-
03.02.2026
Der bayerischer Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will mit dem tschechischen Premier Andrej Babiš (Partei Ano) am kommenden Montag in München über eine verstärkte Zusammenarbeit im Grenzraum sprechen. Dies kündigte Söder am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Straubing an. Er reagierte damit auf Babišs Reisepläne, die Anfang der Woche nach Bayern führen. Der Premier wird dabei von seinem Vize und dem tschechischen Minister für Industrie und Handel, Karel Havlíček (Partei Ano) begleitet.
Das bevorstehende Treffen mit Babiš bezeichnete Söder als „extrem wichtig“ für die Regionen Niederbayern, Oberpfalz und Oberfranken.
-
03.02.2026
Die Václav-Havel-Bibliothek und die Organisation Post Bellum beginnen eine langfristige Zusammenarbeit. Am Dienstag wurde über ein entsprechendes Memorandum informiert. Die beiden Institutionen werden sich in den Aktivitäten der modernen tschechischen und tschechoslowakischen Geschichte widmen. Außerdem werden sie sich mit Menschenrechten und dem Erbe der Charta 77 befassen.
Post Bellum sammelt seit 2001 Zeitzeugenberichte aus Nationalsozialismus und Kommunismus. Die Václav-Havel-Bibliothek wurde 2004 nach Havels Abtritt vom Präsidentenamt gegründet.
-
03.02.2026
Jeder Einwohner Tschechiens hat 2025 durchschnittlich 3,5 Stunden täglich Fernsehen geschaut. Im Vorjahr waren es noch sechs Minuten mehr gewesen. Dies ergibt sich aus der aktuellen Analyse der Distributionsfirma Altmedia. Demnach haben vergangenes Jahr 5,4 Millionen Menschen ab 15 Jahre jeden Tag den Fernseher angeschaltet, was 66 Prozent dieser Altersgruppe sind.
Weiter heißt es, dass in den Wintermonaten mehr TV geschaut wird als in der Sommerzeit. Der Wochentag, an dem die meiste Zeit vor dem Fernseher verbracht wird, bleibt der Sonntag mit durchschnittlich mehr als vier Stunden. Die TV-Zeit liegt in Tschechien seit langem relativ hoch, was ein typisches Merkmal für ganz Mittel- und Osteuropa sei, so der Bericht.
-
03.02.2026
Der Internationale Währungsfonds (IWF) rät Tschechien zu einer weiteren Konsolidierung der öffentlichen Finanzen. Das erfordern die zu erwartenden strukturellen Veränderungen in den kommenden Jahren. Dies sagte Vincenzo Guzzo, Leiter der Tschechien-Mission des IWF, am Dienstag in Prag bei der Vorstellung seines Abschlussberichtes zur ökonomischen Entwicklung des Landes. In der Analyse werden die Pläne zur Wiedereinführung des Registrierkassensystems (EET) gelobt. Angemahnt wird hingegen eine Reform der Steuerstruktur, vor allem der Immobiliensteuer.
Ohne Konsolidierungsmaßnahmen werde die öffentliche Verschuldung Tschechiens bis 2034 auf 60 Prozent des Bruttoinlandsproduktes steigen, warnte Guzzo. Er verwies auf eine wachsende globale Konkurrenz sowie auf die energieaufwendige und darum schockanfällige Industrie hierzulande. Zudem schränke die alternde Gesellschaft das Wachstumspotential der tschechischen Wirtschaft ein, so Guzzo.
-
03.02.2026
Die Firma Nová Huť plant strategische Investitionen für das Stahlwerk in Ostrava / Ostrau, das sie 2025 im Insolvenzverfahren des Unternehmens Liberty erworben hat. Wie Firmensprecher Ivo Štěrba am Montag gegenüber der Presseagentur ČTK ankündigte, soll das Geld in die Modernisierung der Herstellungsprozesse fließen, zudem sollen die Energieeffektivität erhöht und in die Umweltbelastung gesenkt werden.
Bereits im vergangenen Jahr hat Nová Huť etwa 65 Millionen Kronen (2,7 Millionen Euro) für die Sanierung der Produktionslinie aufgebracht. In diesem Jahr sollen es 150 Millionen Kronen (6,2 Millionen Euro) sein. Štěrba informierte am Montag weiter, dass das wichtigste Investitionsprojekt außerdem die Errichtung eines elektrischen Lichtbogenofens für rund 17 Milliarden Kronen (700 Millionen Euro) sei.
