Tschechischer Staat leiht Raffinerien 100.000 Tonnen Erdöl aus Notreserven

Der tschechische Staat leiht den Raffinerien im Land insgesamt 100.000 Tonnen Erdöl aus seinen Notreserven. Der Grund ist die eingeschränkte Durchleitung durch die TAL- sowie durch die IKL-Pipeline aus Deutschland. Dies sagte Premier Andrej Babiš (Partei Ano) nach der Regierungssitzung am Montag. Vonseiten der staatlichen Materialverwaltung (SSHR) hieß es jedoch, dass die Versorgung des tschechischen Marktes mit Kraftstoffen allgemein funktioniere.

Laut ihrem Vorsitzenden Pavel Švagr verfügt die Materialverwaltung derzeit über Erdölreserven für 88,5 Tage. Bei Bedarf sei man bereit, weitere Anteile davon freizugeben, so Švagr.

Die tschechische Regierung beriet am Montag auch über eine mögliche Obergrenze für die Margen der Mineralölkonzerne beim Verkauf von Kraftstoffen. Eine mögliche Entscheidung verschob das Kabinett auf seine nächste Sitzung am Donnerstagvormittag.

Autor: Till Janzer