Brandanschlag auf Rüstungsunternehmen LPP Holding: Weitere Person in Untersuchungshaft
Das Bezirksgericht in Pardubice hat am Montag eine fünfte Person wegen des mutmaßlichen Terroranschlags auf das Rüstungsunternehmen LPP Holding in Untersuchungshaft geschickt. Laut Aussage der Oberstaatsanwaltschaft ist der Verdächtige ausländischer Staatsangehörigkeit. Vor dem Gerichtsgebäude in Pardubice hatten sich Information der Presseagentur ČTK zufolge am Montag auch rund zehn propalästinensische Demonstranten versammelt.
Auf dem Gelände des Rüstungskonzerns LPP Holding, der unter anderem Drohnen für die Ukraine herstellt, war es am 20. März in den frühen Morgenstunden zu einem Brandanschlag gekommen. Zu diesem bekannte sich eine Gruppierung, die eigenen Angaben zufolge gegen die Kooperation der LPP Holding mit dem israelischen Waffenproduzenten Elbit Systems vorgehen wollte. Zu der geplanten Zusammenarbeit war es laut einer Sprecherin der LPP Holding aber nie gekommen.
Nach Recherchen des Onlineportals Deník Referendum gehen die Ermittler von neun mutmaßlichen Tätern aus. Neben den fünf Verdächtigen, die in Tschechien in Untersuchungshaft sind, wurden auch zwei Personen in Polen festgenommen und jeweils eine Person in Bulgarien und der Slowakei.