Jahrestag der russischen Invasion: Pavel dankt Unterstützern der Ukraine, Babiš hofft auf Kriegsende

In Tschechien wurde am Dienstag an den vierten Jahrestag des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine erinnert. Staatspräsident Petr Pavel empfing mehrere Unterstützer der Ukraine und Vertreter von Hilfsorganisationen auf der Prager Burg. Dabei begrüßte er, dass es in Tschechien viele Menschen gebe, die an der Seite der Ukrainer stünden. Zugleich kritisierte Pavel den Hass gegenüber Hilfsbedürftigen in einigen Teilen der tschechischen Gesellschaft.

Tschechiens Premier Andrej Babiš (Partei Ano) schrieb im Netzwerk X, der russische Krieg sei sinnlos und durch nichts zu rechtfertigen. Er hoffe auf einen baldigen Frieden, so der Kabinettschef.

Anlässlich des Jahrestages wurde an mehreren offiziellen Gebäuden die Ukraine-Fahne gehisst, darunter am Regierungssitz sowie an einigen Ministerien. Die Lage in der Ukraine sowie die Sicherheit in Tschechien und Europa waren am Dienstag zudem Thema einer öffentlichen Anhörung im Senat. Die eingeladenen Regierungsvertreter sagten dafür allesamt ab. Premier Babiš begründete dies mit Zeitmangel. Zudem führte er aus, dass der Ukraine-Krieg im Regierungsprogramm keine Rolle spiele und sich das Kabinett stattdessen um das alltägliche Leben der Bürger in Tschechien kümmere.