In Prag wird gegen Antisemitismus demonstriert

Hunderte von Menschen haben am Sonntagnachmittag in Prag gegen den Antisemitismus demonstriert. Die Teilnehmer gingen vom Altstädter Ring über den Franz-Kafka-Platz Richtung Rudolfinum und von dort aus in den Waldstein-Garten. Dort erreichte die Veranstaltung ihren Höhepunkt. Unter den Rednern waren die Schriftstellerin Tereza Boučková, der Vizevorsitzende des Senats Jiří Drahoš und die Lektorin von der Gedenkstätte Yad Vashem, Miriam Mouryc. Ihre Erinnerungen schilderte ein junges Ehepaar aus dem Kibbuz Mefalsim, das den Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 überlebte.

Das Ziel der Veranstaltung war es laut den Initiatoren, zu einer entschiedenen Haltung gegen den sich in der Welt ausbreitenden Antisemitismus aufzufordern und die Solidarität mit den Zivilopfern des Kriegs in Israel zum Ausdruck zu bringen. Das Projekt „Mit der Kultur gegen Antisemitismus“ wurde von der tschechischen Zweigstelle der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem (ICEJ) vor 22 Jahren ins Leben gerufen.