Polen will Gebietsstreit mit Tschechien beilegen

Das polnische Außenministerium will seinen Streit um die Rückgabe von 368 Hektar Land durch Tschechien beilegen. Darüber informierte am Samstag die polnische Tageszeitung Fakt.

Der Gebietsstreit geht auf die Zeit der 1950er Jahre zurück. Laut Warschau kam es damals zu einem Fehler beim Abstecken der Staatsgrenze zwischen Polen und der Tschechoslowakei. 1992 wurde eine Kommission gegründet, die sich mit dem Fall beschäftigte. 2005 bot Tschechien der polnischen Regierung eine Kompensationszahlung an, was jedoch abgelehnt wurde. 2015 erstellte Prag eine Liste mit möglichen Grundstücken, die man dem Nachbarland überlassen könnte. Später verwarf man das Vorhaben jedoch wieder.

Der Zeitung Fakt zufolge soll nun erneut eine polnisch-tschechische Expertengruppe eingerichtet werden. Wie ein Vertreter des Außenministeriums in Warschau jedoch mitteilte, könnten die tschechischen Parlamentswahlen im Herbst ein Hindernis bei den Verhandlungen sein.

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