• 20.01.2026

    Tschechiens Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě) hat am Dienstag seinen israelischen Amtskollegen Gideon Sa’ar in Prag empfangen. Bei der anschließenden gemeinsamen Pressekonferenz sagte Macinka, die traditionelle Partnerschaft zwischen Tschechien und Israel werde unter der neuen Regierung in Prag fortgesetzt und gestärkt. Damit sich die humanitäre Lage im Gazastreifen bessern könnte, braucht es laut Macinka einen Waffenstillstand. Zudem müsse die radikalislamische Terrororganisation Hamas entwaffnet werden.

    Macinka sagte zudem, dass er während der Verhandlungen mit Sa’ar das Amt des Beauftragten des Außenministeriums für den Holocaust, interreligiösen Dialog und Konfessionsfreiheit wieder eingeführt habe. Den Posten besetzt erneut Robert Řehák. Zu seinem Aufgabengebiet soll künftig auch der Kampf gegen Antisemitismus zählen.

  • 20.01.2026

    Die tschechische Biathletin Markéta Davidová wird wegen Rückenproblemen nicht am Weltcup in Nové Město na Moravě teilnehmen, der ab Donnerstag in der mährischen Stadt ausgetragen wird. Darüber informierte der sportliche Leiter des Biathlonteams, Ondřej Rybář, am Dienstag im öffentlich-rechtlichen Tschechischen Fernsehen.

    Mit Davidová wird laut Rybář dennoch weiterhin für die Olympischen Winterspiele gerechnet. Diese finden ab 6. Februar in Mailand und Cortina statt.

  • 20.01.2026

    Nach der Schießerei im Rathaus der nordböhmischen Gemeinde Chřibská mit zwei Toten hat die tschechische Polizei in der Nacht zu Dienstag die Ermittlungen am Tatort beendet. Das Gemeindeamt bleibt nach wie vor bis auf weiteres geschlossen. Die Polizei untersucht den Fall nicht nur wegen Mordes, sondern auch, weil der Täter seine vier bei sich geführten Waffen illegal besessen haben soll. Derweil hat auch die Generalinspektion der Sicherheitskräfte (GIBS) wegen des Einsatzes in dem Rathaus die Ermittlungen aufgenommen. Die Polizei hatte zuvor informiert, dass eine der Verletzten womöglich von einem Schuss aus einer Dienstwaffe getroffen wurde.

    Im Rathaus von Chřibská war es am Montag zu einer Schießerei gekommen. Einer der beiden Toten ist ein Angestellter des Gemeindeamtes. Zudem erschoss sich der 39-jährige Täter selbst. Sechs Menschen wurden verletzt, darunter drei Polizisten sowie der Bürgermeister des Ortes. Den bisherigen Erkenntnissen der Ermittler zufolge könnte es sich um eine Beziehungstat gehandelt haben. Wie am Dienstag bekanntgegeben wurde, soll der Täter wegen Eigentums- und Drogendelikten vorbestraft gewesen sein. Zudem sei er in der Vergangenheit unter Drogen Auto gefahren, hieß es von der Polizei.

  • 20.01.2026

    Der Rüstungskonzern Czechoslovak Group (CSG) des tschechischen Unternehmers Michal Strnad geht an die Börse in Amsterdam. Zunächst werden Aktien im Wert von 3,3 Milliarden Euro angeboten. Gegebenenfalls könnte die Gesamtsumme der Wertpapiere bis auf 3,8 Milliarden Euro steigen. Die Zeichnungsfrist beginnt am Dienstag und dauert bis Donnerstag. Der Handel mit den Aktien soll dann am Freitag aufgenommen werden.

    Wie die Holding auf ihrer Website bekanntgab, sind die Wertpapiere für institutionelle Investoren vorgesehen. CSG hatte bereits zuvor informiert, das drei verbindliche Angebote vorliegen würden.

    Der tschechische Rüstungskonzern ist einer der führenden Hersteller von Artilleriemunition in Europa. Laut Einschätzung des Stockholmer Instituts für Internationale Friedensforschung (SIPRI) ist CSG das am schnellsten wachsende europäische Unternehmen auf dem weltweiten Waffenmarkt.

  • 20.01.2026

    Der tschechische Getränkekonzern Kofola kauft den Naturkosmetikhersteller Nobilis Tilia. Darüber informierte Kofola am Dienstag in einer Pressemitteilung. Die Übernahme erfolgt demnach durch das Tochterunternehmen Leros, das Kräutermischungen und Tees herstellt.

    Kofola ist mit 14 Werken und 3200 Mitarbeitern einer der größten Produzenten alkoholfreier Getränke in Mitteleuropa. Nobilis Tilia nahm seine Tätigkeit 1990 auf. Im Zentrum des Produktsegments stehen Präparate für die Aromatherapie mit ätherischen Ölen sowie Biokosmetik aus Kräutern, die die Firma auch selbst anbaut.

