Tschechiens Premier Fiala erwartet keine Einigung bei EU-Sondergipfel

Laut Tschechiens Premier Petr Fiala (Bürgerdemokraten) wird die Zustimmung zu einer Unterstützung der Ukraine beim EU-Sondergipfel am Donnerstag weniger stark sein als bei vorherigen Treffen. Der tschechische Regierungschef sagte dies vor seinem Abflug nach Brüssel und verwies auf die Haltung von Ungarn und der Slowakei. Sollte sich die EU nicht auf eine Unterstützung der Ukraine einigen können, ist es laut Fiala umso wichtiger, dass man eine gemeinsame Haltung zur Stärkung der eigenen Verteidigung und Sicherheit findet.

Der Sondergipfel in Brüssel findet vor dem Hintergrund der unsicheren US-Waffenlieferungen für Kiew statt. Zu den Gästen wird auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gehören.

Fiala äußerte sich vor seinem Abflug auch zu den Plänen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, der eine Ausweitung des nuklearen Schutzschirmes seines Landes auf weitere Verbündete erwägt. Die Debatte über den Vorstoß ist laut dem tschechischen Premier verfrüht.