Tschechisches Verteidigungsministerium beschließt Kauf von 44 Leopard-Panzern vom Typ 2A8

Das Beratungsgremium der tschechischen Verteidigungsministerin hat dem Kauf von Leopard-Panzern vom Typ 2A8 zugestimmt. In der ersten Phase sollen 44 der modernen Kampfpanzer angeschafft werden. Der Preis dafür beläuft sich auf 34,25 Milliarden Kronen (1,4 Milliarden Euro) inklusive Mehrwertsteuer, wobei die Kosten für die Anpassung an die Bedürfnisse der tschechischen Armee bereits eingerechnet sind. Weitere fünf Milliarden Kronen (204 Millionen Euro) hält das Ministerium als Inflations- und Kursreserve zurück.

Über die Zustimmung zum Kauf informierte das Verteidigungsministerium am Dienstag in einer Pressemitteilung. Nun muss noch die Regierung grünes Licht geben. Der erste Leopard-2A8-Panzer soll 2028 geliefert werden, 2031 soll die Lieferung abgeschlossen sein.

Tschechiens Premier Petr Fiala (Wahlbündnis Spolu) hatte im Juni vergangenen Jahres bekanntgeben, dass sich sein Land am von Deutschland organisierten Einkauf der Leoparden beteiligen will. Verteidigungsministerin Jana Černochová (Wahlbündnis Spolu) kündigte im Februar an, sie wolle den Kauf bis zum Ende der Legislaturperiode in die Wege leiten.

Der Rahmenvertrag ermöglicht es Tschechien, neben den 44 Panzern künftig noch weitere 14 Leoparden in gleicher Ausführung zu kaufen. Zudem will Prag zusätzlich 17 bis 19 Leopard 2A8 erstehen, die als Berge-, Brückenlege-, Pionier- und Ausbildungspanzer konfiguriert sind. Über diese Anschaffung solle ein gesonderter Vertrag geschlossen werden, hieß es am Dienstag aus dem Prager Verteidigungsministerium.