Tschechien erinnert an Niederschlagung des Prager Frühlings im August 1968

In Tschechien wird am Donnerstag an die Niederschlagung des Prager Frühlings am 21. August 1968 erinnert. Der zentrale Gedenkakt fand am Vormittag vor dem Gebäude des Tschechischen Rundfunks in Prag statt. Präsident Petr Pavel warnte in seiner Rede davor, historische wie neuere Ereignisse aus einer verzerrten Perspektive zu betrachten. Zu den Gästen zählten außer ihm Premier Petr Fiala, Senatspräsident Miloš Vystrčil (beide Wahlbündnis Spolu) sowie weitere Spitzenpolitiker.

Gedenkveranstaltungen gab es auch in weiteren tschechischen Städten, so etwa in Brno / Brünn und Liberec. In Prag findet unter dem Namen „NeverMore 68“ ein Festival statt, das sich an die breite Öffentlichkeit richtet. Am Abend ist zudem eine Demonstration vor der russischen Botschaft geplant.

Der Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes begann in der Nacht auf den 21. August 1968. Die Führung der Sowjetunion wollte durch die Invasion die kommunistische Reformbewegung in der Tschechoslowakei stoppen. Allein am ersten Tag des Einmarsches wurden 58 Menschen umgebracht oder tödlich verletzt.