Finanzministerin Schillerová hält Steuererhöhungen in Tschechien für „unausweichlich“

Tschechiens Finanzministerin Alena Schillerová hält Steuererhöhungen für „unausweichlich“. In einer Polit-Talkshow des öffentlich-rechtlichen Tschechischen Fernsehens (ČT) sagte sie am Sonntag, sie ziehe in Erwägung, der Regierung die Erhöhung der Verbrauchs- und Raffineriesteuer vorzuschlagen. Auch die Abgaben für Investitionswohnungen oder bei Suchtmitteln könnten steigen. Die genaue Ausgestaltung der Steuerreform sei noch in Arbeit, so Schillerová.

Die Ministerin erhofft sich, durch eine Anhebung der Steuern und eine Senkung staatlicher Ausgaben mindestens 20 Milliarden Kronen (821 Millionen Euro) im Staatshaushalt einzusparen. Im Regierungsprogramm der Koalition in Prag heißt es derweil, man wolle keine Steuern anheben, sondern lediglich dafür sorgen, die bereits bestehenden einzutreiben und den Haushalt zu konsolidieren.