Tschechische Regierung setzt keine Frist für Einführung des Euro

Die tschechische Regierung hat am Mittwoch beschlossen, keinen Termin für die Einführung der europäischen Einheitswährung festzulegen. Die Entscheidung stützt sich auf eine gemeinsame Empfehlung des Finanzministeriums und der Tschechischen Nationalbank (ČNB).

Einem Material zufolge, das die Bereitschaft des Landes für die Mitgliedschaft in der Eurozone bewertet, hat Tschechien im vergangenen Jahr drei der fünf Kriterien für die Einführung des Euro erfüllt, nämlich die Höhe des öffentlichen Defizits, die Höhe der Verschuldung und die Höhe der Zinssätze. Die Erfüllung des Inflationskriteriums und der Verpflichtung, dem Wechselkursmechanismus WKM II beizutreten, stehen noch aus.

Finanzminister Zbyněk Stanjura (Bürgerdemokraten) führte in einer Pressemitteilung an, die Erfüllung der Kriterien im Bereich der öffentlichen Finanzen ermögliche es, eine Diskussion über die Einführung des Euro zu eröffnen. Der Schlüsselfaktor ist laut ihm die Unterstützung durch die Bevölkerung. Diese liegt mittlerweile bei 25 Prozent der Bevölkerung. Stanjura zufolge ist es erforderlich, dass mindestens 50 Prozent der Bürger die Einführung des Euro unterstützen.