf mit. Am Montag stieg die Zahl der Todesopfer auf vier, nachdem kroatische Taucher die Leiche eines weiteren Vermissten aus der Kabine der versunkenen Yacht geborgen hatten.

    Vier weitere Tschechen, die sich zum Unfallzeitpunkt an Bord befanden, wurden ins Krankenhaus gebracht. Ihr Zustand ist nicht lebensbedrohlich.

    Der Unfall ereignete sich gegen 11.30 Uhr in der Meerenge zwischen den Inseln Brač und Šolta nahe der Adria-Stadt Split. Nach Angaben des kroatischen Ministeriums für Meer, Verkehr und Infrastruktur sank das Segelboot nach der Kollision mit einem regulären Linienschiff mit 125 Menschen an Bord.

    Die Ursache des Schiffsunglücks ist bislang noch unklar.

  • 14.06.2026

    Achtzig Prozent der Menschen in Tschechien halten den Streit zwischen der Regierung und dem Staatspräsidenten Petr Pavel um die Teilnahme an internationalen Treffen für ein Problem. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Kantar im Auftrag des öffentlich-rechtlichen Tschechischen Fernsehens (ČT) durchgeführt hat. Mehr als die Hälfte der Befragten sprach sich dafür aus, dass Regierung und Staatsoberhaupt über dessen Teilnahme an wichtigen internationalen Beratungen gemeinsam entscheiden sollten.

    Zwischen Pavel und dem Kabinett von Premier Andrej Babiš (Partei Ano) gibt es seit mehreren Wochen Ungereimtheiten über die Zusammensetzung der tschechischen Delegation beim Nato-Gipfel im Juli in Ankara. Pavel besteht auf seine Teilnahme, die Regierung lehnt dies ab.

  • 14.06.2026

    Am Montag ist es in Tschechien mal mehr, mal weniger bewölkt. Im Norden und Nordosten kann es vereinzelte Schauer geben. Zum Abend hin wird es überall freundlicher. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 17 bis 21 Grad, in Südmähren bei 24 Grad.

  • 14.06.2026

    Die staatliche Arbeitsinspektion (SÚIP) hat im vergangenen Jahr 2484 Fälle illegal beschäftigter Personen in Tschechien aufgedeckt. Das waren 550 mehr als noch im Jahr zuvor, was einen Anstieg von 28 Prozent bedeutet. Dazu erschien am Freitag eine SÚIP-Pressemitteilung.

    Demnach wurden 2025 insgesamt 21.146 Kontrollen durchgeführt, von denen sich 6278 auf illegale Beschäftigungen bezogen. In diesem Zusammenhang hat die Behörde Geldstrafen in einem Gesamtwert von über 134 Millionen Kronen (5,5 Millionen Euro) verhängt.

  • 14.06.2026

    Das Stadtparlament von Žďár nad Sázavou hat ein gemeinsames Memorandum mit dem tschechischen bewilligt, das den Bau einer Multifunktionshalle mit einer Eisschnelllaufbahn vorsieht. Die Abstimmung am Donnerstag verlief einstimmig. Die Sporthalle soll den Plänen zufolge vor allem Spitzensportlern dienen. Für die Vorverhandlungen mit den Stadtvertretern war in der vergangenen Woche Premier Andrej Babiš (Partei Ano) in Žďár nad Sázavou gewesen.

    Die finale Entscheidung über den Neubau liege nun beim Staat, ließ Bürgermeister Martin Mrkos (Stan) verlauten. Die Risikostudie wird seinen Worten zufolge bis 10. Juli vorliegen.

  • 14.06.2026

    Die tschechische Ministerin für Regionalentwicklung, Zuzana Mrázová (Partei Ano), ist vergangenes Wochenende im nordböhmischen Bílina verbal und tätlich angegriffen worden. Darüber informierte die Polizei erst am Freitag auf X. Demnach wurde bei dem Vorfall niemand verletzt.

    Die mutmaßliche Täterin ist eine 44-jährige Frau. Ein politisches Motiv schließt die Polizei aus. Mrázová, die vor ihrem Amt im Regierungskabinett Bürgermeisterin von Bílina war, wollte den Überfall auf Nachfrage der Presseagentur ČTK nicht kommentieren. Sie lasse der Polizei jetzt den nötigen Raum für Ermittlungen, so die Ministerin, die zudem den professionellen Eingriff würdigte.

  • 14.06.2026

    In Tschechien ist der Bau von drei modularen Reaktoren in Vorbereitung. Sie sollen im südböhmischen Temelín, im ostmährischen Dětmarovice und im westböhmischen Tušimice entstehen. Dies sagte der Vizepremier und Minister für Industrie und Handel, Karle Havlíček (Partei Ano), am Donnerstag gegenüber der Presseagentur ČTK.

    Tschechien habe die Ambition, Teil der internationalen Zuliefererkette zu sein, so Havlíček. Deswegen handle es sich bei den Mini-AKWs nicht um ein nationales, sondern ein gesamteuropäisches Projekt. Der Minister war am Donnerstag gemeinsam mit Premier Andrej Babiš (Partei Ano) in Plzeň / Pilsen zu Besuch bei dem Unternehmen Škoda JS, das Komponenten für Atomenergie herstellt und exportiert.

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