  • 20.01.2026

    Der tschechische Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě) ist am Montag in Prag mit seinem ungarischen Amtskollegen Péter Szijjártó zusammengekommen. Tschechien und Ungarn würden ähnliche Ansichten in vielen europäischen Fragen haben, vor allem in den Bereichen Außenpolitik, Energie und Sicherheit, sagte Macinka nach dem Treffen. Themen der Verhandlungen seien unter anderem die Migration und die Zusammenarbeit in der Visegrád-Gruppe gewesen.

    Szijjártó kam in Prag auch mit Tschechiens Premier Andrej Babiš sowie mit Industrie- und Handelsminister Karel Havlíček (beide Partei Ano) zusammen. Babiš hatte sich mit dem ungarischen Chefdiplomaten bereits vergangenes Jahr bei dessen Privataufenthalt in Prag getroffen. Das tschechische Außenministerium wurde damals nicht offiziell über den Besuch des Ministers informiert.

  • 19.01.2026

    Präsident Petr Pavel ist am Montag von Papst Leo XIV. im Vatikan empfangen worden. Im Rahmen der Audienz sei über den russischen Angriffskrieg in der Ukraine, die Beziehungen zwischen Europa und den USA sowie über sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche gesprochen worden, hieß es von der Präsidialkanzlei.

    Es war der erste Besuch des tschechischen Staatspräsidenten im Vatikan seit der Wahl von Leo zum Papst im vergangenen Jahr. Im Vorfeld hatte es geheißen, dass Petr Pavel den Pontifex nach Tschechien einladen wolle. Den bisher letzten Besuch eines Papstes hierzulande unternahm Benedikt XVI. Im Jahr 2009.

    Autor: Till Janzer
  • 19.01.2026

    Der Rat der tschechischen Regierungskoalition hat sich bei seiner Sitzung am Montag auf eine Abschaffung der Fernseh- und Rundfunkgebühren verständigt. Zugleich habe man den Fahrplan für einen Übergang zu einer anderen Finanzierung umgearbeitet, sagte der Vorsitzende der Rechtsaußenpartei „Freiheit und direkte Demokratie“ (SPD, Tomio Okamura.

    Wie zuvor bereits bekannt wurde, will die Koalition aus den Parteien Ano, Motoristé sobě und SPD die Gebühren zum kommenden Jahr abschaffen. Den Plänen nach sollen ab da die beiden öffentlich-rechtlichen Medienhäuser Tschechischer Rundfunk (ČRo) und Tschechisches Fernsehen (ČT) aus dem Staatshaushalt finanziert werden. In einer Übergangsphase sollen die Gebühren bereits ausgewählten Gruppen wie zum Beispiel Rentnern erlassen werden.

    Die Opposition in Tschechien kritisiert das Vorhaben. Ihrer Meinung nach gefährdet dies die Unabhängigkeit der öffentlich-rechtlichen Medien.

    Autor: Till Janzer
  • 19.01.2026

    Bei einer Schießerei im Rathaus der nordböhmischen Gemeinde Chřibská sind am Montagvormittag zwei Menschen getötet und sechs verletzt worden. Die Toten sind ein Angestellter des Rathauses und der Schütze selbst. Bei den Verletzten handelt es sich den Angaben der Polizei zufolge um drei Zivilisten, darunter der Bürgermeister von Chřibská, und drei Polizisten.

    Der Angreifer war den bisherigen Erkenntnissen zufolge mit zwei Pistolen und einem Gewehr ins Rathaus gekommen. Die Polizei schloss einen Terrorangriff aus. Ihren Aussagen nach könnte es sich um eine Beziehungstat gehandelt haben. Man sei aber am Anfang der Ermittlungen, hieß es.

    Innenminister Lubomír Metnar (Partei Ano) fuhr am Montag nach Chřibská. Premier Andrej Babiš (Partei Ano) und Staatspräsident Petr Pavel drückten den Hinterbliebenen ihr Beileid aus.

    Autor: Till Janzer
  • 19.01.2026

    Der Autohersteller Škoda hat im vergangenen Jahr seine Verkaufszahlen weltweit erhöht. Insgesamt lieferte die VW-Tochter aus dem mittelböhmischen Mladá Boleslav 1,04 Millionen Wagen an die Kunden. Dies waren 12,7 Prozent mehr als 2024. Dies geht aus einer Presseaussendung von Škoda hervor.

    Größter Markt war Deutschland mit 211.000 verkauften Autos und einem Zuwachs von 12,8 Prozent. Auf dem zweiten Platz lag Tschechien mit 91.800 Wagen. Laut dem Verkaufs- und Marketingchef von Škoda, Martin Jahn, haben besonders die vollelektrischen Modelle der Firma zu den Verkaufserfolgen in Europa beigetragen.

    Autor: Till Janzer

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