Hilfsorganisationen wollen wegen geplanter Kürzungen humanitärer Hilfe mit Premier Babiš sprechen
Tschechische Hilfsorganisationen haben Premier Andrej Babiš (Partei Ano) in einem offenen Brief um ein Treffen gebeten. Bei der möglichen Zusammenkunft wollen sie über die von der Regierung geplanten Kürzungen bei der humanitären Hilfe verhandeln. Dies berichtete die Presseagentur ČTK am Dienstagabend.
Hinter dem Brief stehen NGOs, die im tschechischen Forum für Entwicklungszusammenarbeit vereint sind. Dazu gehören unter anderem Člověk v tísni (Mensch in Not), die Caritas und die Ärzte ohne Grenzen. Sie kritisieren die angedachten Kürzungen und verweisen auf die schwierige Lage in der Ukraine sowie die Krisen in Syrien, im Sudan und im Jemen.
Laut dem Schreiben der Hilfsorganisationen will die Regierung insgesamt knapp 750 Millionen Kronen (31 Millionen Euro) einsparen. Es sind Gelder für die humanitäre Hilfe, die Entwicklungszusammenarbeit und die Hilfe für die Ukraine.