• 26.05.2026

    Der tschechische Internetkonzern Seznam.cz hat im vergangenen Jahr seinen Umsatz leicht erhöht. Das Ergebnis stieg um 3,7 Prozent gegenüber 2024 und lag bei der Rekordsumme von 6,45 Milliarden Kronen (266 Millionen Euro). Dies gaben Vertreter der Firma am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Prag bekannt.

    Der Gewinn von Seznam.cz sank im Jahresvergleich indes um 11,2 Prozent auf 1,33 Milliarden Kronen (55 Millionen Euro). Als Grund für den Gewinnrückgang wurden umfassende Investitionen in die Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen genannt.

    Autor: Till Janzer
  • 26.05.2026

    Die tschechischen Eishockeyspieler haben sich um die Möglichkeit gebracht, ihre Vorrundengruppe bei der Weltmeisterschaft in der Schweiz zu gewinnen. Am Montag mussten sie in ihrem sechsten WM-Spiel die zweite Niederlage hinnehmen. Mit 1:4 zogen die Schützlinge von Radim Rulík den Kürzeren gegen Norwegen. Die Partie wurde in Fribourg ausgetragen.

    Tschechien liegt in der Gruppe B nun auf dem dritten Platz hinter den punktgleichen Norwegern. Im abschließenden Vorrundenspiel treffen die Tschechen am Dienstagabend auf Tabellenführer Kanada.

    Autor: Till Janzer
  • 26.05.2026

    Die tschechische Regierung hat die Entscheidung über das neue Gesetz über die öffentlich-rechtlichen Medien vertagt. Erst Mitte Juni solle über die Novelle entschieden werden, sagte Kulturminister Oto Klempíř (parteilos) am Montag nach der Kabinettssitzung gegenüber Journalisten. Der Grund sind demnach die zahlreichen Anmerkungen anderer Ressorts zu der Vorlage.

    Außerdem soll das Gesetz enger gefasst werden, als dies zunächst angedacht war. Man wolle sich in der Novelle vorrangig auf die Abschaffung der Rundfunkgebühren konzentrieren, sagte der Vorsitzende der Rechtsaußenpartei „Freiheit und direkte Demokratie“ (SPD) und Abgeordnetenhauschef, Tomio Okamura. Stattdessen sollen die bestehenden Gesetze über den Tschechischen Rundfunk (ČRo) und das Tschechische Fernsehen (ČT) weiter ihre Gültigkeit behalten, hieß es. Nach wie vor rechnet die Regierung laut Klempíř und Okamura für Beginn kommenden Jahres mit der Abschaffung der Rundfunkgebühren und einer Finanzierung der Öffentlich-Rechtlichen aus dem Staatshaushalt.

    Autor: Till Janzer
  • 25.05.2026

    Mehrere Abgeordnete der tschechischen Regierungsparteien haben am Montag den Vorschlag für eine Gesetzesänderung im Parlament eingereicht, durch welche Senioren im Alter von über 75 Jahren künftig keinen Rundfunkbeitrag mehr zahlen müssten. Von den Abgaben für die öffentlich-rechtlichen Medien würden auch Unternehmen befreit werden, die bis zu 50 Mitarbeiter beschäftigen – derzeit liegt die Obergrenze bei 24 Angestellten.

    Ausgearbeitet wurde der Entwurf unter anderem von Patrik Nacher (Partei Ano), Tomio Okamura („Freiheit und direkte Demokratie“, SPD) und Filip Turek (Ehrenvorsitzender der Partei Motoristé sobě). Der Vorschlag war bereits seit Langem angekündigt worden.

    Mehrere Oppositionspolitiker kritisierten das Vorhaben am Montag. Der ehemalige Kulturminister Martin Baxa (Bürgerdemokraten) sprach von einem weiteren Schlag gegen die öffentlich-rechtlichen Medien in Tschechien. Der Stan-Vorsitzende Vít Rakušan merkte an, die Regierung wolle die Öffentlich-Rechtlichen schnellstmöglich unter Druck setzen.

    Tschechiens Kulturminister Oto Klempíř hatte unlängst auch eine umfassende Medienreform vorgestellt. Diese sieht vor, die Gebühren für den Tschechischen Rundfunk und das Tschechische Fernsehen ganz abzuschaffen und die beiden Anstalten künftig aus dem Staatshaushalt zu finanzieren. Der Plan hatte für große Kritik und Proteste gesorgt.

