• 28.11.2001

    Nach fast einmonatiger Pause ist am frühen Mittwochmorgen im ersten Block des südböhmischen Kernkraftwerks Temelin wieder die atomare Kettenreaktion ausgelöst worden. Wie der Sprecher des Atomkraftwerks, Milan Nebesar, der Nachrichtenagentur CTK meldete, sei die Leistung des Reaktors bislang minimal. Nach einer zweitägigen Testphase werde der Reaktor den unterbrochenen Probebetrieb wieder aufnehmen und auf 75% hochgefahren werden. Der Meiler war am 1. November wegen einer undichten Pumpe abgeschaltet worden.

  • 28.11.2001

    Das Abgeordnetenhaus hat am Dienstag das Veto des Senats überstimmt und erneut den Regierungsentwurf für ein neues Kirchengesetz in seiner ursprünglichen Fassung verabschiedet. Der Entwurf sieht eine Regelung des Verhältnisses zwischen Staat und Kirche vor. Kirchenvertreter sehen durch ihn die bisherige Religionsfreiheit eingeschränkt und die Tätigkeit der Diakonie bedroht. Die Gesetzesvorlage muss jetzt noch vom Präsidenten unterzeichnet werden.

  • 28.11.2001

    Laut Staatspräsident Vaclav Havel wird das im kommenden Jahr in Prag stattfindende NATO-Gipfeltreffen von grundlegender historischer Bedeutung sein. Die Mitgliedsstaaten sollten sich bei diesem Anlass klar dazu äußern, um welche Staaten man die Allianz noch erweitern wolle, aber auch die Grenzen der Erweiterung abstecken, meinte Havel am Dienstag im Rahmen einer öffentlichen Senatsanhörung. Der tschechische Präsident gilt als Befürworter der NATO-Osterweiterung, vertritt jedoch die Ansicht, dass eine Aufnahme Russlands in das Bündnis nicht zur Verbesserung der Beziehungen zwischen West und Ost beitragen würde. Die Mehrzahl der tschechischen Politiker stimmt mit dieser Ansicht des Präsidenten überein. Der Regierungsbeauftragte für die Vorbereitung des NATO-Gipfels, Alexandr Vondra, sagte am Dienstag, er halte es für sehr wahrscheinlich, dass die Nordatlantische Allianz auf ihrem Gipfel im kommenden Jahr 5-6 neue Kandidaten aufnehme.

  • 27.11.2001

    Der tschechische Außenminister Jan Kavan erklärte am Montag, er habe sein Pendant innerhalb der afghanischen Nordallianz, Abdullah Abdullah, in einem Brief aufgefordert, eine möglichst breit gefächerte Regierungskoalition zu bilden. Vergangene Woche hatte die USA die Tschechische Regierung aufgefordert bei der Regierungsbildung in Afghanistan zu Gunsten einer ethnisch breit angelegten Koalition zu intervenieren.

  • 27.11.2001

    Wie Pavel Pittermann, der Sprecher des Staatlichen Amtes für Atomsicherheit, am Montagabend bekannt gab, wird der erste Reaktor des umstrittenen südböhmischen Kernkraftwerks Temelin bereits am Dienstag seinen Betrieb wieder aufnehmen. Warum man die eigentlich erst für Mittwoch anvisierte Wiederinbetriebnahme vorgezogen hat, erläuterte Pittermann nicht. Das Personal des AKW's wird die Reaktorleistung schrittweise auf 75% hochfahren.

  • 27.11.2001

    Zwei Drittel der Tschechen sind von der Richtigkeit der EU-Integration überzeugt - nur drei Prozent sind entschieden dagegen. Dies geht aus der Novemberumfrage des Zentrums für Meinungsforschung hervor. Demnach sind 20% der Tschechen zufrieden mit der bisherigen Geschwindigkeit des Beitrittsprozesses, 13 % zeigten sich weniger geduldig und immerhin 41% gaben an, die Dynamik der Integration nicht beurteilen zu können.

  • 26.11.2001

    Das Kabinett entscheidet auf seiner heutigen Sitzung über die Art und Weise, wie die für eine Kampagne gegen Rassismus bestimmten Finanzen verwendet werden sollen. Vizepremier Pavel Rychetsky und der Regierungsbevollmächtigte für Menschenrechte, Jan Jarab, schlagen vor, den Auftrag in Höhe von 2 Millionen Kronen der gemeinnützigen Gesellschaft "Mensch in Not" zu geben. Diese realisiert seit September eine absichtlich provokative und kontroverse Kampagne gegen Rassismus.

  • 26.11.2001

    Der größte Teil der Tschechen fürchtet sich im Zusammenhang mit den Terroranschlägen in den USA vor einer Panik, aber auch vor tatsächlichen Anschlägen. Dies geht aus einer Untersuchung der Agentur TNS Factum vom Oktober hervor. Die Bürger glauben kaum, dass das integrierte Rettungssystem sie schützen könnte. Einen Panikausbruch befürchten 83 Prozent der Tschechen. Angst vor tatsächlichen Terrorattacken haben 80 Prozent der Befragten.

  • 25.11.2001

    Die Lockerung der nach den Terroranschlägen in den USA verhängten Sicherheitsmaßnahmen in der Tschechischen Republik, über die am Donnerstag entschieden wurde, bezieht sich nicht auf den Schutz des US-Senders Radio Free Europe und auf die Bewachung des Geländes des Prager Flughafens. Innenminister Stanislav Gross informierte darüber nach der Sitzung des Krisenstabs am Freitag.

  • 24.11.2001

    Das südböhmische AKW Temelin habe sich mit allen potentiellen Schwächen der russischen Reaktoren und einigen technischen Problemen auseinandergesetzt. Einer sicheren Inbetriebnahme stehe nichts im Wege. Dies erklärte am Freitag die Direktorin der tschechischen Staatsbehörde für Atomsicherheit Dana Drabova, nach einer einwöchigen Inspektion im AKW durch internationale Experten. Die Internationale Atomenergie-Organisation informierte jedoch die Nachrichtenagentur APA in Wien, es gebe bisher kein Abschlussdokument über die Kontrolle. Alle Kenntnisse müssten noch sortiert und ausgewertet werden und erst danach werde ein Bericht verfasst, informierte ein Mitarbeiter der Agentur.

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