• 23.09.2026

    Am Donnerstag ist es in Tschechien bewölkt bis bedeckt. Vor allem in der ersten Tageshälfte gibt es zeitweise Regenschauer, die am Nachmittag allmählich nachlassen. Die Tageshöchsttemperaturen steigen auf 13 bis 17 Grad.

  • 23.09.2026

    Tschechien verschärft ab diesem Mittwoch die Meldepflicht für russische Diplomaten. Wie Außenministeriums-Sprecher Adam Čörgö der Nachrichtenagentur ČTK bestätigte, müssen Reisen künftig einen Tag im Voraus angemeldet werden. Dabei müssen die Diplomaten den Reisezweck, die Route, die Dauer und den genauen Aufenthaltsort angeben.

    Premier Andrej Babiš (Partei Ano) hatte bereits im Februar nach Kritik der Opposition ein strengeres System versprochen. Die Maßnahme ergänzt eine seit dem 25. Januar geltende EU-Regelung. Diese verpflichtet russische Diplomaten im Schengen-Raum dazu, jeden Eintritt in einen EU-Mitgliedstaat zu melden, der außerhalb ihres eigentlichen Akkreditierungslandes liegt.

  • 23.09.2026

    Der tschechische Milliardär Daniel Křetínský steigt mit seinem Energiekonzern EP Holding (EPH) in den Bieterwettbewerb um Deutschlands wichtigsten Gasversorger Uniper ein.

    Wie das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Insider berichtete, hat das Unternehmen ein unverbindliches Angebot für den gesamten Konzern abgegeben. Die EPH tritt in der Offerte demnach als alleiniger Käufer auf. Während sich die Konzernleitung offiziell nicht zu den Plänen äußern wollte, wird über einen heftigen der Uniper-Belegschaft gegen den Einstieg des tschechischen Investors berichtet.

  • 23.09.2026

    Nach einer Razzia der tschechischen Polizei in mehreren Gebäuden der tschechischen Akademie der Wissenschaften  in Prag wurde niemand festgenommen oder angeklagt. Die Ermittler stellten bei dem Einsatz am Dienstag jedoch umfangreiches Dokumentenmaterial sicher. Dies bestätigten Aleše Cimbala, Sprecher der Prager Staatsanwaltschaft, sowie die Akademiesprecherin Markéta Růžičková am Mittwoch.

    Weitere Details wurden mit Verweis auf das laufende Verfahren zunächst nicht mitgeteilt. Laut der Zeitung Deník N richten sich die Ermittlungen gegen den Verdacht, dass an der Akademie fiktive Arbeitsverträge ausgestellt wurden.

  • 23.09.2026

    Das tschechische Kartellamt (Úřad pro ochranu hospodářské soutěže) ÚOHS hat seit ihrer Gründung mehr als 3100 Verfahren durchgeführt und Bußgelder von über zehn Milliarden Kronen (400 Millionen Euro) verhängt. Diese Bilanz zog Behördenchef Petr Mlsna am Mittwoch auf einer Jubiläumskonferenz in Prag.

    Die Behörde wurde 1991 als Amt für Volkswirtschaftsschutzgegründet. Seitdem hat sie sein Aufgabenspektrum von einer Kernkompetenz auf fünf zentrale Bereiche ausgeweitet. Heute verantwortet das Kartellamt neben dem Schutz des wirtschaftlichen Wettbewerbs auch die Überwachung des öffentlichen Vergabewesens, die Kontrolle staatlicher Beihilfen, die Regulierung von Marktmacht sowie den Zugang zur Verkehrsinfrastruktur.

  • 23.09.2026

    Ein Konzert der Tschechischen Philharmonie unter der Leitung der Hongkonger Dirigentin Elim Chan beschließt am Mittwochabend im Rudolfinum den 19. Jahrgang des internationalen Musikfestivals „Dvořáks Prag“ (Dvořákova Praha).

    Als Solist tritt der Geiger Gil Shaham auf. Auf dem Programm stehen Werke von Bohuslav Martinů, Sergej Prokofjew, Antonín Dvořák und Igor Strawinsky.

