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16.01.2026
Der russische Militärnachrichtendienst GRU soll womöglich mehrere Brandanschläge in Tschechien geplant haben. Darüber informierte am Freitag die Presseagentur Reuters und verwies auf Informationen litauischer Behörden.
Demnach soll eine dem GRU nahestehende Gruppe 2024 versucht haben, einen Brandanschlag auf einen litauischen Betrieb durchzuführen, der Funkscanner für die ukrainische Armee herstellt. Die gleiche Gruppierung steht den litauischen Behörden zufolge hinter ähnlichen geplanten Angriffen in Tschechien, Rumänien und Polen. In Tschechien seien Anschläge auf eine Postfiliale, ein Einkaufszentrum, ein Kino sowie auf Busse der Prager Verkehrsbetriebe geplant gewesen, hieß es vom stellvertretenden Leiter der litauischen Kriminalpolizei, Saulius Briginas.
Ein Prager Gericht hatte vergangenes Jahr einen Kolumbianer zu einer achtjährigen Haftstrafe verurteilt, der 2024 einen Brandanschlag auf ein Busdepot der Prager Verkehrsbetriebe verübt hat. Tschechiens damaliger Premier Petr Fiala (Bürgerdemokraten) äußerte damals, dass wahrscheinlich Russland hinter dem Vorfall stecke. Die Staatsanwaltschaft betonte jedoch, dass die Beweislage nicht eindeutig eine Verwicklung Russlands erkennen lasse.
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16.01.2026
Im tschechischen Abgeordnetenhaus wurde am Freitag mit den Stimmen der Regierungskoalition eine Erklärung verabschiedet, in der Staatspräsident Petr Pavel dazu aufgefordert wird, ohne Verzögerung alle vom Premier vorgeschlagenen Minister zu ernennen. Die Aufforderung bezieht sich auf den Ehrenvorsitzenden der Autofahrerpartei Motoristé sobě, Filip Turek. Diesen hatte Premier Andrej Babiš (Partei Ano) als Umweltminister vorgeschlagen. Petr Pavel lehnte eine Ernennung wegen mehrerer Vorbehalte jedoch ab.
Von der Präsidialkanzlei hieß es am Freitag in einer Reaktion, es sei das unveräußerliche Recht des Abgeordnetenhauses, Stellung zur Ernennung von Ministern zu beziehen. Die Parlamentskammer könne dem Präsidenten aber nicht vorschreiben, wie er zu verfahren habe. An der Haltung des Präsidenten ändere die Erklärung deshalb nichts.
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16.01.2026
In Tschechien wird am Freitag der Selbstverbrennung Jan Palachs im Jahr 1969 gedacht. Präsident Petr Pavel schrieb auf X, die Tat des Studenten zeige auch 57 Jahre später, dass die Menschen ihre Grundwerte verteidigen müssten. Premier Andrej Babiš (Partei Ano) teilte mit, Palachs Mut und Entschlossenheit seien ein Symbol für den Kampf für Freiheit und Wahrheit. Mehrere Politiker legten Blumen am Denkmal für Jan Palach auf dem Prager Wenzelsplatz nieder. Auch an weiteren Orten in Prag und Tschechien wurde dem Studenten gedacht.
Jan Palach zündete sich am 16. Januar 1969 selbst an. Drei Tage später erlag er seinen Verletzungen. Mit seiner Tat wollte der Student der Prager Karlsuniversität gegen den Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes im August 1968 und die Lethargie in der Gesellschaft demonstrieren.
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16.01.2026
Der Streit um Grönland, das US-Präsident Donald Trump in die Vereinigten Staaten eingliedern will, könnte durch eine Diskussion innerhalb der Nato gelöst werden. Dies sagte der tschechische Präsident Petr Pavel am Donnerstag am Rande seines Besuchs in der Ukraine. Eine amerikanische Übernahme der Insel, die zu Dänemark gehört, schloss Pavel aus. Dies sei eine ernste Bedrohung für die Nato, so der Präsident. Er betonte zudem, dass ein Konflikt innerhalb des Verteidigungsbündnisses lediglich dessen Gegnern in die Karten spielen würde.
US-Präsident Trump hatte in der Vergangenheit wiederholt Ansprüche auf Grönland geäußert. Er begründete dies damit, die Sicherheit der Insel gewährleisten zu wollen. Trump schloss dabei eine militärische Übernahme nicht aus. Grönland und Dänemark lehnen einen Anschluss an die USA ab.
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16.01.2026
Der in Venezuela inhaftierte Tscheche Jan Darmovzal ist nach mehreren Wochen intensiver Verhandlungen freigelassen worden. Darüber informierten am Freitag der tschechische Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě) sowie Premier Andrej Babiš (Partei Ano) bei einer Pressekonferenz. Macinkas Worten zufolge wurde Darmovzal in der Nacht auf Freitag freigelassen. Er halte sich in Caracas auf und sei in einem zufriedenstellenden Gesundheitszustand, hieß es. Der Tscheche soll nun mit einer Regierungsmaschine in sein Heimatland gebracht werden.
Darmovzal war im September 2024 von venezolanischen Behörden festgenommen worden. Sie behaupteten, er solle die Tötung des dortigen Präsidenten Nicolás Maduro vorbereitet haben. Prag wies die Anschuldigungen zurück.
