• 13.02.2026

    Tschechien wird bei der Sicherheitskonferenz in München, die am Freitag beginnt, von Staatspräsident Petr Pavel, Verteidigungsminister Jaromír Zůna (parteilos) und Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě) vertreten. Macinka werde beim Panel „Die Kluft im Westen: Was bleibt von den allgemeinen Werten“ auftreten, informierte sein Ministerium in Prag. Weitere Redner sind demnach Macinkas polnischer Amtskollege Radosław Sikorski sowie die ehemalige US-Außenministerin Hillary Clinton.

    Zudem wurde angekündigt, dass der tschechische Diplomatiechef die Konferenz in München zu einer Reihe von bilateralen Gesprächen nutzen werde. Geplant sind Treffen mit den Außenministern unter anderem aus Österreich, Argentinien, Indien oder China. Als wichtigen Programmpunkt betrachte Macinka außerdem Beratungen mit dem deutschen Innenminister Alexander Dobrindt, hieß es in der Mitteilung.

  • 13.02.2026

    Der tschechische Premier Andrej Babiš (Partei Ano) hat am Donnerstag beim informellen EU-Gipfel in Belgien mehrfach das Thema Emissionshandel zur Sprache gebracht. Dabei kritisierte er die hohen Preise sowie die Spekulationen mit CO2-Zertifikaten an der Börse. Nach der Zusammenkunft sagte Babiš der Presse, dass er für eine Änderung des Emissionshandelssystems kämpfen werde.

    Früheren Vorhersagen der Europäischen Kommission zufolge hätte der Preis für eine Tonne Kohlenstoffdioxid (CO2) im Jahr 2025 bei 26,50 Euro liegen sollen. Babiš führte am Donnerstag an, dass ein solches Zertifikat im Januar dieses Jahres für durchschnittlich 85 Euro gehandelt worden sei. Zudem äußerte er, dass Banken und Spekulanten mit den Zertifikaten an der Börse Geld verdienten, während die europäische Industrie bankrottgehe.

    Eine Reform des EU-Emissionshandels fordern auch Deutschland, Italien, Österreich, die Slowakei, Polen und Ungarn.

  • 12.02.2026

    Die Veterinärmediziner haben den ersten Vogelgrippefall des Jahres in einer tschechischen Großzucht bestätigt. Es handelt sich um eine Entenfarm mit 6800 Tieren in der ostböhmischen Gemeinde Kosičky. Sie müssen nun alle am Freitag gekeult werden.

    Zuvor war die Vogelgrippe seit dem Jahreswechsel bereits in elf kleineren, nicht-kommerziellen Zuchten festgestellt worden.

    Autor: Till Janzer
  • 12.02.2026

    Die Privathaushalte in Tschechien haben im vergangenen Jahr im Schnitt 8897 tschechische Kronen (367 Euro) im Monat an Wohnkosten ausgegeben. Dies entsprach rund 16 Prozent des Netto-Durchschnittseinkommens je Haushalt, wie das Tschechische Statistikamt (ČSÚ) am Donnerstag bei einer Pressekonferenz mitteilte. Gegenüber 2024 bedeutete dies eine minimale Steigerung der Kosten um 28 Kronen (1,15 Euro).

    Am wenigsten gaben Haushalte in Eigentumswohnungen aus, nämlich 7495 Kronen (309 Euro). Am teuersten waren Mietwohnungen, monatlich mussten da im Schnitt 13.572 Kronen (560 Euro) oder 30 Prozent des verfügbaren Einkommens aufgewendet werden. Laut dem Statistikamt lebt nur ein Viertel der Haushalte in Tschechien zur Miete, dafür aber rund 40 Prozent im eigenen Haus und 34 Prozent in der eigenen Wohnung.

    Autor: Till Janzer
  • 12.02.2026

    In der Gemeinde Chlebičov im Mährisch-Schlesischen Kreis musste am Donnerstag eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden. Dafür wurde eine Straße zu Teilen gesperrt, und mehrere Dutzend Bewohner wurden in Sicherheit gebracht.

    Es habe sich um eine 50 Kilogramm schwere Bombe vom sowjetischen Typ FAB 50 gehandelt, teilte ein Polizeisprecher mit. Der Sprengsatz sei nach dem Abtransport an einem sicheren Ort außerhalb der Gemeinde gezündet worden, hieß es weiter.

