Parteienforscher trifft sich mit Generalsekretären

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Zwei Tage lang war er im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung in Prag unterwegs, um Kontakte zu knüpfen und sich vor Ort mit der Situation dreier tschechischer Parteien zu beschäftigen. Dabei hat der Trierer Universitäts-Professor Hans-Joachim Veen Vertreter aus dem Management der demokratischen Bürgerpartei ODS, der Freiheitsunion US sowie der christdemokratischen KDU-CSL getroffen. Jürgen Webermann hat mit Veen gesprochen.

Veen gilt in Deutschland als renommierter Parteienforscher. Unter anderem hat ihn die CDU-Führung jüngst in die Kommission zur Parteireform berufen. Eines seiner Spezialgebiete liegt jedoch auch in Mittel- und Osteuropa. Deshalb bildete Tschechien kein Neuland für ihn. Vielmehr ging es dem Wissenschaftler um eine offene Diskussion mit den Partnern der ODS, der KDU-CSL und der Freiheitsunion. Die Themenpalette war dabei vielfältig, betont Veen:

Bei den Treffen sollten vor allem die Defizite klar angesprochen werden. Laut Veen gibt es reichlich Handlungsbedarf für die Parteien. Das sei jedoch kein Einzelfall. In den anderen Transformationsstaaten Mittel- und Osteuropas würden gerade neu gegründete Organisationen mit ähnlichen Problemen kämpfen. Die Defizite in Tschechien spielen sich auf zwei Ebenen ab, wie Veen meint:

Dies gelte vor allem im Vergleich mit den deutschen Volks-Parteien, die zum Teil ein altes Stamm-Milieu mit sich tragen würden. Dadurch könnten sie oft wenig flexibel und nur gegen den Widerstand an der Parteibasis auf die sich wandelnden Verhältnisse eingehen. Die tschechischen Parteien hätten es da besser. Doch ging es bei dem Treffen nicht nur um Analysen. Damit die Zusammenarbeit zwischen deutschen und tschechischen Experten weiterhin reibungslos funktioniert, wurden konkrete gemeinsame Pläne erarbeitet:

Autor: Jürgen Webermann
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