Oberster Rechnungshof: Hochgeschwindigkeitszugstrecken in Tschechien nicht ausreichend vorbereitet
Tschechien ist derzeit nicht ausreichend vorbereitet für den effektiven Ausbau des Gleisnetzes für Hochgeschwindigkeitszüge. Zu diesem Ergebnis ist der Oberste Rechnungshof (NKÚ) nach Kontrollen zur Finanzierung des Vorhabens gekommen. Der Staat hat demnach bisher weder Bedingungen für den Ausbau geschaffen, noch die Geldquellen bestimmt. Zudem seien die Absprachen mit den Nachbarstaaten, zu denen auch Deutschland gehört, zur internationalen Anbindung noch nicht abgeschlossen, bemängelt das Amt.
Die derzeitigen Ausbaupläne sollen bis etwa 2050 abgeschlossen sein. Laut NKÚ könnten nach aktuellem Stand der Vorbereitungen die erwarteten Vorteile der Hochgeschwindigkeitsstrecken nicht alle erreicht werden. Das Verkehrsministerium reagierte mit dem Hinweis, der NKÚ-Bericht sei veraltet, da die Projektunterlagen inzwischen aktualisiert worden seien.