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14.12.2001
Die Umweltschützer von Greenpeace haben am Donnerstag erneut auf fehlerhafte Reparaturen der Schweißnähte an den Rohren des ersten Reaktorblocks im südböhmischen AKW Temelin aufmerksam gemacht. Die Polizei sei bei der Untersuchung des Falles wahrscheinlich absichtlich auf eine falsche Fährte geführt worden und habe andere Rohre inspiziert, erklärte Greenpeacesprecher Vaclav Vasku auf einer Pressekonferenz in Prag. Der Fehler an der Schweißnaht könne zu einer Materialermüdung führen, vermuten die Umweltschützer. Greenpeace hatte bereits vor über einem Jahr auf die Mängel hingewiesen und Strafanzeige erstattet. Im Rahmen der Untersuchungen zeigten die Greenpeace-Mitarbeiter die fehlerhafte Naht dann den Experten vom Staatlichen Amt für Kernsicherheit, diese wiederum sollten die Ermittler zu der besagten Stelle führen. Erst im Oktober, anlässlich eines Treffens mit der Atomsicherheitsbehörde stellte Greenpeace fest, dass die Polizei das falsche Rohr untersucht hatte. In diesem Zusammenhang hat Greenpeace den französischen Energiekonzern EDF am Donnerstag gewarnt, den Temelinbetreiber, die tschechische Energiegesellschaft CEZ, zu übernehmen. EDF gilt als einer der Favoriten bei der Privatisierung der staatlichen Energiegesellschaft. CEZ hat am Nachmittag ihrerseits die Prager Staatsanwaltschaft aufgefordert, das Vorgehen der Umweltschutzorganisation zu untersuchen. CEZ-Sprecher Ladislav Kriz sagte, die Verbreitung dieser unwahren Information könne nicht nur bei der Bevölkerung Ängste um die AKW-Sicherheit hervorrufen, sondern möglicherweise auch den Ertrag aus der Privatisierung der Gesellschaft verringern.
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14.12.2001
Der Roma-Aktivist Jan Rac möchte im mährischen Zlin ein Museum der Roma-Kultur errichten. Mit einem ähnlichen bereits in Brünn existierenden Museum wolle er sich allerdings nicht verbinden, denn anders als dort sollten im Zliner nur Roma angestellt werden, sagte Rac gegenüber der Zliner Zeitung. Rac, der schon seit 23 Jahren Roma-Kulturgüter sammelt, hat bereits über 7000 Bilder, 4000 Bücher, 3000 Musikaufnahmen dazu Hunderte von Broschen, Kopftüchern und Zeichnungen gesammelt.
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13.12.2001
Die tschechische Regierung hat auf ihrer Sondersitzung am Mittwochabend in Prag einmütig die Entsendung tschechischer Soldaten zu Friedens- und humanitären Missionen in Afghanistan gebilligt. Die Tschechische Republik werde dabei ihren Verbündeten innerhalb der Anti-Terror-Allianz eine Chemiewaffen-Einheit, ein Feldlazarett und weitere 120 bis 150 Wachsoldaten zur Verfügung stellen. Dies erklärte Ministerpräsident Milos Zeman im Anschluss an die Sondersitzung vor Journalisten.
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13.12.2001
Die Tschechische Republik hat am Mittwoch in Brüssel bei den Beitrittsgesprächen zur EU-Mitgliedschaft das Energiekapitel abgeschlossen, das lange von Österreich wegen der Bedenken gegen das Atomkraftwerk Temelin blockiert worden ist. Sowohl der tschechische Außenminister Jan Kavan als auch dessen österreichische Amtskollegin Benita Ferrero Waldner wussten diese Tatsache in versöhnlichen Ansprachen sehr zu schätzen. Über eine eventuelle Wiedereröffnung dieses Kapitels wurde nichts verlautbart. Minister Kavan sprach daher die Hoffnung aus, dass es auch in Zukunft keine solch ernsthaften Umstände geben werde, um von einer Wiedereröffnung dieses Kapitels Gebrauch machen zu müssen.
