Polizei ermittelt wegen geplanten Brandanschlages auf die Synagoge in Brünn

Die tschechische Polizei hat am Mittwoch über einen versuchten Brandanschlag auf die Synagoge in Brno / Brünn informiert. Den Ermittlern zufolge sollen im Januar vergangenen Jahres zwei junge Menschen versucht haben, das Gotteshaus anzustecken.

Die Polizisten wurden auf den Fall bei den Ermittlungen gegen eine Gruppe aufmerksam, die in den sozialen Netzwerken Hass geschürt und Terrororganisationen wie den Islamischen Staat propagiert hat. Man habe fünf Personen festgenommen und gegen zwei von ihnen Ermittlungen eingeleitet, sagte Břetislav Brejcha, Leiter der Nationalen Zentrale gegen Terrorismus, Extremismus und Cyberkriminalität (NCTEKK). Nun untersuche man, ob die Personen einen größeren Terroranschlag in Tschechien geplant hätten. Laut Brejcha wurden bei Hausdurchsuchungen mehrere Waffen, Schreckschusspistolen, Militärausrüstung sowie religiöse Gegenstände sichergestellt. Die beteiligten Personen seien teilweise minderjährig und teils sogar jünger als 15 Jahre gewesen. Die Mitglieder der Gruppe waren laut der Polizei in Tschechien und der Slowakei sowie in Österreich und Großbritannien aktiv.