Archäologen in Marienbad untersuchen die Überreste einer ehemaligen Synagoge
In Mariánské Lázně / Marienbad im Westen Tschechiens werden derzeit die Überreste einer ehemaligen Synagoge erforscht. Sie wurde von den Nationalsozialisten während der sogenannten Kristallnacht am 9. November 1938 geplündert und niedergebrannt. Die archäologischen Untersuchungen laufen seit September. In den Ruinen seien farbige Scherben mit hebräischen Inschriften oder die Überreste einer Mikwe gefunden worden, wie Michal Beránek vom Museum Cheb am Donnerstag gegenüber der Presseagentur ČTK sagte.
Nach dem Abriss des in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichteten Gebäudes stand das Grundstück bis jetzt leer, es wurde vor kurzem von einem privaten Investor erworben. Laut Beránek plant ein tschechischer Geschäftsmann jüdischer Herkunft auf den erhaltenen Baufundamenten eine neue Synagoge zu errichten.