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13.12.2001
Der tschechische Senatschef Petr Pithart sprach am Mittwoch während seines Treffens mit dem Niederösterreichischen Landeshauptmann Erwin Pröll im Moorheilbad Harbach die Hoffnung aus, dass sein Besuch zu einer Veränderung des politischen Klimas zwischen beiden Ländern beitragen möge " ein Klima, das lange Zeit vornehmlich wegen des Streits um das Atomkraftwerk Temelin belastet wurde. Pithart steht an der Spitze einer vierköpfigen Abordnung tschechischer Senatoren, die sich derzeit zu einem dreitägigen offiziellen Besuch in Österreich aufhält. Das Programm des Besuches sieht u.a. die Treffen des tschechischen Senatschefs mit Österreichs Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, Außenministerin Benita Ferrero Waldner und Umweltminister Wilhelm Molterer vor. Hauptthemen der Gespräche werden die beiderseitigen parlamentarischen und grenzüberschreitenden Beziehungen sein.
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12.12.2001
Das südböhmische Atomkraftwerk Temelin liefert erneut Strom in das Stromnetz des Landes. Das Personal des Atomkraftwerkes hat am Dienstag den Turbogenerator ans Netz angeschlossen und die Leistung des Reaktors auf 50 Prozent erhöht. Der Pressesprecher des Atomkraftwerkes Milan Nebesar sagte der Nachrichtenagentur CTK, dass der erste Block jetzt 449 Megawatt Strom ins Netz des Landes liefert. Der Probebetrieb des ersten Reaktorblocks, dessen Beginn vor allem durch die Probleme mit der Turbine verspätet wurde, soll im März kommenden Jahres gestartet werden. Der Probebetrieb wird 18 Monate laufen, in denen sich der Reaktor in Garantie befinden wird. Erst danach wird der kommerzielle Betrieb von der Betreibergesellschaft CEZ aufgenommen. Mit der Anlieferung der Brennstäbe wird am Anfang des kommenden Jahres gerechnet.
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12.12.2001
Die Mehrheit der Tschechen fühlt sich nicht entsprechend informiert über die europäische Integration. Wie sich aus einer Umfrage, durchgeführt im Herbst vom Gallup-Institut in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission, ergeben hat, glauben rund 60 Prozent der Tschechen, über unzureichende Informationen bezüglich des Integrationsprozesses zu verfügen. Für ausreichend bzw. gut informiert halten sich etwa 34 der Befragten. Der EU-Botschafter in der Tschechischen Republik, Ramiro Cibrian, plädierte diesbezüglich für eine Besserung, verwies aber gleichzeitig auf eine ähnliche Situation in einigen anderen Kandidatenländern. Wie sich aus der Umfrage ebenfalls ergab, sind die meisten Tschechen im Unterschied zu den Bürgern anderer Länder mit dem Tempo des EU-Erweiterungsprozesses zufrieden.
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11.12.2001
Über ihre negativen Erfahrungen mit der ehemaligen kommunistischen Geheimpolizei StB haben vor dem Gericht des 6.Prager Stadtbezirks zwei damalige Dissidenten Ivan Medek und Frantisek Starek berichtet. Als Zeugen traten sie im jenem Gerichtsverfahren auf, das kürzlich gegen fünf ranghohe Funktionäre des Innenministeriums und des StB eingeleitet wurde. Der ehemalige Innenminister Jaromir Obzina und vier seine Untergebenen müssen sich für ihre Tätigkeit im Rahmen der Geheimpolizeiaktion mit dem Decknamen "Asanace" vor Gericht verantworten. Der Anklage zufolge nötigten sie in den Jahren 1978 - 84 die Signatare der Charta 77, einen Auswanderungsantrag zu stellen.
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10.12.2001
Das Böhmerwaldmuseum in Kasperske Hory, Bergreichenstein, stellt bis Ende Februar über 30 Holzkrippen aus, deren älteste aus dem 18. Jahrhundert stammen. Wie Museumssprecher Vladimir Horpeniak mitteilte, werden im Rahmen der Ausstellung mehr als 600 Menschenfiguren, rund 350 Tierattrappen und nicht weniger als 270 Miniaturgebäude zu bewundern sein.
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09.12.2001
Die Bürgerdemokratische Partei ODS propagiert laut der Freiheitsunion eine Politik der Beendigung der europäischen Integration. So hieß es in einer am Samstag veröffentlichten Reaktion des nationalen Ausschusses der Freiheitsunion auf die Äußerungen des ODS-Vorsitzenden Vaclav Klaus im Europäischen Parlament. Klaus hatte in Brüssel eine tiefere Vernetzung der EU entschieden abgelehnt. Die Unionisten seien, gemäß den Worten ihrer Vorsitzenden Hana Marvanova, für die Annahme einer europäischen Verfassung und für die EU in Form einer Föderation.
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