• 10.02.2026

    Der tschechische Premier Andrej Babiš (Partei Ano) ist am Dienstag zu Besuch nach Österreich gereist. In Wien traf er Bundeskanzler Christian Stocker. Nach den Gesprächen sagte Babiš, Tschechien und Österreich verträten dieselbe Meinung über die Konkurrenzfähigkeit Europas. Diese soll das Hauptthema des bevorstehenden informellen EU-Gipfels sein. Beide Politiker verständigten sich zudem über den Kampf gegen die illegale Migration. Stocker wies zudem auf die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Prag und Wien beispielswiese im Wirtschaftsbereich und im Tourismus hin. Dem Bundeskanzler zufolge sind indes die Haltungen der beiden Länder zur Atomenergie unterschiedlich. Österreich halte sie für keine sichere Energiequelle, so Stocker. Der tschechische Premier merkte an, Tschechien verfüge nicht über solche Energiequellen wie Österreich und sei auf die Atomenergie angewiesen.

    Anschließend werden Babiš und Stocker im Rahmen des Austerlitz-Formats in Bratislava mit dem slowakischen Premier Robert Fico zusammentreffen.

  • 10.02.2026

    Die Mitarbeiter des Tschechischen Fernsehens und des Tschechischen Rundfunks haben ihre Befürchtungen vor den Bemühungen um eine Kontrolle der öffentlich-rechtlichen Medien durch die Regierung von Andrej Babiš (Partei Ano) zum Ausdruck gebracht. Eine entsprechende Erklärung wurde von 1800 von fast 4500 Mitarbeitern der beiden Medien unterzeichnet. Das Hauptproblem sehen sie in den Plänen des Kabinetts, die Fernseh- und Rundfunkgebühren abzuschaffen und beide Medienhäuser aus dem Staatshaushalt zu finanzieren. In der Erklärung wird zudem auf die politischen Angriffe auf die beiden Medien aufmerksam gemacht.

    Die Regierungskoalition der Parteien Ano, „Freiheit und direkte Demokratie“ (SPD) und Motoristé sobě hat die Abschaffung der Gebühren in ihrem Programm verankert.

  • 10.02.2026

    Vertreterinnen von Non-Profit-Organisationen, die sich auf Hilfe den Kindern konzentrieren, und die ehemalige Regierungsbevollmächtigte für Menschenrechte, Klára Šimáčková Laurenčíková, haben sich am Montag gegenüber der Presseagentur ČTK zum Thema Social Media geäußert. Den Expertinnen zufolge können die sozialen Medien auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen negativ beeinflussen und ein risikoreiches Verhalten verstärken. Premier Andrej Babiš (Partei Ano) hatte am Sonntag erklärt, er sei für ein Verbot der sozialen Netzwerke bis 15 Jahre. Šimáčková Laurenčíková würde das Verbot unterstützen. Sie bezeichnete den jetzigen Zustand als alarmierend.

    Laut Michaela Poláková von den SOS-Kinderdörfern belasten die sozialen Medien die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Das Verbot allein werde die Probleme der Heranwachsenden in der Online-Welt nicht lösen, sondern dazu beitragen, klare Grenzen dessen festzulegen, was für sie gefährlich sei, sagte Poláková.

  • 10.02.2026

    Tschechien hat sich im vergangenen Jahr im globalen Korruptionswahrnehmungsindex verbessert. Es belegte Platz 39, im Vergleich zu Platz 46 im Vorjahr. Dies geht aus einem Bericht hervor, der am Dienstag von der internationalen Organisation Transparency International veröffentlicht wurde. Am besten bewertet ist unter 182 Ländern in diesem Jahr wieder Dänemark, gefolgt von Finnland und Singapur, am schlechtesten Südsudan, Somalia und Venezuela.

    Tschechien erhielt 59 von 100 Punkten, drei mehr als 2024. Dennoch blieb das Ergebnis unter dem Durchschnitt der EU, der bei 62 Punkten liegt. Die übrigen Staaten der Visegrád-Gruppe – die Slowakei, Polen und Ungarn – schnitten schlechter als Tschechien ab.

  • 09.02.2026

    Staatspräsident Petr Pavel wird die Tschechische Republik an der Münchner Sicherheitskonferenz Ende vertreten. Zudem werden Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě) und Verteidigungsminister Jaromír Zůna (parteilos) daran teilnehmen. Macinka teilte nach der Regierungssitzung am Montag vor Journalisten mit, er habe am Rande des Forums bilaterale Treffen vereinbart.

    Unter den Politikern herrschte Uneinigkeit über die Vertretung der Tschechischen Republik aufgrund der Spannungen zwischen dem Außenministerium und der Präsidialkanzlei, nachdem sich der Staatspräsident geweigert hatte, den Kandidaten der Motoristé sobě, Filip Turek, zum Umweltminister zu ernennen

    Die 62. Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) findet vom 13. bis 15. Februar 2026 im Hotel Bayerischer Hof in München statt. Mehr als 60 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt bestätigten bisher ihre Teilnahme.

