Journalisten Philip Obaji und in memoriam Wiktorija Roschtschyna erhalten Homo-Homini-Preis

Mit dem Preis Homo Homini, der vom 27. Jahrgang des Festivals „Jeden svět“ (One World) für den Kampf für die Menschenrechte verliehen wird, werden die Journalisten Philip Obaji und in memoriam Wiktorija Roschtschyna ausgezeichnet. Die ehemalige slowakische Staatspräsidentin Zuzana Čaputová wird die Preise am 12. März bei der feierlichen Festivaleröffnung im Zentrum Pražská křižovatka übergeben. Darüber informierte Festivaldirektor Ondřej Kamenický am Mittwoch in Prag.

Der nigerianische Journalist Obaji wird für seine ausführlichen Berichte über die Verletzung der Menschenrechte wehrloser Bürger durch die russische Söldnergruppe Wagner und weitere paramilitärische Gruppierungen gewürdigt. Die ukrainische Journalistin Roschtschyna wird den Festivalveranstaltern zufolge für ihren Mut ausgezeichnet, über das Schicksal der Ukrainer auf den von Russland besetzten Gebieten zu erzählen. Obaji wird den Preis persönlich entgegennehmen. Roschtschyna verschwand im August 2023. Den Medienberichten zufolge starb sie unter ungeklärten Umständen in russischer Haft.

Das Menschenrechtsfestival „Jeden svět“ findet in 57 Städten in ganz Tschechien  statt. In Prag wird es vom 12. bis 20. März veranstaltet.