Opera Mozart - 10 Jahre der Sommergastspiele im Städnetheater

r_2100x1400_radio_praha.png

Opera Mozart - ein Begriff, der im kulturellen Leben Prags in der Sommersaison seit vielen Jahren eine feste Stellung einnimmt. Worum es sich handelt, erklärt uns der Opernregisseur und Mitbegründer der Opera Mozart, Jiri Nekvasil. Berichtet von Markéta Maurová.

"Opera Mozart entstand als ein neues Programm der damaligen Kammeroper Prag, nach dem Daniel Dvorak und ich deren Leitung übernommen haben, das war im Jahre 1990. Wir haben ein Programm für dieses Theater gesucht, das sich der Kammeroper widmet, und dabei haben wir zu unserer großen Überraschung festgestellt, dass Prag kein Ensemble oder keine Plattform hat, die sich systematisch der Interpretation Mozarts als eines modernen zeitgenössischen Theaterautors widmet. So entstand dieses Mozart-Programm und ein Theater, dass als Leitmotto für seine Arbeit die Verbindung von Prag, Mozart und der Zeit, in der wir leben, festlegte."

Die Opera Mozart begann zunächst in einem kleineren Theater in der Prager Altstadt zu spielen. Im Jahre 1992 bot sich aber eine große Gelegenheit. Es wurde nämlich das Städtetheater nach einer Renovierung wiedereröffnet und die Opera Mozart bekam die Chance, dort jeden Sommer zu spielen und einen Zyklus der bedeutendsten Opern von Wolfgang Amadeus Mozart aufzuführen. Dieses zehnjährige Jubiläum der Wirkung im Ständetheater gab in diesem Jahr Anlass zu einem Sonderprojekt. Es wurden zehn Künstler bzw. Künstlerteams angesprochen, die vom 15. bis 24. August nach der jeweiligen Vorstellung von Don Giovanni Happenings auf der Straße veranstalten. Jeder setzt sich mit dem Thema Mozart auf seine eigene Art und Weise auseinander und bietet eine halbstündige Performance, die nicht nur für die Theaterbesucher, sondern auch für alle Vorbeigehenden bestimmt ist.