  • 09.02.2026

    Der Roman „Nepatrná ztráta osamělosti“ („Unmerklicher Verlust der Einsamkeit”) des tschechischen Schriftstellers Eli Beneš wurde in diesem Jahr in die Auswahl Books at Berlinale aufgenommen. Bei diesem gemeinsamen Projekt der Berlinale und der Frankfurter Buchmesse werden vielversprechende Neuerscheinungen mit hohem Leinwandpotenzial präsentiert. Mit dem Roman von Eli Beneš ist erstmals in der zwanzigjährigen Geschichte ein tschechisches Buch in dieser Elite vertreten.

    Aus fast 100 Einreichungen wurden für die 21. Ausgabe von Books at Berlinale zehn Bücher ausgewählt, die am 16. Februar 2026 beim Berlinale Co-Production Market vor über 180 Filmproduzenten präsentiert werden.

    Der Bestseller von Eli Beneš begleitet den Auschwitz-Überlebenden Peter Stein in einer poetischen Erzählung über Einsamkeit, Freundschaft, Überleben und den tiefen Wunsch nach Liebe. Die deutsche Übersetzung von Raija Hauck erschien 2025 beim Karl Rauch Verlag.

  • 09.02.2026

    Am Dienstag ist es in Tschechien meist bedeckt, im böhmischen Landesteil kommt ab und zu auch die Sonne durch. Vereinzelt ist leichter Regen möglich, in Höhenlagen ab 600 Metern fällt Schnee. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 2 bis 6 Grad.

  • 09.02.2026

    Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder wird wahrscheinlich am Sudetendeutschen Tag teilnehmen, der im Mai in der mährischen Metropole Brno / Brünn ausgetragen wird. Dies sagte er am Montag in München auf Anfrage der tschechischen Presseagentur ČTK bei einer Pressekonferenz im Anschluss an das Treffen mit dem tschechischen Premier Andrej Babiš (Partei Ano).

    Laut Babiš betrachtet die Tschechische Republik den bevorstehenden Sudetendeutschen Tag als eine Bürgerinitiative. Deswegen habe sich die tschechische Regierung bisher nicht damit befasst, so der Premier.

    Die mitregierende Partei „Freiheit und direkte Demokratie“ (SPD) lehnt die Abhaltung des Sudetendeutschen Tags in Tschechien ab. Babiš zufolge war das Thema jedoch noch nicht Gegenstand der Koalitionsverhandlungen.

    Das 76. Pfingsttreffen der Sudetendeutschen findet auf Einladung des Festivals „Meeting Brno“ vom 22. bis zum 25. Mai in Brünn, erstmals in Tschechien, statt.

  • 09.02.2026

    Der tschechische Premier Andrej Babiš (Partei Ano) hat am Montag München besucht. Am Vormittag traf er mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder zusammen. Im Anschluss an das Gespräch lobte Babiš die bilateralen Beziehungen als ausgezeichnet, bedauerte dennoch, dass die Verkehrsverbindungen zwischen den beiden Ländern immer noch schlecht seien. Laut Söder ist die Bahnverbindung zwischen München und Prag eines der zentralen Verkehrsprojekte, die er auch in Berlin vorantreiben möchte.

    Die Politiker waren sich einig, dass sie die gegenseitige Zusammenarbeit weiter vertiefen wollen, unter anderem in den Bereichen Technologie, Raumfahrt, künstliche Intelligenz und Kernenergie. Sie sprachen unter anderem über sogenannte kleine modulare Reaktoren (SMR). Babiš begrüßte, dass Bayern kein Problem mit Atomkraft habe. Sie vereinbarten außerdem, die Automobilindustrie in beiden Ländern weiterhin zu unterstützen.

    Babiš lud den bayerischen Ministerpräsidenten zu einem Besuch in Prag ein, der voraussichtlich noch in diesem Jahr stattfinden wird.

  • 09.02.2026

    Die tschechische Regierung hat am Montag die Auflösung des Nationalen Wirtschaftsrates (NERV) beschlossen. Dies gab Finanzministerin Alena Schillerová (Partei Ano) auf einer Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung bekannt.

    Der Nationale Wirtschaftsrat hatte zuletzt 17 Mitglieder und beriet das vorherige Kabinett von Petr Fiala (Bürgerdemokraten) in Fragen der strukturellen Wirtschaftsmaßnahmen, wie etwa der Rentenreform und der Reform der öffentlichen Finanzen. Dieses Beratungsgremium der Regierung war mit Unterbrechungen seit 2009 tätig.

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