• 22.01.2026

    Nach mehr als drei Jahren wird Tschechien von der Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH) wieder als Land frei von Afrikanischer Schweinepest anerkannt. Dieser Status ist wichtig für den Handel mit Schweinfleisch und daraus bestehenden Produkten auf den Märkten außerhalb Europas. Über die Entscheidung informierte am Donnerstag der Leiter der staatlichen Veterinärverwaltung in Tschechien, Zbyněk Semerád.

    Die Afrikanische Schweinepest war seit Dezember 2022 mehrfach im Kreis Liberec registriert worden. Der Virus wurde aber nur bei gejagten oder verendeten Wildschweinen nachgewiesen, nicht jedoch in kommerziellen Schweinezuchtbetrieben. Den letzten Fund gab es im August 2024.

    (Die Nachricht wurde um 14:30 aktualisiert.)

  • 22.01.2026

    Dem Staatspräsidenten Petr Pavel und Premier Andrej Babiš (Partei Ano) vertraut mehr als die Hälfte der Öffentlichkeit in Tschechien. Das zeigt die neueste repräsentative Umfrage der Agentur STEM. Pavel hat das Vertrauen von 57 Prozent der Teilnehmer, Babiš von 55 Prozent.

    Weniger als die Hälfte der Befragten hingegen vertraut dem Vorsitzenden des Abgeordnetenhauses, Tomio Okamura („Freiheit und direkte Demokratie“), und dem Senatspräsidenten, Miloš Vystrčil (Bürgerdemokraten). Beide Parlamentschefs erhielten in der Umfrage 39 Prozent. Okamura hat aber von allen höchsten Verfassungsvertretern zudem die größte Zahl an Kritikern.

    Autor: Tadeáš Redlich
  • 22.01.2026

    In Tschechien ist am Samstag eine Person festgenommen worden, die der Spionage für den chinesischen Geheimdienst verdächtigt wird. Der Vorwurf lautet auf unerlaubte Tätigkeit für eine ausländische Macht. Darüber informierten der tschechische Inlandsnachrichtendienst BIS und die Polizei am Donnerstag auf X. Es gab keine Angaben über das Geschlecht der inhaftierten Person.

    Weiter hieß es, dass die Oberstaatsanwaltschaft Prag in den Fall einbezogen wurde. Es droht eine fünfjährige Haftstrafe. Wie die Presseagentur ČTK recherchierte, ist die betreffende Person die erste in Tschechien, auf die der entsprechende Paragraf des Strafgesetzbuches angewendet wird.

  • 22.01.2026

    Der Senat hat sich gegen die Abschaffung der Rundfunkgebühren in Tschechien ausgesprochen. Am Ende ihrer Sitzung am Mittwoch riefen die Parlamentarier die tschechische Regierung dazu auf, das mehr als 30 Jahre lang funktionierende Gebührensystem nicht zu zerstören.

    In Tschechien werden öffentlich-rechtlicher Rundfunk (ČRo) und Fernsehen (ČT) durch monatliche Beiträge der Nutzer finanziert. Der Koalitionsrat hat am Montag jedoch beschlossen, die Rundfunkgebühren im kommenden Jahr abzuschaffen und die Finanzierung auf den Staatshaushalt zu übertragen. Die Senatoren äußerten nun die Befürchtung, dass die öffentlichen Medien dadurch dem Einfluss subjektiver Entscheidungen und politischer Willkür ausgesetzt würden.

  • 22.01.2026

    Die Fußballer vom FC Slavia Prag haben in der vorletzten, siebten Runde der Champions League gegen FC Barcelona mit 2:4 verloren. Das tschechische Team spielte am Mittwoch zu Hause in der eiskalten Fortuna Arena. Mit dieser Niederlage zieht der rot-weiße Club aus Prag definitiv nicht in den Playoffs ein.

    Die Prager bleiben damit eine von drei Mannschaften, die in der Champions League noch keinen Sieg erzielt haben. Sie liegen auf dem 34. Platz in der Tabelle von insgesamt 36 Teilnehmern.

    Autor: Tadeáš Redlich
  • 22.01.2026

    Der tschechische Premier Andrej Babiš (Partei Ano) hat am Dienstag und Mittwoch am Weltwirtschaftsforum in Davos teilgenommen. Am Rande habe er Gespräche mit sechs Staatspräsidenten und fünf Regierungschefs geführt, informierte er in einem Video in den sozialen Netzwerken.

    Babiš resümierte etwa die Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte, dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz, dem israelischen Präsidenten Jitzchak Herzog oder der belorussischen Oppositionsführerin Swjatlana Zichanouskaja. Die Konferenz sei auch eine „tolle Gelegenheit“ gewesen, um die Exportgeschäfte und Auslandsinvestitionen tschechischer Firmen zu unterstützen, so der Premier.

  • 21.01.2026

    Der Adalbert Stifter Verein in München vergibt auch 2026, erstmals zusammen mit der Kurt Krolop Forschungsstelle für deutsch-böhmische Literatur an der Prager Karls-Universität sowie weiterhin mit dem Institut für Literaturforschung in Prag, den Otokar-Fischer-Preis. Mit dem Preis werden herausragende wissenschaftliche Arbeiten der deutsch- und tschechischsprachigen Bohemistik und Germanobohemistik ausgezeichnet, die in den letzten zwei Jahren in Deutschland, Österreich oder der Schweiz beziehungsweise in Tschechien veröffentlicht wurden.

    Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert. Die Nominierungen können bis Ende Januar eingereicht werden.

  • 21.01.2026

    Der tschechische Senat hat am Mittwoch seine Kandidaten für das Amt des Ombudsmanns gewählt. In der ersten Runde der geheimen Wahl hat keine der sechs nominierten Persönlichkeiten die erforderliche Zahl der Stimmen erhalten. In die zweite Runde kamen vier Finalisten: der stellvertretende Ombudsmann Vít Alexander Schorm, die Anwältin Eva Kostolanská vom Amt des Ombudsmanns, die ehemalige Regierungsbeauftragte für Menschenrechte Klára Šimáčková Laurenčíková und der ehemalige Verfassungsrichter Jaromír Jirsa. Als Sieger sind letztlich Jirsa und Kostolanská hervorgegangen.

    Die endgültige Entscheidung über einen neuen obersten Rechtsschützer des Landes wird vom Abgeordnetenhaus getroffen. Die untere Parlamentskammer wählt ihn aus jenen Kandidaten aus, die von dem Senat, dem Staatsoberhaupt und der Tschechischen Rektorenkonferenz vorgeschlagen werden.

  • 21.01.2026

    Am Donnerstag ist es in Tschechien meist sonnig, im Südwesten jedoch bedeckt. Am Abend breitet sich die Bewölkung in weitere Teile des Landes aus. Morgens und abends kann Frostnebel auftreten. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei -2 bis +3 Grad, bei Bewölkung bei -6 Grad.

  • 21.01.2026

    Die Tschechische Republik wird weiterhin an der multinationalen Kampftruppe der Nato in der Slowakei beteiligt sein. Dies erklärte der tschechische Verteidigungsminister Jaromír Zůna (parteilos) vor Journalisten am Mittwoch in Bratislava.

    Zůna besuchte am Mittwoch die slowakische Hauptstadt und traf mit seinem Amtskollegen Robert Kaliňák (Smer) zusammen. Beide Länder wollen ihre Zusammenarbeit im Bereich der Luftverteidigung fortsetzen, betonten die beiden Minister nach ihrem Treffen.

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