Zwei Spitzenkliniken in Prag werden zusammengeschlossen

Ab Januar 2026 werden die Prager Universitätsklinik Motol, die das größte Krankenhaus in Tschechien ist, und das Prager Krankenhaus Na Homolce fusionieren. Dies kündigte Gesundheitsminister Vlastmil Válek (Wahlbündnis Spolu) am Dienstag an. Laut ihm wird die neue medizinische Einrichtung mit Universitätszentren im Ausland vergleichbar sein und soll auch die höchsten europäischen Subventionen und Zuschüsse erhalten.

Dem Minister zufolge ist es Ziel, zwei fachlich und kapazitätsmäßig hochkarätige Einrichtungen zu einer starken Einheit zu verbinden. Dies werde zu großen Einsparungen bei den betrieblichen Abläufen führen, so Válek.

Die Polizei ermittelt seit Februar dieses Jahres in einem Korruptionsfall gegen den ehemaligen Leiter des Krankenhauses in Prag-Motol, Miloslav Ludvík, und weitere Personen. Das Universitätsklinikum wird seit April interimsmäßig vom Direktor des Krankenhauses Na Homolce, Petr Polouček, geleitet. Dieser soll auch an der Spitze des neuen medizinischen Zentrums nach dem Zusammenschluss stehen.