• 04.08.2026

    Die Banken in Tschechien sind in sehr guter Verfassung und könnten auch einer spürbaren Verschlechterung der wirtschaftlichen Bedingungen standhalten. Dies bestätigten die Ergebnisse der Stresstests der Tschechischen Nationalbank (ČNB), die darüber am Dienstag in einer Pressemitteilung informierte. Der tschechische Bankensektor verfügt demnach über ein robustes Kapitalpolster.

    Die Nationalbank nutzt Stresstests, um die Widerstandsfähigkeit des gesamten Finanzsystems und der in der Tschechischen Republik ansässigen Finanzinstitute zu bewerten. Diese Aufsichtstests führt sie seit 2009 in Zusammenarbeit mit ausgewählten Banken durch. In die diesjährige Testreihe wurden 13 inländische Banken miteinbezogen, die etwa 92 Prozent der Aktiva des Bankensektors in Tschechien repräsentieren.

  • 04.08.2026

    In Strážnice in Südmähren wurde am Montag ein neuer Hitzerekord für Mähren und Schlesien aufgestellt. An der dortigen Station wurde um 14:50 Uhr ein Wert von 39,9 Grad gemessen.

    Der bisherige Höchstwert für die Region lag bei 39,7 Grad und wurde am 8. August 2013 in Brod nad Dyjí registriert. Das Tschechische Hydrometeorologische Institut (ČHMÚ) informierte darüber in den sozialen Netzwerken.

  • 04.08.2026

    Die Václav-Havel-Bibliothek will unter einem neuen Namen als Institution fortbestehen, das Erbe des ehemaligen Präsidenten und Dramatikers weiterentwickeln und möglichst viele frühere Projekte bewahren. Dies gab die Bibliothek in einer Pressemitteilung am Montag bekannt.

    Da die Namensrechte erloschen sind, zieht sich die Bibliothek vollständig aus der Organisation des renommierten Václav-Havel-Menschenrechtspreises zurück. Zudem steht ein personeller Umbruch bevor: Die Bibliothek baut ein neues Team auf, und der Vorstand soll in den kommenden Monaten die Ausschreibung für eine neue Leitung bekanntgeben.

    Hintergrund der Entscheidung ist der Schritt der Präsidentenwitwe und Mitbegründerin Dagmar Havlová, die bereits im Juni ihre Einwilligung zur Nutzung des Namens „Václav Havel“ durch die Bibliothek widerrufen hatte.

  • 04.08.2026

    Am Dienstag endet die Frist für die Einreichung der Kandidatenlisten für die im Herbst stattfindenden Kommunal- und Senatswahlen in Tschechien. Parteien, Bewegungen, Koalitionen und unabhängige Kandidaten müssen ihre Nominierungen bis spätestens 16:00 Uhr bei den zuständigen Gemeindeämtern einreichen, um für die Sitze in den Stadt- und Gemeindevertretungen und in der oberen Parlamentskammer kandidieren zu können.

    Die landesweiten Kommunalwahlen werden ale vier Jahre abgehalten und finden diesmal am 9. und 10. Oktober statt. Sie werden gemeinsam mit der ersten Wahlrunde für ein Drittel der Senatssitze durchgeführt. Letztere betrifft 27 Wahlbezirke, in denen die Bürger vor sechs Jahren das letzte Mal über ihre Vertretung entschieden haben.

    Bei den Kommunalwahlen vor vier Jahren wurden in 6243 Städten und Gemeinden rund 60.000 der mehr als 178.000 Kandidaten gewählt.

  • 03.08.2026

    Der Vorstand des staatlichen Unternehmens Letiště Praha, das den Prager Václav-Havel-Flughafen betreibt, hat am Montag einen neuen Vorsitzenden gewählt. Auf Grundlage einer früheren Entscheidung des Finanzministeriums hat der gewählte Radomír Lašák das Amt bereits am 1. August angetreten. In einer Presseerklärung schreibt das Unternehmen, dass Lašák nun für die strategische Führung und die Weiterentwicklung des Flughafens verantwortlich sei.

