Nach Schießerei im Rathaus von Chřibská mit zwei Toten: Ermittlungen am Tatort beendet
Nach der Schießerei im Rathaus der nordböhmischen Gemeinde Chřibská mit zwei Toten hat die tschechische Polizei in der Nacht zu Dienstag die Ermittlungen am Tatort beendet. Das Gemeindeamt bleibt nach wie vor bis auf weiteres geschlossen. Die Polizei untersucht den Fall nicht nur wegen Mordes, sondern auch, weil der Täter seine vier bei sich geführten Waffen illegal besessen haben soll. Derweil hat auch die Generalinspektion der Sicherheitskräfte (GIBS) wegen des Einsatzes in dem Rathaus die Ermittlungen aufgenommen. Die Polizei hatte zuvor informiert, dass eine der Verletzten womöglich von einem Schuss aus einer Dienstwaffe getroffen wurde.
Im Rathaus von Chřibská war es am Montag zu einer Schießerei gekommen. Einer der beiden Toten ist ein Angestellter des Gemeindeamtes. Zudem erschoss sich der 39-jährige Täter selbst. Sechs Menschen wurden verletzt, darunter drei Polizisten sowie der Bürgermeister des Ortes. Den bisherigen Erkenntnissen der Ermittler zufolge könnte es sich um eine Beziehungstat gehandelt haben. Wie am Dienstag bekanntgegeben wurde, soll der Täter wegen Eigentums- und Drogendelikten vorbestraft gewesen sein. Zudem sei er in der Vergangenheit unter Drogen Auto gefahren, hieß es von der Polizei.