Tschechiens Staatspräsident Petr Pavel nannte die Freilassung Darmovzals am Freitag eine großartige Nachricht. Er dankte zudem den Partnern in der EU und den USA, die seit mehreren Monaten mit dem Fall befasst gewesen seien. Macinka stellte außerdem in Aussicht, dass Tschechien die diplomatischen Beziehungen mit Venezuela wieder aufnehmen könne. Denkbar sei auch eine ständige diplomatische Vertretung in Caracas. Derzeit ist Tschechien weder mit einer Botschaft noch mit einem Konsulat in dem südamerikanischen Land vertreten.
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15.01.2026
Das tschechische Abgeordnetenhaus hat der neuen Regierung von Premier Andrej Babiš (Partei Ano) am Donnerstagabend das Vertrauen ausgesprochen. Alle 108 Parlamentarier der drei Koalitionsparteien stimmten dafür. Es gab 91 Gegenstimmen, und eine Oppositionsabgeordnete fehlte krankheitsbedingt.
Babišs Partei Ano hatte die Parlamentswahl am 3. und 4. Oktober vergangenen Jahres klar gewonnen und war im Folgenden die Koalition mit der Rechtsaußenpartei „Freiheit und direkte Demokratie“ (SPD) sowie der Autofahrerpartei Motoristé sobě eingegangen. Der Abstimmung vom Donnerstag ging eine dreitägige Debatte voraus, die insgesamt 26 Stunden in Anspruch nahm. Dies ist die längste Plenumsdiskussion in der Geschichte der Tschechischen Republik.
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15.01.2026
Das Musikfestival Rock for People, das immer im Juni bei Hradec Králové stattfindet, ist unter den Preisträgern der European Festival Awards für 2025. Es gewann in der Kategorie Event-Sicherheit. Insgesamt wurden die Europäischen Festivalpreise in 14 Kategorien verliehen, die Sieger wurden am Mittwochabend beim Eurosonic-Festival im niederländischen Groeningen verkündet. Der Preis für grüne Nachhaltigkeit ging ebenfalls nach Tschechien, nämlich an das Festival Štěrkovna Open Music in Hlučín.
Über die Hauptpreise der European Festival Awards stimmt zunächst die Öffentlichkeit ab. Bei den anderen Kategorien, wie auch Event-Sicherheit und Nachhaltigkeit, entscheidet jeweils eine Expertenjury.
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15.01.2026
Tschechiens Staatspräsident Petr Pavel ist am Donnerstag zu einem weiteren Besuch in der Ukraine angekommen. Die Reise war vorher nicht öffentlich angekündigt worden. Zum Auftakt kam Pavel in Lwiw mit Vertretern der Regionalverwaltung sowie mit der Ministerin für die Angelegenheiten der Kriegsveteranen zusammen.
Es handelt sich um Pavels dritten Besuch in der Ukraine seit seinem Amtsantritt im März 2023. Wie die Presseagentur ČTK berichtet, gehe es vor allem darum, Tschechiens weitere Unterstützung auszudrücken für das Land, das sich seit fast vier Jahren gegen den Angriff der russischen Armee wehrt. Themen sind demnach auch die gegenseitige Verteidigungshilfe sowie die humanitären Aspekte des Krieges. Es wird erwartet, dass Pavel sich auch diesmal mit seinem Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj trifft.
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15.01.2026
Tschechiens Premier Andrej Babiš (Partei ano) will sich vom Abgeordnetenhaus nicht an die Strafverfolgungsbehörden übergeben lassen, um eine erneute Verhandlung im Fall „Storchennest“ zu ermöglichen. Dies folgt aus den Äußerungen, die er am Donnerstag im Plenum der unteren Parlamentskammer tätigte. Dabei sagte der Premier, dass er sich nicht ausliefern lasse. Er würde die Justiz des Landes nicht anzweifeln. Es fänden sich jedoch immer auch Richter, die politisch entschieden, so Babiš.
Bei dem Fall geht es um den Bau des Wellnessressorts Čapí hnízdo („Storchennest“) und einen vermutlichen Subventionsbetrug von zwei Millionen Euro durch Babišs Firma. Das Prager Stadtgericht hat Babiš und eine damalige Mitarbeiterin zweimal freigesprochen, beide Male ging das Obergericht von Prag in Revision und fordert nun einen Schuldspruch. Kommende Woche wird sich der Immunitätsausschuss des Abgeordnetenhauses mit dem Antrag des Gerichts befassen, Babišs Immunität aufzuheben.
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15.01.2026
Das diesjährige Filmfestival Berlinale präsentiert mehrere Filme, an denen sich Tschechien beteiligt hat. Die slowakische Regisseurin Andrey Szelesová stellt ihren Kurzanimationsfilm „En, ten, týky!“ in der Kategorie Generation Kplus vor. Der zweite Film mit dem Titel „Roya“ der iranischen Regisseurin Manház Mohammadí wurde in Koproduktion mit Tschechien, Deutschland, Luxemburg und Iran gedreht.
Seine Weltpremiere wird auch der digital restaurierte Film „Panelstory“ („Geschichte der Wände oder Wie eine Siedlung entsteht“) der tschechischen Regisseurin Věra Chytilová haben. Es handelt sich um eine Sozialsatire über die Schwierigkeiten des Zusammenlebens in einer neu errichteten Hochhaussiedlung am Rande von Prag aus dem Jahre 1979. Der Film ist in der Sektion Berlinale Classics zu sehen. Das Internationale Filmfestival Berlinale findet vom 12. bis 21. Februar statt.
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