Berufsverband fordert strengeres Vorgehen gegen illegale Pflegeheime in Tschechien
Der tschechische Verband der Sozialdienstleister (APSS) hat zu einem strengeren Vorgehen gegen illegale Pflegeheime für Senioren und Menschen mit Behinderung aufgefordert. Es müsse ein Register entstehen, in welchem Einrichtungen durchsucht und verifiziert werden könnten, hieß es. Heime, die die geltende Rechtslage umgehen, sollten nicht unmittelbar geschlossen, sondern vorübergehend unter Zwangsverwaltung gestellt werden. So würde man vermeiden, dass die Klienten ohne Unterstützung bleiben.
Laut dem tschechischen Ministerium für Arbeit und Soziales wurden vergangenes Jahr 117 Kontrollen in Pflegeeinrichtungen durchgeführt und dabei Rechtsvergehen festgestellt. Experten halten die Zahl der Überprüfungen für zu gering.
Das Ministerium will bis Herbst 2028 eine Novelle des Gesetzes über soziale Dienstleistungen vorlegen. Geplant ist eine umfassende Pflegereform, die ab 2031 wirksam werden könnte.