    Autor: Till Janzer
  • 12.02.2026

    Staatspräsident Petr Pavel genießt derzeit das größte Vertrauen unter den tschechischen Politikern. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts CVVM sprachen ihm insgesamt 62 Prozent der Tschechen das Vertrauen aus. Auf den zweiten Platz kam Gesundheitsminister Adam Vojtěch (parteilos) mit 50 Prozent Zustimmung und auf den dritten Industrie- und Handelsminister Karel Havlíček (Partei Ano) mit 44 Prozent.

    Den höchsten Misstrauenswert bekam der Regierungsbevollmächtigte für den Green Deal und Ehrenvorsitzende der Autofahrerpartei Motoristé sobě, Filip Turek, und zwar 70 Prozent. Zwei Drittel der Befragten misstrauen zudem dem Abgeordnetenhausvorsitzenden und Chef der Rechtsaußenpartei „Freiheit und direkte Demokratie“ (SPD), Tomio Okamura, und rund 60 Prozent Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě).

    Autor: Till Janzer
  • 12.02.2026

    Das Boulevardblatt „Blesk“ war auch im vergangenen Jahr die meistgelesene Tageszeitung in Tschechien. Sie kam im Schnitt täglich auf 429.000 Leser, wie der Branchenverband Unie vydavatelů am Donnerstag bei einer Pressekonferenz mitteilte. Für „Blesk“ bedeutete dies einen Rückgang von 61.000 Lesern je Ausgabe gegenüber 2024.

    Auf den zweiten Platz kam die Zeitung „Mladá fronta Dnes“ mit durchschnittlich 367.000 Lesern, auf den dritten das Fachblatt „Sport“ mit 148.000 Lesern.

    Autor: Till Janzer
  • 12.02.2026

    Am Freitag ist es in Tschechien meist stark bewölkt oder bedeckt. Örtlich kann es regnen oder Schauer geben, vor allem in der nördlichen Hälfte des Landes. Am Nachmittag und Abend lassen von Südwesten her die Niederschläge nach, und die Bewölkung lockert auf. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 5 bis 11 Grad.

    Autor: Till Janzer
  • 12.02.2026

    Rund 57 Prozent der Tschechen sind zufrieden mit der EU-Mitgliedschaft ihres Landes. Dies ist der höchste Wert seit 15 Jahren, wie aus einer Umfrage der Meinungsforschungsagentur Stem hervorgeht. Die Erhebung wurde nach den Wahlen zum tschechischen Abgeordnetenhaus im Oktober vergangenen Jahres gemacht und jetzt veröffentlicht.

    Bei der letzten Stem-Umfrage zu dem Thema im Spätsommer 2024 hatten sich nur 51 Prozent der Befragten zufrieden mit der EU-Mitgliedschaft gezeigt. Eine höhere Zustimmung als jetzt gab es zuletzt 2010. Damals waren es 65 Prozent. Weiterhin gering ist hingegen der Wunsch ausgeprägt, den Euro hierzulande einzuführen. Derzeit stimmen dem nur 23 Prozent der Tschechen zu.

    Autor: Till Janzer
  • 12.02.2026

    Die Tschechischen Bahnen (ČD) haben in den vergangenen vier Jahren rund 60 Milliarden Kronen (2,47 Milliarden Euro) in die Modernisierung ihres Wagenmaterials investiert. Dabei seien etwa 700 neue Lokomotiven und Waggons angeschafft worden, sagte der Vorstandsvorsitzende des Staatsunternehmens, Michal Krapinec, in einem Gespräch für die Presseagentur ČTK.

    Wie Krapinec betonte, wurden damit seit 2022 die Ausgaben für diesen Bereich deutlich gesteigert. So hatten die Tschechischen Bahnen in den zehn Jahren von 2011 bis 2021 nur rund 140 neue Lokomotiven und Waggons gekauft. Ziel der gesteigerten Investitionen ist es, das Durchschnittsalter des Wagenmaterials auf 20 Jahre zu senken. 2022 lag das Durchschnittsalter bei 34 Jahren.

    Autor: Till Janzer

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