Belarussischer Dissident Bjaljazki in Prag: Unterstützung des Lukaschenko-Regimes ist minimal

Der belarussische Dissident und Friedensnobelpreisträger Ales Bjaljazki weilt derzeit zu Besuch in Prag. Der Menschenrechtsaktivist und ehemalige politische Gefangene sagte am Montag vor Journalisten, die Unterstützung des autoritären Lukaschenko-Regimes sei minimal. Bjaljazki machte darauf aufmerksam, dass wegen des Geschehens in anderen Regionen der Welt die Situation in Belarus vergessen werde. Nach Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen gibt es im Land mindestens 1150 politische Gefangene.

Bjaljazki erinnerte zudem daran, dass Belarus der einzige militärpolitische Verbündete Russlands im Krieg gegen die Ukraine sei. Seinen Worten zufolge hilft die belarussische Militärindustrie der russischen Armee mit Lieferungen von Waffen und Munition. Auf belarussischem Gebiet werden zudem russische Soldaten ausgebildet.

Bjaljazki trifft in Prag unter anderem mit Präsident Petr Pavel und Außenminister Petr Macinka (Motoristé sobě) zusammen.