• 25.05.2026

    In Prag hat am Sonntag das Festival für Roma-Kultur Khamoro begonnen. Es bietet sieben Konzerte von Musikern unterschiedlicher Genres und rund zwei Dutzend weitere Veranstaltungen. Den Höhepunkt bildet ein Galaabend im Prager Club SaSaZu am Samstag.

    Das Roma-Festival wird seit 1999 von der NGO Slovo 21 veranstaltet. Jährlich werden rund 10.000 Besucher gezählt. Die Schirmherrschaft über den aktuellen Durchgang hat Tschechiens Staatspräsident Petr Pavel übernommen.

  • 25.05.2026

    Der Leiter des tschechischen Inlandsnachrichtendiensts BIS, Michal Koudelka, hat sich am Montag zur Festnahme eines mutmaßlichen chinesischen Spions im Januar geäußert. Das harte Vorgehen Tschechiens habe laut Koudelka bewiesen, dass man hierzulande bereit sei, Gegner konsequent zu verfolgen. Zugleich habe die Aktion eine symbolische Bedeutung. Denn zu einem derart entschiedenen Handeln und einer anschließenden strafrechtlichen Verfolgung sei nur eine Handvoll Länder bereit, so Koudelka am Montag bei einer Sicherheitskonferenz im Abgeordnetenhaus in Prag.

    Der chinesische Staatsbürger soll vor seiner Festnahme im Januar mehrere Jahre lang als Journalist getarnt in Tschechien tätig gewesen sein. Die Ermittlungen gegen ihn fallen unter ein neues Gesetz zu Spionagetätigkeiten, das zum ersten Mal angewandt wurde. Derzeit ist der verdächtige Mann in Untersuchungshaft.

    Koudelka äußerte sich bei der Konferenz am Montag auch zum Iran-Krieg. Dass die Nato-Staaten dahingehend nicht geschlossen auftreten, sende kein gutes Signal, so der Geheimdienstchef. Hinsichtlich des russischen Krieges gegen die Ukraine betonte Koudelka, dem Rest Europas würden derzeit keine vergleichbaren Angriffe drohen. Denkbar sei aber ein russischer Angriff auf eines der Nato-Länder im Baltikum, um die Reaktionsfähigkeit des Verteidigungsbündnisses zu testen.

  • 25.05.2026

    Mit einem Gedenkakt für die Opfer des Nationalsozialismus ist am Montagmorgen vor dem Kaunitz-Wohnheim in Brno / Brünn der Sudetendeutsche Tag zu Ende gegangen. Auch der letzte Programmpunkt der Zusammenkunft wurde von Protesten begleitet. Laut Informationen der Presseagentur ČTK handelte es sich um einige Dutzend Demonstranten.

    Der Sudetendeutsche Tag fand in diesem Jahr erstmals in Tschechien statt. Im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk sagte Bernd Posselt, der Bundesvorsitzende der Sudetendeutschen Landsmannschaft, dass die Zusammenkunft künftig abwechselnd in Tschechien und in Deutschland ausgerichtet werden könnte. Ein entsprechendes Angebot gebe es etwa aus Cheb. 2027 soll das Treffen aber in Nürnberg stattfinden.

  • 25.05.2026

    Das Tschechische Fernsehen (ČT) wird gegen seinen einstigen Moderator Václav Moravec eine Vertragsstrafe geltend machen. Dieser habe gegen die vertraglich festgelegte Wettbewerbsklausel verstoßen, teilte am Sonntag ein Sprecher der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt mit.

    Moravec hatte im März sein Ende als Moderator beim Tschechischen Fernsehen bekanntgegeben. Vergangene Woche lancierte er ein eigenes Medienprojekt, das unter der Marke Moravec.cz unter anderem Interviews zu aktuellen politischen Fragen anbietet. Dass er damit gegen vertragliche Abmachung verstoße, wies Moravec zurück.

  • 25.05.2026

    In der Prager Innenstadt haben am Sonntagnachmittag mehrere Tausend Menschen für die öffentlich-rechtlichen Medien demonstriert. Sie sprachen sich gegen die Medienreform der Regierung aus und kritisierten die geplante Abschaffung der Gebühren für das Tschechische Fernsehen (ČT) und den Tschechischen Rundfunk (ČRo). Zugleich wurde der Rücktritt von Kulturminister Oto Klempíř (parteilos) gefordert.

    Eine große Demonstration für die Medienfreiheit hatte es bereits Anfang Mai in Prag gegeben, vergangene Woche gab es Aktionen in den tschechischen Kreisstätten. Der Protestmarsch am Sonntag begann auf dem Altstädter Ring, anschließend zogen die Menschen vor das Regierungsamt auf der Kleinseite. Laut den Veranstaltern von der Organisation Milion chvilek pro demokracii (Eine Million Augenblicke für die Demokratie) nahmen über 10.000 Personen an der Demonstration teil. Die Polizei veröffentlichte keine Angaben zur Teilnehmerzahl.