    Fünf Gewerkschaftsorganisationen sind wegen der Amtsübernahme Lašáks bereits seit 21. Juli in Streikbereitschaft. Sie begründen dies mit Bedenken über die weitere Ausrichtung des Unternehmens und verweisen auf den Bankrott der Fluggesellschaft ČSA, die Lašák einst leitete. Die Gewerkschaften zeigen sich zudem beunruhigt über Äußerungen des tschechischen Premiers Andrej Babiš (Partei Ano), in denen er unlängst einen möglichen Börsengang von Letiště Praha in Erwägung zog.

  • 03.08.2026

    Der bisher eigenständige Paketdienst der Tschechischen Post namens „Balíkovna“ wird nach dem Rückzug des Divisionschefs Martin Kinent wieder vollständig in das staatliche Mutterunternehmen eingegliedert. Ein neuer Leiter für „Balíkovna“ werde nicht gesucht, sagte der tschechische Innenminister Lubomír Metnar (Partei Ano) dem Nachrichtenportal Respekt.cz. Die Post untersteht dem Innenressort.

    Kinent hatte den Posten von Anfang März bis Ende Mai dieses Jahres inne. Früheren Medienberichten zufolge ist der Manager gemeinsam mit der gesamten Divisionsleitung auf eine gegenseitige Einigung mit der Post hin zurückgetreten. Seitdem unterstehe der Paketdienst dem Postdirektor, so Metnar gegenüber Respekt.cz.

  • 03.08.2026

    Eine Einzelfahrt mit der Seilbahn auf dem Prager Petřín-Hügel wird nach der Wiedereröffnung 100 Kronen (4,13 Euro) kosten. Damit erhöht sich ihr Preis von den ursprünglichen 60 Kronen (2,48 Euro). Wer das Ticket jedoch nicht am Schalter, sondern über die Telefon-App Lítačka kauft, bezahlt nur 90 Kronen (3,72 Euro).

    Der neue Tarif wurde Mitte Juli von der Prager Stadtversammlung genehmigt und tritt am 1. September in Kraft. In dem Monat soll auch die Seilbahn wieder in Betrieb genommen werden. Seit knapp zwei Jahren wird das Gleisbett komplett saniert, und es gibt neue Bahnkabinen.

  • 03.08.2026

    Auch am Dienstag ist es in Tschechien wieder heiß. Zunächst ist es verbreitet heiter. Am Nachmittag und Abend ziehen im böhmischen Landesteil dann Wolken durch, und vor allem im Nordosten kann es örtlich Schauer und Gewitter geben. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 34 bis 39 Grad.

  • 03.08.2026

    Das Stromnetz in Tschechien weist die nötige Flexibilität für die nächsten zehn Jahre auf. Mit dieser Nachricht bezog sich das staatliche Betreiberunternehmen ČEPS unlängst auf die Fähigkeit, auf mögliche Veränderungen in Stromproduktion und -verbrauch reagieren und beides ausbalancieren zu können.

    In der Mitte Juli veröffentlichten Analyse betont der Vorstand von ČEPS, dass die besagte Flexibilität notwendig sei für einen sicheren und verlässlichen Betrieb des Stromnetzwerkes in Tschechien. Alle Modellversuche hätten diesen in einem zeitlichen Horizont bis in die Jahre 2030 bis 2035 bestätigt, so der Bericht.

  • 03.08.2026

    Die Oberstaatsanwaltschaft in Olomouc / Olmütz hat in der sogenannten Bitcoin-Affäre vier Anklagen erhoben. Sie betreffen den schon früher verurteilten Darknet-Händler Tomáš Jiříkovský, Ex-Justizminister Pavel Blažek, dessen ehemaligen Stellvertreter Radomír Daňhel sowie den Anwalt Kárim Titz. Wie die Presseagentur ČTK am Montag in Erfahrung brachte, ist die Anklageschrift an das Kreisgericht in Brno / Brünn überstellt worden.

    Ermittelt wird dabei eine Bitcoin-Schenkung im Wert von knapp einer Milliarde Kronen (41 Millionen Euro) von Jiříkovský an das tschechische Justizministerium. Ressortleiter Blažek (damals Bürgerdemokraten) ist wegen der Affäre im Juni 2025 zurückgetreten. Für ihn und Daňhel fordert die Staatsanwaltschaft wegen Geldwäsche jeweils 6,5 Jahre Haft, für Anwalt Titz sogar acht Jahre Haft.

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