Russischer Militärnachrichtendienst GRU soll Brandanschläge in Tschechien geplant haben
Der russische Militärnachrichtendienst GRU soll womöglich mehrere Brandanschläge in Tschechien geplant haben. Darüber informierte am Freitag die Presseagentur Reuters und verwies auf Informationen litauischer Behörden.
Demnach soll eine dem GRU nahestehende Gruppe 2024 versucht haben, einen Brandanschlag auf einen litauischen Betrieb durchzuführen, der Funkscanner für die ukrainische Armee herstellt. Die gleiche Gruppierung steht den litauischen Behörden zufolge hinter ähnlichen geplanten Angriffen in Tschechien, Rumänien und Polen. In Tschechien seien Anschläge auf eine Postfiliale, ein Einkaufszentrum, ein Kino sowie auf Busse der Prager Verkehrsbetriebe geplant gewesen, hieß es vom stellvertretenden Leiter der litauischen Kriminalpolizei, Saulius Briginas.
Ein Prager Gericht hatte vergangenes Jahr einen Kolumbianer zu einer achtjährigen Haftstrafe verurteilt, der 2024 einen Brandanschlag auf ein Busdepot der Prager Verkehrsbetriebe verübt hat. Tschechiens damaliger Premier Petr Fiala (Bürgerdemokraten) äußerte damals, dass wahrscheinlich Russland hinter dem Vorfall stecke. Die Staatsanwaltschaft betonte jedoch, dass die Beweislage nicht eindeutig eine Verwicklung Russlands erkennen lasse.