  • 24.05.2026

    Der tschechische Staatspräsident Petr Pavel hat am Sonntagnachmittag den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) an seinem Amtssitz auf der Prager Burg empfangen. Nach dem Treffen gab es keine Presseerklärung. Über X schrieb Söder indes, Bayern und Tschechien hätten in den vergangenen Jahren ein neues Kapitel der Zusammenarbeit aufgeschlagen, die weiter intensiviert werden solle. Als Bereiche der Kooperation strich der bayerische Ministerpräsident Bildung, Wissenschaft und Verkehr heraus. Vor der Zusammenkunft mit Pavel hatte Söder beim Sudetendeutschen Tag in Brno / Brünn eine Rede gehalten. Das Treffen der Vertriebenen findet erstmals in seiner 76-jährigen Geschichte auf tschechischem Boden statt. Pavel hat die Schirmherrschaft über das Festival Meeting Brno übernommen, in dessen Rahmen der Sudetendeutsche Tag ausgerichtet wird.

    Am Sonntagmittag hatte der tschechische Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě) bereits Pavels Aktionen kritisiert. Er sei verwundert, dass sich der Staatspräsident so engagiere und Söder empfange, sagte der Minister in der neuen politischen Talkshow des früheren Fernsehmoderators Václav Moravec. Macinka merkte an, dass der bayerische Ministerpräsident eigentlich unter „der Gewichtsklasse“ eines Staatspräsidenten liege. Pavels Schirmherrschaft für das Festival Meeting Brno bezeichnete der Außenminister als politisch unsensibel.

    Autor: Till Janzer
  • 24.05.2026

    Mehrere Tausend Menschen haben am Sonntagnachmittag auf dem Dominikanerplatz in Brno / Brünn gegen den Sudetendeutschen Tag protestiert, der an diesem Pfingstwochenende erstmals auf tschechischem Boden ausgerichtet wird. Bei der Kundgebung sprachen unter anderem Ex-Staatspräsident Miloš Zeman, Kommunistenchefin Kateřina Konečná und der slowakische Europaabgeordnete Ľuboš Blaha (Smer-SD). Zeman verwies in seiner Rede unter anderem darauf, dass Sudetendeutsche am nationalsozialistischen Terror im sogenannten „Protektorat Böhmen und Mähren“ beteiligt waren.

    An der Kundgebung nahmen laut einem Sprecher der tschechischen Polizei etwa 2500 Menschen teil, ein Vertreter des Stadtbezirks Brünn-Mitte sprach von 4000 Demonstrierenden.

    Die Polizei nahm am Sonntag einen jungen Mann fest, der auf den Sozialen Medien den Teilnehmern des Sudetendeutschen Tages gedroht hatte. Der 25-Jährige aus Ústí nad Labem hatte behauptet, mit Pflastersteinen werfen zu wollen.

    Autor: Till Janzer
  • 24.05.2026

    Bei der Hauptkundgebung des Sudetendeutschen Tages in Brno / Brünn am Sonntag sind unter anderem der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und der Bundesvorsitzende der Sudetendeutschen Landsmannschaft, Bernd Posselt, aufgetreten. Söder bezeichnete die Ausrichtung des Treffens der Vertriebenen in Tschechien als historischen Moment und sprach von einem „Tag der Hoffnung“.

    Die Landsmannschaft ehrte bei der zentralen Veranstaltung den tschechischen Ex-Politiker, Schriftsteller und ehemaligen Dissidenten Milan Uhde mit ihrer höchsten Auszeichnung, dem Karlspreis. Uhde dankte in einer kurzen Ansprache auf Deutsch. Posselt merkte an, dass der Schriftsteller mit seinem Werk zur Verständigung zwischen Tschechen und Sudetendeutschen beigetragen habe.

    Autor: Till Janzer
  • 24.05.2026

    Am Montag ist es in Tschechien nach wolkigem Tagesbeginn meist sonnig. Es ist weiterhin sommerlich warm bei Tageshöchstwerten zwischen 25 und 29 Grad.

    Autor: Till Janzer
  • 24.05.2026

    Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě) will der Regierung vorschlagen, die Entscheidung über die Besetzung der tschechischen Delegation für den Nato-Gipfel in Ankara zeitlich nach hinten zu schieben. Macinka begründete dies mit einem Treffen der Verteidigungsminister des Bündnissystems, das Mitte Juni stattfinde und bei dem erst das Programm des Gipfels festgelegt werde. Die Regierung solle deswegen bis nach dem Treffen warten, so der Minister am Sonntag in der neuen politischen Talkshow des früheren Fernsehmoderators Václav Moravec.

    Premier Andrej Babiš (Partei Ano) hatte diese Woche gegenüber Journalisten angekündigt, dass die Entscheidung über die Zusammensetzung der tschechischen Delegation am 8. Juni fallen solle. Vor allem geht es um die Frage, ob Staatspräsident Petr Pavel die Delegation anführen darf, wie dieser selbst gefordert hat. Babiš hatte zuletzt jedoch abgelehnt, Pavel zum Nato-Gipfel mitzunehmen, ohne aber eine endgültige Entscheidung zu verkünden.

    Autor: Till Janzer

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