  • 23.09.2026

    Der tschechische Staatspräsident Petr Pavel wird am Mittwoch eine Rede vor der UN-Vollversammlung halten. Darin will er die Risiken neuer Technologien sowie die notwendige UN-Reform thematisieren. Im Vorfeld äußerte er sich in New York gegenüber tschechischen Journalisten zur Eröffnungsrede von US-Präsident Donald Trump. Diese sei offensichtlich stärker auf amerikanische Wähler zugeschnitten gewesen als auf globales Publikum, meinte er.

    Bereits am Dienstag nahm Pavel am Rande der UN-Vollversammlung an einer von Emmanuel Macron initiierten Konferenz zum Schutz von Kinderrechten im Zeitalter Künstlicher Intelligenz teil. Nach der Veranstaltung betonte er, dass beim Kinderschutz der internationale Wille zur Regulierung besonders stark ausgeprägt sei. Pavel zeigte sich zuversichtlich, dass Technologieunternehmen künftig eine stärkere Verantwortung übernehmen sowie bald spürbare Maßnahmen ergriffen werden, um auch die breite Öffentlichkeit vor den negativen Einflüssen der KI zu schützen.

  • 23.09.2026

    Das tschechische Unternehmen Škoda JS, das zum halbstaatlichen Konzern ČEZ gehört, hat einen Exklusivvertrag mit der britischen Firma Rolls-Royce SMR über die Entwicklung und Lieferung von Antrieben für kleine modulare Reaktoren (SMR) geschlossen. Wie der tschechische Industrie- und Handelsminister Karel Havlíček (Partei Ano) auf einer Pressekonferenz am Mittwoch bekanntgab, wird das in Plzeň / Pilsen ansässige Unternehmen damit zum alleinigen Konstrukteur und Lieferanten dieser Reaktorenantriebe.

    Laut dem Generaldirektor von Škoda JS, Karel Bednář, sichert dieser Vertrag dem Unternehmen wiederkehrende Aufträge mit einem geschätzten Wert von jeweils rund einer Milliarde Kronen (40 Millionen Euro) pro SMR-Anlage. Der erste kleine modulare Reaktor in Tschechien soll Mitte der 2030er Jahre in Temelín in Betrieb genommen werden.

  • 22.09.2026

    Die tschechischen Tennisspielerinnen haben das Halbfinale des Billie Jean King Cup erreicht. Am Dienstag besiegten sie im chinesischen Shenzhen die Britinnen mit 2:0 nach Spielen. Zunächst gewann Marie Bouzková in drei Sätzen (7:6, 4:6, 6:4) gegen Sonay Kartal, dann steuerte Wimbledonsiegerin Linda Nosková mit 6:2 und 7:6 gegen Katie Boulter den entscheidenden zweiten Punkt bei.

    Im Kampf ums Finale treffen die Schützlinge von Teamkapitänin Barbora Strýcová am Freitag auf die Spanierinnen.

    Autor: Till Janzer
  • 22.09.2026

    Insgesamt 1,1 Millionen Tschechen hatten im vergangenen mit sogenannter Energiearmut zu kämpfen. Das heißt, dass sie mehr als 20 Prozent ihrer Netto-Einkünfte für Strom und Heizung ausgeben mussten, nicht genügend heizen konnten oder wegen der Energierechnungen verschuldet waren. Diese Zahlen haben Vertreter der Universität in Ostrava / Ostrau, der Umweltvereinigung Hnutí Duha (Bewegung Regenbogen) und der Plattform für soziales Wohnen am Mittwoch in Prag präsentiert.

    Laut der entsprechenden Studie ist die Zahl der Menschen in Energiearmut hierzulande gegenüber den beiden vorherigen Jahren um rund 200.000 zurückgegangen. Laut den Experten bestehen drei Gründe für die Energiearmut in Tschechien: niedrige Löhne, hohe Preise für Strom und Wärme sowie die schlechte Isolierung vieler Häuser.

    Autor: Till Janzer

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