  • 25.05.2026

    Der russisch-orthodoxe Geistliche Hilarion wurde aufgrund des Transports illegaler Substanzen in Tschechien festgenommen. Darüber informierte am Montag der Telegram-Kanal des Bischofs. Hilarion sehe in dem Vorgehen eine Provokation, hieß es.

    Eine Sprecherin der tschechischen Polizei teilte der Presseagentur ČTK mit, man habe am Sonntagabend an einer Tankstelle ein Fahrzeug aufgehalten, in dem drei Tütchen mit einer unbekannten weißen Substanz gefunden wurden. Bisher seien gegen niemanden Ermittlungen eingeleitet worden, hieß es. Der Kreml gab am Montag bekannt, derzeit keine Informationen zu dem Fall zu haben.

    Hilarion, der mit bürgerlichem Namen Grigori Alfejew heißt, war von 2009 bis 2022 Leiter des Außenamtes des Patriarchats von Moskau. Er galt als einer der möglichen Nachfolger des Patriarchen Kyrill. Nachdem er seines Amtes entbunden wurde, wurde er Leiter der orthodoxen Diözese von Budapest und Ungarn. Weil allerdings Missbrauchsvorwürfe und Kritik am ausschweifenden Lebensstil des Bischofs aufkamen, wurde Hilarion 2024 nach Karlovy Vary / Karlsbad versetzt.

  • 25.05.2026

    In Tschechien dürfte es künftig strengere Regeln für Geflüchtete aus der Ukraine geben. Ein Paket mit entsprechenden Änderungen wurde am Montag von der Regierung in Prag verabschiedet. Nun soll im Abgeordnetenhaus darüber verhandelt werden.

    Vorgesehen ist unter anderem, dass Menschen mit vorübergehendem Schutzstatus künftig nur dann humanitäre Hilfsgelder beziehen können, wenn sie angestellt oder selbstständig sind oder sich beim Arbeitsamt registriert haben. Im jeweiligen Monat, für den die Gelder ausgezahlt werden, müssen sie sich mindestens 16 Tage in Tschechien aufhalten. Menschen, die länger als 30 Tage außerhalb des Schengenraums verweilen, soll der Schutzstatus aberkannt werden.

    Vergangene Woche waren in Tschechien über 386.000 Personen mit vorübergehenden Schutzstatus registriert.

  • 25.05.2026

    Die Regulierung der Treibstoffpreise in Tschechien wird auch im Juni fortgesetzt. Darüber informierte Finanzministerin Alena Schillerová (Partei Ano) am Montag im Netzwerk X.

    Tschechien hatte im April begonnen, die Preise für Benzin und Diesel zu deckeln. Grund war die hohe Preissteigerung für die Kraftstoffe durch den Krieg im Iran.

  • 25.05.2026

    Das Interesse an den tschechischen Staatsanleihen ist wesentlich größer als erwartet. Wie Finanzministerin Alena Schillerová (Partei Ano) am Montag im Netzwerk X informierte, gibt es bisher Anmeldungen für Anleihen im Gesamtwert von 44,3 Milliarden Kronen (1,8 Milliarden Euro). Ursprünglich wurde nur mit einem Emissionsvolumen von 20 Milliarden Kronen (836 Millionen Euro) gerechnet. Das Finanzministerium will die Staatsanleihen weiterhin bis zum Ende der Zeichnungsfrist am 28. Juni anbieten. Anschließend müssen sie bis zum 7. Juli bezahlt werden.

    Die Staatsanleihen werden seit Mitte Mai angeboten. Möglich sind Investitionen im Bereich von 1000 Kronen (41 Euro) bis zu drei Millionen Kronen (123.000 Euro). In der Vergangenheit gab es bereits mehrfach die Möglichkeit für tschechische Bürger, Staatsanleihen zu erwerben; das erste Mal 2011.

  • 25.05.2026

    Das sommerliche Wetter in Tschechien hält weiter an: Auch am Dienstag gibt es einen wolkenlosen Himmel. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen 27 bis 32 Grad.

  • 25.05.2026

    In Prag hat am Sonntag das Festival für Roma-Kultur Khamoro begonnen. Es bietet sieben Konzerte von Musikern unterschiedlicher Genres und rund zwei Dutzend weitere Veranstaltungen. Den Höhepunkt bildet ein Galaabend im Prager Club SaSaZu am Samstag.

    Das Roma-Festival wird seit 1999 von der NGO Slovo 21 veranstaltet. Jährlich werden rund 10.000 Besucher gezählt. Die Schirmherrschaft über den aktuellen Durchgang hat Tschechiens Staatspräsident Petr Pavel übernommen.

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