-
03.02.2026
Der Konzern Agrofert erhält im Moment keine Subventionen. Das sagte der tschechische Premier Andrej Babiš (Ano Partei) am Dienstag während der Verhandlung des Abgeordnetenhauses über das Misstrauensvotum gegen die Regierung.
Im Dezember 2025 hatte Babiš avisiert, dass die Aktien seiner Holding in den Treuhandfonds RSVP Trust überführt werden. Die öffentliche Erklärung zur Lösung seines Interessenkonflikts war für den tschechischen Präsidenten Petr Pavel eine Bedingung für Babišs Ernennung zum Premier. Babiš wartet nach eigenen Angaben zur Überführung noch auf das Einverständnis von zwei EU-Mitgliedstaaten.
-
03.02.2026
Am Mittwoch ist es in Tschechien bedeckt. Im Tagesverlauf ziehen von Südosten her gelegentliche Regenfälle auf, die örtlich auch zu Glatteis führen können. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 0 bis 4 Grad.
-
03.02.2026
Der Kreishauptmann von Südböhmen, Martin Kuba, hat am Dienstag Namen und Logo seiner neuen politischen Bewegung vorgestellt. Sie heißt Naše Česko (Unser Tschechien) und ist bisher in den Kreisen Südböhmen und Plzeň / Pilsen aktiv. Nach der Registrierung beim Innenministerium werde sie landesweit arbeiten und bei den Kommunalwahlen im Oktober antreten, kündigte Kuba bei der Pressekonferenz in Prag an.
Der Politiker war im vergangenen Herbst bei den tschechischen Bürgerdemokraten (ODS) ausgetreten. Am Dienstag teilte er mit, Naše Česko nehme eine Mitte-Rechts-Position ein und wolle die traditionelle Aufteilung in konservative und liberale Ideen überwinden. Wichtige Punkte sind Kuba zufolge die Einbindung Tschechiens in die euroatlantischen Strukturen, aber auch das Auftreten als ein stolzer Staat.
-
03.02.2026
Am Montag sind in Prag wieder die Ferdinand-Peroutka-Preise vergeben worden. Für ihre Arbeit im Jahr 2025 wurden zwei Journalistinnen geehrt: Darja Stomatová, Auslandskorrespondentin des öffentlich-rechtlichen Tschechischen Fernsehens (ČT) in der Ukraine, und Kateřina Šafaříková, Kommentatorin für Europapolitik beim Portal Seznam zprávy.
Der Ferdinand-Peroutka-Preis ist eine der wichtigsten Auszeichnungen für Journalisten in Tschechien. Er wird seit 1995 von der gleichnamigen Gesellschaft vergeben. Mit der Bezeichnung erinnert sie an den ersten Leiter der tschechoslowakischen Redaktion bei Radio Free Europe.
-
03.02.2026
Der tschechische Verband der Staatsanwälte (USZ) zeigt sich besorgt darüber, dass einige Vertreter der hiesigen Exekutive die Position des Verfassungsgerichts infrage stellen. In einer Stellungnahme warnte der Verband am Montag vor einem Zerfall des Rechtsstaates. Das Gremium reagierte auf Facebook zudem auf eine Äußerung von Vizepremier und Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě), ein Staatsanwalt habe ihm unangemessen gedroht. In solch einem schwerwiegenden Falle könne Macinka sich an die zuständige Aufsichtsbehörde wenden, so der Ratschlag.
Macinka hatte vergangene Woche in einer Pressekonferenz die Neutralität des Verfassungsgerichts angezweifelt. Es ging um eine mögliche Kompetenzklage gegen Staatspräsident Petr Pavel, der sich weigert, den Kandidaten der Regierungspartei Motoristé sobě, Filip Turek, zum Umweltminister Tschechiens zu ernennen. Auf Nachfrage eines Journalisten sagte Macinka, das Verfassungsgericht handle aktivistisch und habe in der Vergangenheit „Wahlen für ungültig erklärt“.
Pages
- « první
- ‹ předchozí
- …
- 256
- 257
- 258
- 259
- 260
- 261
- 262
- 263
- 264
- …
- následující ›
- poslední »