Jüdisches Museum in Prag übergibt Raubgut der Nationalsozialisten an Kollegen aus Griechenland

Das Jüdische Museum in Prag (ŽMP) hat seinen Kollegen vom Jüdischen Museum in Athen 39 synagogale Textilien übergeben, die während des Zweiten Weltkriegs von den Nationalsozialisten gestohlen und anschließend in das Gebiet der heutigen Tschechischen Republik gebracht wurden. Darüber informierte am Samstag die Presseagentur ČTK.

Bei den Textilien handelt es sich um Vorhänge für Toraschreine sowie um Toramäntel und -wimpel von sephardischen Juden. Laut den Experten vom Prager Museum stammen die Objekte vor allem aus Thessaloniki. Die Nationalsozialisten brachten das Raubgut zunächst nach Berlin. Von dort wurde es 1944 aus ungeklärten Gründen in die Sudetengebiete gebracht. Nach dem Zweiten Weltkrieg tauchten die Textilien an verschiedenen Orten in der Tschechoslowakei auf und gelangten in den Fundus des Jüdischen Museums. Dort wurde ihnen lange jedoch keine Bedeutung beigemessen.